Urfassung von «Fidelio» in Wien

Staatsoper mit glänzenden Zahlen

Archivbild: epa/Florian Wieser
Archivbild: epa/Florian Wieser

WIEN (dpa) - Die Wiener Staatsoper feiert das Beethoven-Jahr 2020 mit der Präsentation der Urfassung der Oper «Fidelio».

Das 1805 uraufgeführte Stück sei damals zu Unrecht durchgefallen, meinte Staatsoperndirektor Dominique Meyer am Mittwoch bei der Präsentation des Spielplans 2019/2020. Nach dem kurz zuvor erfolgten Einmarsch Napoleons in Wien habe das Publikum fast nur aus französischen Soldaten bestanden, die wenig mit dem Stück anzufangen wussten, meinte Meyer. Am Pult werde der tschechische Dirigent Tomá? Netopil stehen, Regie führe die aus Bonn stammende Amélie Niermeyer.

Insgesamt zeigt die Wiener Staatsoper in der kommenden Saison 58 Opern und 21 Ballette. Zu den Höhepunkten werde auch die Uraufführung von «Orlando» der Komponistin Olga Neuwirth nach dem Roman von Virginia Woolf zählen.

Die Wiener Staatsoper stehe ausgezeichnet da, meinte Meyer, dem nach der Spielzeit 2019/2020 der Musikmanager Bogdan Roscic nachfolgt. Auslastung und Einnahmen seien erneut gestiegen. Die Oper verzeichne eine Auslastung von 99,37 Prozent, das Ballett von 99,88 Prozent. Die Ticketeinnahmen hätten von 23,7 auf 25,9 Millionen Euro zugelegt. «Diese Zahlen sind ein Traum», meinte Meyer.

Am 25. Mai feiert das höchst renommierte Haus sein 150-jähriges Bestehen. Zum Festprogramm gehört unter anderem eine Neuproduktion von Richard Strauss' 1919 an der Wiener Staatsoper uraufgefu?hrter Oper «Frau ohne Schatten» mit hochkarätiger Besetzung.

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