Zwei Monate Hochwasser in Phetchaburi

Foto: Thai Pbs
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PHETCHABURI: Die Bevölkerung in der Provinz Phetchaburi, besonders in der Stadt, muss sich in den nächsten zwei Monaten auf Überschwemmungen einstellen.

Der Generalsekretär des nationalen Wasserwirtschaftsamts, Somkiar Prachamwong, sagte am Samstag, dass der Staudamm Kaeng Krachan seine volle Kapazität erreichen wird und dass dann das überschüssige Wasser über die Überlaufschächte bei etwa 300 Kubikmeter je Sekunde abfließen würde. Am Montag würde das Hochwasser die Stadt erreichen. Dort würde der Pegel des Flusses Phetchaburi 50 Zentimeter höher sein als beim Hochwasser im Jahr 2016. Es wird erwartet, dass neben der Stadt die Bezirke Ban Laem, Tha Lat und Tha Yang von den Überschwemmungen betroffen sein werden. Seit Freitag hat der Wasserstand im Damm Kaeng Krachan stetig um einen Zentimeter pro Stunde zugenommen. Meteorologen sagen weiteren Starkregen voraus, der den Pegel in den Staudämmen Srinakharind, Kaeng Krachan, Vajiralongkorn und Pran Buri weiter ansteigen lässt.

Im Nordosten des Landes sind neun Provinzen nach heftigen Niederschlägen und weil der Fluss Mekong über die Ufer getreten ist von Überschwemmungen betroffen. Es sind Nakhon Phanom, Mukdahan, Amnat Charoen, Ubon Ratchathani, Bung Kan, Sakon Nakhon, Roi Et, Kalasin und Yasothon.

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Siam Fan 07/08/2018 21:43
Warum macht man DAS nicht?
Auf diese Antwort warte ich auch. Entscheident ist für mich, WER überhaupt noch die Macht zum Machen Hat!?
Siam Fan 07/08/2018 13:43
Ausreden, Schönreden, ...
Wenn man die Nachrichten hier in TH verfolgt, kann man sich schon wundern, was da alles "erzählt" wird. Für jeden staatlichen Damm gibt es eine Graphik mit zwei Linien, wie zwei krumme Sinus- Kurven, darunter sind die 12 Monate. Es gibt auch Aufzeichnungen über 30 Jahre, wann mit wieviel Regen zu rechnen ist. Die Größe des Einzugsgebietes ist auch bekannt und es gibt Erfahrungswerte, wieviel versickert, verdunstet oder bereits im Oberlauf gespeichert wird. Bei den größeren Dämmen gibt es einen Ablauf von der Stromerzeugung. Dann gibt es einen Ablauf für Bewässerung und Wartungsarbeiten. Als Drittes auch noch einen geplanten, sicheren "Überlauf". Für alle gibt es dann noch Behelfsabläufe, wo im Prinzip Rohre über die Krone verlegt werden. Die werden auch meist noch zur Bewässerung eingesetzt, wenn der Wasserspiegel unter den unteren Ablauf gesunken ist. Es gibt deswegen eigentlich keine Entschuldigung/Ausrede, warum jetzt die Dämme überlaufen. Das ist alles ein Argument dafür, solche Einrichungen niemalls zu privatisieren, weil dann immer wirtschaftliche Interessen vor öffentlichen Intetessen (zBHochwasser) gehen. In der Region Phetchaburi, sind in den letzten 4 Wochen NUR rd 60l/qm heruntergekommen, der Kaeng Krachan hat ein Fassungsvolumen von 710mio qbm und ein lächerliches Einzugsgebiet von nur 46.5qkm. Wie kann denn der Damm so voll sein? Irgendwieläuft da ein "unsauberes" Ding! Allgemein ist der Damm wohl meist in der Regenzeit nicht voll!
Siam Fan 06/08/2018 20:13
kombinatorisches Denken
Eigentlich gibt es für jeden großen Damm Vorgaben. Zum Beispiel eine Grafik mit zwei Linien, max und min. Das "min" im Mai ist dann soviel, dass man 2 Monate auf Sparflamme überbrücken kann. Das MUSS zentral und automatisiert gesteuert werden. Das große Nadelöhr ist BKK und daneben gibt es kleinere wie Phetchaburi. Man muss auch abschätzen können, wie lange das Wasser braucht und man muss die Ebbe und Flut an den Mündungen berücksichtigen. Wenn dann geplant immer das Wasser bis oben hin, durch die Nadelöhre fließt, gibt es kein Hochwasser mehr. Auch die Stromerzeugung, abhängig von der verfügbaren Wassermenge und anderen Erzeugern, muss über das Programm laufen und die Wartungsplanung. Ein Programm kann das alles, einzelne Menschen auf/ in ihren "Inseln" nicht. Mit kombinatorischen Denken, kann aber einer den Programmablaufplan erstellen. In der Grobstruktur steht der eigentlich jetzt schon hier. Da gehen dann Schleusen und Wehre automatisch auf und zu, es gibt eine Rufbereitschaft und einen Wartungsschichtdienst. Da müßten auch die ganzen Wehre in den Khlongs und Flüsse dranhängen, was ja THs Rückhaltebecken sind. Wenn man dann noch die Turbinen erneuert, hätte man statt 0,8%>20% Wasserkraft, ohne hohen Blindstromanteil.
Kurt Wurst 06/08/2018 13:07
Hätte, hätte
Ich glaube auch, dass zwischenzeitliches Ablassen des Wasser in der trockeneren Zeit sinnvoll wäre. Aber was ist dann, wenn die Regenzeit größtenteils ausbleibt? Dann ist der Entscheider der Dumme, was er natürlich in Wirklichkeit NICHT ist. Wie man's macht, macht man's verkehrt.
Siam Fan 06/08/2018 11:04
100qbm/sek seit drei Monaten
...hätte man die abgelassen, hätte es zwischenzeitlich kein Hochwasser gegeben und man hätte jetzt einen "freien Stauraum" von 75.000.000qbm. Da könnte man jetzt EINEN Monat lang, 300qbm/sek reinlaufen lassen und es gäbe in Phetchaburi kein Hochwasser. Das reicht sogar zwei Monate, wenn man unbedenkliche 100qbm/sek ständig ablaufen läßt. Zu Beginn der Regenzeit, sollten eigentlich 10-15%nutzbares Volumen ausreichen. Mit den 85-90% kann man dann echten Hochwasserschutz betreiben. ABER WARUM macht man DAS nicht?