US-Investor droht die Todesstrafe

Foto: The Nation
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SONGKHLA: Einem amerikanischen Bitcoin-Investor droht die Todesstrafe, nachdem die thailändische Marine ihn angeklagt hat, die Souveränität des Landes verletzt zu haben, weil er vor der Küste über „Seenahme“ eine Plattform im Meer errichtete.

Chad Elwartowski und seine thailändische Freundin Supranee Thepdet, bekannt als „Bitcoin Girl Thailand", werden angeklagt, die Unabhängigkeit des Königreichs bedroht zu haben, nachdem die Behörden etwa 12 Seemeilen von der Küste entfernt den Wohnsitz gefunden hatten. Elwartowski sagte der Nachrichtenagentur AFP, ihr Wohnsitz sei 13 Seemeilen entfernt und befinde sich außerhalb der thailändischen Hoheitsgewässer.

Eine offizielle Anklage wurde bei einer Polizeiwache in Phuket eingereicht, bestätigte Oberst Nikorn Somsuk. Ein Team der Marine habe auf dem Meer einen Betontank gefunden, er war nicht bewohnt. Wenn das Paar für schuldig befunden wird, ist die Höchststrafe gegen Elwartowski und Supranee die Todesstrafe.      Elwartowski, der als Software-Ingenieur für das US-Militär in Afghanistan, Deutschland und Südkorea gearbeitet hat, sagte gegenüber AFP, er und Supranee wollten nur irgendwo frei leben. Das Bitcoin-reiche Paar ist Teil von Ocean Builders, einer Gemeinschaft von Unternehmern, die dauerhafte Wohnungen in Gewässern außerhalb von Regierungsgebieten bauen wollen. Das Paar hatte kürzlich 20 interessierte Investoren dazu aufgerufen, neue Wohnsitze um ihre Jungfernplattform herum zu bauen, also außerhalb der thailändischen Hoheitsgewässer. Das Paar versteckt sich jetzt an einem sicheren Ort.    .

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Jürgen Franke 21/04/2019 16:14
Gegen Personen vorzugehen, die im Besitz
eines amerikanischen Passes sind, ist äußerste Vorsicht geboten, lieber Michael.
Michael Meier 21/04/2019 11:11
Baan Talee
Ich verstehe nicht warum die Marine nicht einfach das Teil zerstört , Landesverbot für den Ami und Ende der Story . 3 Meilen früher , 12 Meilen hier und 50 Meilen in Island . Jedes Land macht aum Meer was es will !
Max Ruabe 19/04/2019 23:18
Na dan darf man doch noch hoffen...
...dass es tatsächlich außerhalb der 12 Meilenzone steht. Dann noch dass die thail. Justiz nicht außerhalb ihrer Hoheitsrechte urteilt sondern wegen "nicht zuständig" das Verfahren von Vornherein ablehnt. Immerhin hat Thailand 2011 das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen unterzeichnet. In der "Anschlusszone" (12-24 Seemeilen) darf Thailand aber kontrollieren was Zoll und Einreisevorschriften etc. betrifft. Wegen mehrmaliger illegaler Aus- und Einreise darf ruhig ermittelt werden.
Ingo Kerp 18/04/2019 19:00
Zugegeben, eine äußerst individuelle Art zu wohnen. Juristisch kann es nur die thail Justiz beurteilen, ob eine Todesstrafe verhängt werden kann. Man fragt sich aber, was passiert, wenn man schnell einen Arzt benoetigt, was ist, wenn man etwas einkaufen will? Die "Behausung" des Innenraums ist mehr als spartanisch, wie man in einem Video erkennen kann. Mit bloßem Auge ist bereits zu erkennen, wie klein die Räumlichkeit ist, wenn man in der Relation die Thai und den Ami auf dem Dach stehen sieht.