Trump fordert von Russland Zurückhaltung in Syrien

Foto: epa/Erik S. Lesser
Foto: epa/Erik S. Lesser

WASHINGTON (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat sich für mehr Zurückhaltung Russlands im Syrien-Konflikt ausgesprochen.

In einem Gespräch mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan sagte Trump nach einer Mitteilung des Weißen Hauses vom Sonntag (Ortszeit) die USA wünschten, dass Russland seine Unterstützung «für die Gräueltaten des Regimes» von Baschar al-Assad beende. Er sprach sich zugleich für eine politische Lösung des Konflikts aus.

Bei dem Telefonat mit Erdogan am Samstag habe sich Trump besorgt über die Gewalt in Idlib gezeigt. Zugleich dankte er seinem türkischen Kollegen für die Bemühungen der Türkei, «eine humanitäre Katastrophe zu verhindern».

Bei den Kämpfen um die Provinz Idlib gab es zuletzt Zusammenstöße zwischen syrischen Regierungstruppen und Einheiten der türkischen Streitkräfte. Ankara hat Assad mit Vergeltung gedroht, sollten syrische Truppen weiter die türkische Armee angreifen. «Das Regime muss das wissen: Die Türkei wird dort keine Grenzen kennen, sollte es weiter solche Angriffe auf unsere Truppen geben», sagte Vizepräsident Fuat Oktay am Samstag. Diese Botschaft sei auch Russland übermittelt worden, das die syrische Regierung unterstützt.

Trotz der Spannungen reist am Montag eine türkische Delegation nach Moskau, um über die kritische Lage in Idlib zu beraten. Zuvor war bereits eine russische Delegation in Ankara. Während die Türkei in der Region islamistische Rebellen unterstützt, steht Moskau in dem Konflikt an der Seite des syrischen Machthabers Assad.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
required fields
Michael Meier 17/02/2020 21:00
@ Poanski
Demokratie in Syrien ? Wo haben sie die letzten 30 Jahre geschlafen ? Wahrscheinlich Ost Europa !
Jürgen Franke 17/02/2020 15:02
Was auf dieser Welt geschieht und zu geschehen hat
wurde und wird auch in Zukunft in den USA entschieden. Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen, wie das geschieht. In London wurde auf der Nato Konferenz bereits entschieden, dass neben Rußland jetzt auch China zu den Feinden gehört.
Hans Wopalensky 17/02/2020 14:20
Ach ja, auch da
Auch in Syrien möchte der Westen einen gewählten Prasidenten stürzen . Das hatte ich gestern ganz vergessen. Demokratie nur dort, wo es den USA gefällt. Als ob sie nicht schon genug Schaden angerichtet und Leid für die Bevölkerung in die Region gebracht hätten