UBS verdient 2018 wegen hoher Strafe nicht so viel wie angenommen

Foto: epa/Georgios Kefalas
Foto: epa/Georgios Kefalas

ZÜRICH (dpa) - Die Schweizer Großbank UBS hat 2018 wegen einer unerwartet hohen Strafe in Frankreich etwas weniger verdient als zunächst angenommen.

Der Überschuss habe im vergangenen Jahr 4,5 Milliarden Dollar (rund 4 Mrd Euro) statt der Ende Januar mitgeteilten 4,9 Milliarden Dollar betragen, teilte die Bank am Freitag bei der Vorlage des Geschäftsberichts in Zürich mit. Grund dafür ist eine erhöhte Rückstellung für Rechtsfälle in Höhe von 382 Millionen Dollar.

Im Februar hatte ein Pariser Gericht die Schweizer Großbank wegen Geschäften mit Steuerhinterziehern in Frankreich ein Strafgeld von mehr als 3,7 Milliarden Euro zahlen. Es handele sich um ein Vergehen von «außergewöhnlicher Schwere», hieß es in der Mitteilung des Gerichts im Februar. Die UBS hatte offenbar mit weniger gerechnet und musste daher die Zahlen für 2018 anpassen.

Trotz des etwas niedrigeren Gewinns verdiente die Bank im vergangenen Jahr deutlich mehr als 2017, als der Überschuss bei knapp einer Milliarde Dollar gelegen hatte.

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