Tollwut: Millionen Haustiere werden geimpft

Foto: epa/Barbara Walton
Foto: epa/Barbara Walton

THAILAND (dpa) - Landesweit sollen Millionen Hunde und Katzen gegen Tollwut geimpft werden.

In Thailand waren jüngst vier Menschen an der Virusinfektion gestorben. Seit Jahresbeginn wurden 359 Tollwutfälle bei Tieren erfasst, fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum, wie es vom Amt für Viehzucht hieß. Der Anstieg ist demnach auf einen Rückgang der Impfungen zurückzuführen. Nun sollen landesweit alle Hunde und Katzen eine schützende Impfung erhalten - geschätzt etwa zehn Millionen.

In Deutschland und anderen europäischen Ländern ist Tollwut extrem selten. Weltweit ist die Krankheit laut Weltgesundheitsorganisation jedoch für rund 59.000 Todesfälle im Jahr verantwortlich, vor allem in Afrika und Asien. Übertragen werden die Viren von infizierten Säugetieren meist durch Bisse oder Kratzen.

Es gibt wirksame Impfstoffe, die auch kurz nach einem Tierbiss noch helfen können. Einmal ausgebrochen ist die Krankheit allerdings fast immer tödlich. Erst wenige Monate her ist ein Fall in Frankreich: Das zehnjährige Kind hatte sich bei einem Aufenthalt in Sri Lanka infiziert, als es an einem Strand von einem Hund gebissen wurde.

Die meisten warmblütigen Tiere können mit Tollwutviren infiziert sein, bei Pflanzenfressern ist das aber selten. Hauptüberträger ist in europäischen Ländern der Fuchs, in Ländern wie dem stark betroffenen Indien sind es streunende Hunde. Der Abwurf von Impfködern hat in Deutschland dazu geführt, dass die Krankheit bei Füchsen nur noch vereinzelt auftritt. Tollwut-Fälle hierzulande sind daher wie der in Frankreich meist eingeschleppt - oft von Urlaubern, die sich der Gefahr nicht bewusst sind.

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Songran Raktin 17/03/2018 14:45
Mike Dong - 17.03.2018 - 09.36 Uhr
Herr Dong, der Impfstlff wurde natuerlich nur fuer die „eigenen“ Hunde, welche man vorher anmelden musste, ausgegeben. Wie sich die Situation mit herrenlosen Hunden verhaelt, kann ich Ihnen leider auch nicht sagen.
Kurt Wurst 17/03/2018 14:03
Vorschlag
Das "Taubenlied" von Georg Kreisler wird ins Thailändische übersetzt, und das Wort "Taube" wird durch das Wort "Hund" ersetzt. Impfungen erübrigen sich dann.
Mike Dong 17/03/2018 09:36
Schon mal versucht einen Hund selbst zu impfen ? Besonders einen, der niemanden gehört ? Die sind in einer Sekunde weg u die kriegt man nicht. Wer macht das in den Wats, wo man Dutzende Hunde hat ? Die Mönche ?
Norbert Kurt Leupi 16/03/2018 23:22
Nicht geimpft !
Woher soll der Normalo-Thai wissen was eine Tetanus - Impfung ist , wenn`s sogar Farangs gibt , die meinen , Tetanus sei eine Nachspeise ! ("Tiramisu" !)
Jürgen Franke 16/03/2018 23:22
Danke Herr Raktin, für diesen ganz wichtigen
Hinweis. Ich bin in der ausnahmsweise glücklichen Situation, dass mir bei der Betreuung der Tiere, Thais zur Seite stehen, die dafür sorgen, dass alle Tiere, nicht nur verpflegt, sondern auch ärztlich versorgt werden. Erfreulicherweise werde ich dabei von einem großzügigen Deutschen Auswanderer, der mit einer Tierliebhaberin verheiratet ist, unterstützt. Aus diesem Grund benötigen wir nicht die Hilfe der Gemeinde.