Islamisten-Anschläge in Zentralsomalia

Zahlreiche Tote

Sicherheitskräfte blockieren eine Straße, die zum SYL Hotel in Mogadischu, Somalia, führt. Foto: epa/Said Yusuf Warsame
Sicherheitskräfte blockieren eine Straße, die zum SYL Hotel in Mogadischu, Somalia, führt. Foto: epa/Said Yusuf Warsame

MOGADISCHU: Im Fastenmonat Ramadan verstärkt die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab in Somalia ihre Angriffe. Am Mittwoch gab es zwei Anschläge in Zentralsomalia.

Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab hat nach eigenen Angaben bei zwei Anschlägen in Zentralsomalia mindestens 53 Soldaten getötet. Die Miliz brachte demnach am Dienstag mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge vor einer Kaserne zur Explosion, anschließend kam es zu heftigen Kämpfen.

Ein somalischer Regierungssprecher sagte hingegen, bei dem Angriff seien zehn Islamisten getötet worden. Die Zahl der getöteten Soldaten bezifferte er mit lediglich fünf.

Schon am späten Dienstagabend war es in der erst vor kurzem aus der Kontrolle der Terrormiliz befreiten Stadt Haradhere zu einem weiteren Angriff von Al-Shabaab-Kämpfern gekommen. Ein Sprecher des Informationsministeriums in Mogadischu sprach am Mittwoch von dutzenden Toten auf beiden Seiten.

Bereits in den vergangenen Jahren hatten sich während des muslimischen Fastenmonats Ramadan Attacken von Al-Shabaab in dem Land am Horn von Afrika gehäuft. Die Terrormiliz hatte in den vergangenen Wochen versucht, in Mogadischu wieder an Boden zu gewinnen, nachdem sie in den vergangenen Jahren zurückgedrängt worden war und die Bewohner der Hauptstadt ein relativ stabiles Leben hatten. Unter anderem wurde ein Hotel nahe dem Präsidentenpalast in Mogadischu angegriffen.

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