Fast alle Kinder unter fünf Jahren gegen Hepatitis geschützt

Foto: Freepik/Yanadjana
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GENF: Gute Nachricht im Kampf gegen Virushepatitis: Der Anteil der Kinder unter fünf Jahren, die chronisch mit Hepatitis B infiziert sind, ist im vergangenen Jahr unter ein Prozent gefallen. Bis Anfang der 2000er Jahre - vor Einführung der Impfung - waren es noch fünf Prozent, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Welt-Hepatitis-Tag am Dienstag (28. Juli) berichtete. Damit sei ein Etappensieg gelungen. Die Vereinten Nationen streben die Eliminierung der Virushepatitis bis 2030 als ein nachhaltiges Entwicklungsziel an. Bis 2020 sollte der Anteil unter ein Prozent sinken.

«Damit haben wir die Zahl der Lebererkrankungen und des Leberkrebses für künftige Generationen deutlich reduziert», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, die meist durch Viren, Schadstoffe, Gifte oder Stoffwechselerkrankungen ausgelöst wird. Es gibt verschiedene Typen: A, B, C, D und E. Erkrankte bemerken oft lange keinerlei Beschwerden. Eine Hepatitis kann ausheilen oder chronisch verlaufen.

Weltweit leben nach Schätzungen der WHO mehr als 250 Millionen Menschen mit chronischer Hepatitis B. 90 Prozent der Kinder, die in ihrem ersten Lebensjahr infiziert werden, bleiben es ihr Leben lang. Jedes Jahr sterben daran 900.000 Menschen. Die WHO empfiehlt eine Impfung direkt nach der Geburt und zwei weitere später.

Die Organisation hat große Sorge, dass die Coronavirus-Pandemie Fortschritte zunichtemacht. Im schlimmsten Fall könnten von den zwischen 2020 und 2030 Neugeborenen mangels Impfung zusätzlich etwa 5,3 Millionen Kinder an chronischer Hepatitis B erkranken, gehe aus einer Modellrechnung hervor. Die WHO ruft alle Länder auf, ihre Impfprogramme trotz Corona-Pandemie fortzusetzen.

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