UNHCR-Appell: Menschen in griechischen Asyllagern schnell helfen

Foto: epa/Stratis Balaskas
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GENF (dpa) - Angesichts der überfüllten Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln hat das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) schnelle Hilfe angemahnt.

Griechenland müsse seine Anstrengungen erhöhen, um die massiven Probleme in den Lagern auf Lesbos, Chios, Samos, Kos und Leros zu beheben. Die UN-Organisation forderte die europäischen Staaten auf, speziell für unbegleitete Kinder und andere besonders schutzbedürftige Menschen Plätze zu schaffen.

«Mehr als 5.300 unbegleitete Kinder sind aktuell in Griechenland und nur ein Viertel von ihnen sind in altersgemäßen Unterkünften», teilte das UNHCR am Freitag in Genf mit. Mehr als 36.000 Asylbewerber harrten in den nur für 5.400 Menschen konzipierten Registrierlagern auf den fünf Inseln aus. Es handele sich bei den Migranten meist um Familien, darunter seien viele Kinder unter zwölf Jahren.

Anfang der Woche hatten rund 2.000 Migranten das überfüllte Registrierlager Moria auf der Insel Lesbos verlassen und sich auf den Weg in die Inselhauptstadt Mytilini gemacht. Die Menschen skandierten «Freiheit, Freiheit» und forderten, dass sie sofort zum griechischen Festland und von dort in andere EU-Staaten gebracht werden.

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