Oppositionspartei beklagt Angriff auf Hauptquartier

​Venezolanische

Ein Unterstützer des Führers Bernabe Gutierrez von der venezolanischen Oppositionspartei Accion Democratica (AD) zeigt eine Wunde in den Einrichtungen der Partei. Foto: epa/Miguel Gutierrez
Ein Unterstützer des Führers Bernabe Gutierrez von der venezolanischen Oppositionspartei Accion Democratica (AD) zeigt eine Wunde in den Einrichtungen der Partei. Foto: epa/Miguel Gutierrez

CARACAS: Eine der wichtigsten Oppositionsparteien Venezuelas hat regierungstreue Schlägertrupps, genannt «colectivos», beschuldigt, ihre Mitglieder mit Tränengas und Steinen am Betreten ihres Hauptquartiers gehindert zu haben. «Skorpione des Regimes haben den Sitz der AD in Beschlag genommen», schrieb die Partei «Acción Democrática» auf Twitter am Montag.

Mehr als 25 Oppositionsparteien in dem politisch tief gespaltenen südamerikanischen Land haben es jüngst abgelehnt, an der Parlamentswahl am 6. Dezember teilzunehmen. «Acción Democrática» ist eine der Parteien, deren Vorstand der Oberste Gerichtshof Venezuelas, der dem autoritär regierenden Präsidenten Nicolás Maduro nahe steht, ausgetauscht hat.

«Die Tatsache, dass die Diktatur Hauptquartiere von politischen Parteien mit Gewalt einnimmt, ist ein weiterer Beweis dafür, dass es keine Voraussetzungen dafür gibt, (an Wahlen) teilzunehmen», schrieb Oppositionsführer Juan Guaidó auf Twitter. Präsident Maduro hatte im März 2018 eine umstrittene Wahl gewonnen.

Das einst reiche Venezuela steckt in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise, die durch die Corona-Pandemie noch verstärkt wurde. Rund fünf Millionen Venezolaner haben das Land verlassen.

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