Hinrichtung von Ausländern in Indonesien diese Woche  

Foto: epa/Adi Weda
Foto: epa/Adi Weda

JAKARTA: Indonesien lässt sich trotz weltweiter Proteste nicht von der geplanten Hinrichtung von neun zum Tode verurteilten Drogenschmugglern abbringen.

«Ich kann bestätigen, dass die Hinrichtungen noch diese Woche stattfinden», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Tony Spontana, am Dienstag. Der genaue Termin werde nicht vorher genannt gegeben. Die Familien zweier Australier rechnen mit der Exekution in der Nacht zum Mittwoch. Nach australischen Medienberichten erhielten sie am Dienstag Erlaubnis für eine letzte Visite auf der Hinrichtungsinsel Nusa Kambangan.

Acht Männer und eine Frau sollen vor ein Erschießungskommando gestellt werden: eine Philippinerin, vier Nigerianer, zwei Australier, ein Brasilianer und ein Indonesier. Ein Franzose, der ursprünglich zeitgleich hingerichtet werden sollte, bekam einen Aufschub, weil ein Gericht eine neue Eingabe prüfen wollte.

Die Verurteilten waren am Samstag offiziell über die geplante Vollstreckung informiert worden. Die Hinrichtung kann frühestens 72 Stunden später stattfinden. Das wäre der heutige Dienstag. Exekutionen finden in Indonesien in der Regel um Mitternacht statt. 

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Leserkommentare

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Peter Spranz 29.04.15 21:34
Bin kein befuhrvorder der Todesstrafe . Aber man sollte nicht vergessen was diese Leute und ihre Drogen alles damit hatten der Menschheit antuen können wenn diese Drogen in Umlauf gekommen wären . Diese haben mit dem leid anderen Menschen wissentlich gespielt, es hat Sie nicht interessiert wieviele Menschen daran zugrunde bzw sterben werden. Ich habe mit solche Leuten kein mitleid in keinster weise. Zumal man ja mehr als einmal darauf hingewiesen wird welche Strafe man erwartet wenn man mit Drogen in Kontakt steht
Peter Spranz 28.04.15 21:03
Und außerdem wussten Sie genau was für nee Strafe zu erwarten ist wenn man Sie erwischt. Das war ein Spiel mit dem Feuer und der Gier nach schnellem Geld . Also wer A sagt muss auch B in kauf nehmen .Und das ist in diesem Fall die Todesstrafe was sie aber gewusst haben . Ich selbst habe durch Drogen meinen Sohn verloren. Ein Junge mit gerade mal 17 Jahren , hat sich vor den Zug geworfen. , ihm wurden beide Beine amputiert . Der junge kann bis heute nicht mehr klar denken . Frage warum sollte man mit diesen Dealer mitleid haben. Wer hat mitleid mit den Eltern dieser Jugendlichen. Oder selbst mit den jugendlichen , da heisst es nur es ist Dumm gelaufen . Ich kann in keinster weise mitleid mit diesen Dealer haben. Mfg Peter