Türkische Kampfjets greifen PKK-Ziele im Nordirak an

F-16-Kampfflugzeug der türkischen Luftwaffe. Archivfoto: epa/MICHAEL WALCZAK
F-16-Kampfflugzeug der türkischen Luftwaffe. Archivfoto: epa/MICHAEL WALCZAK

ISTANBUL: Die Türkei hat im Nordirak eigenen Angaben zufolge Stellungen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK angegriffen. Kampfjets hätten Höhlen zerstört, in denen «die Terroristen» Unterschlupf gesucht hätten, die Höhlen seien über ihnen eingestürzt, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu am frühen Montagmorgen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.

Die Operation «Claw-Eagle» (Adlerkralle) richte sich unter anderem gegen Ziele in den Kandil-Bergen nahe der iranischen Grenze - rund 100 Kilometer südlich der Türkei. Zudem würden Stellungen in Sindschar, Hakurk, Zap und Avasin-Basyan angegriffen.

Iraks Armeeführung verurteilte die Angriffe als ein «provokatives Verhalten», das gegen die Souveränität des Landes verstoße. 18 türkische Jets seien teils bis fast 200 Kilometer in den irakischen Luftraum eingedrungen, hieß es in einer Erklärung.

Die PKK gilt in der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation. Die türkische Luftwaffe fliegt regelmäßig Luftangriffe gegen Stellungen der PKK, die in der Grenzregion im Nordirak ihr Hauptquartier hat.

Mit diesem Angriff solle die Sicherheit des türkischen Volkes und der Grenzen des Landes gewährleistet werden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die PKK und andere terroristische Organisationen, die Angriffsversuche gegen die Polizei- und Militärstützpunkte verstärkt hätten, sollten neutralisiert werden.

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