Tollwut: Infizierte Tiere sollen ins Tierheim

Foto: The Thaiger
Foto: The Thaiger


PHUKET: Phukets Gouverneur Phakaphong Tavipatana hat die „Phuket Stray Dog Shelter“, ein staatliches Hundeheim in Thalang, angewiesen, sich auf die Annahme einer hohen Zahl von Straßenhunden vorzubereiten.

So wird im März auf der Touristeninsel eine Kampagne zur Beseitigung von Tollwut lanciert, im Zuge derer alle herrenlosen, infizierten Hunde eingefangen und in die Einrichtung gebracht werden sollen. Ziel ist, alle als gefährlich geltenden Vierbeiner von der Öffentlichkeit fernzuhalten. Gemäß dem Gouverneur beherbergt das Hundeheim derzeit 700 Tiere, seine Kapazität ist jedoch auf 1.000 ausgelegt, weshalb man sich für diese Maßnahme entschieden habe, die bis zum 30. Juni andauern soll. Neben Hunden sollen auch Straßenkatzen eingefangen werden. Phakaphong erklärte im Nachrichtenportal „The Phuket News“, dass alle gefährdeten Tiere in Phuket gegen Tollwut geimpft werden sollen. Er appellierte an die Bevölkerung, dass die Haltung eines Haustieres auch Verantwortung bedeutet. Insgesamt sollen in diesem Jahr über 20.000 Tiere auf der Insel gegen Tollwut geimpft werden.

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Leserkommentare

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Alexander Kossorotow 19.03.19 17:01
Infiziert= Too Late!
Also, Tiere, die infiziert sind, müssen, so traurig da ist, eingeschläfert werden, allerdings ziehe ich meinen Hut vor den Behörden, vorausgesetzt, sie wollen WIRKLICH alle nicht infizierten Tiere impfen, ich befürchte aber, sie werden mit den eingefangenen nicht allzu wählerisch sein. Aber wenn wirklich geholfen wird, finde ich das sehr gut. Freue mich immer, wenn ich in Thailand Anzeichen von Tierliebe entdecke, wenn man es schon mit der Geburtenkontrolle vermasselt und sich aber doch viele Leute finden, die den Hunden und Katzen zu essen geben, finde ich das sehr löblich! Noch besser ist natürlich, ein Findelkind zu adoptieren. Wobei, bei uns hat meine Frau bei 3 Katzen und 4 Hunden nun gedeckelt. Das Kätzchen könnte noch so süß sein, sie will hart bleiben. Aber- wenns dann so dasitzt, ich kenn meine Frau ja. Aber- der Vergleich mit den Kindern weiter unten ist skandalös! Kinder haben Eltern und wenn die eben 3-4 Kinder in die Welt setzen und keine Kohle haben, das ist doch nicht Sache des Staates! Schlimm genug, dass wir in D alle Verantwortungslosen dieser Welt alimentieren. Aber darin, bereits infizierte Tiere überhaupt noch irgendwo unterbringen zu wollen vermute ich einen Üübersetzungsfehler in dem Bericht, weil dass das medizinisch keinen Sinn macht, wissen auch die Thais.
Roman Müller 18.02.19 00:00
Google weiss fast alles..
Aus Wikipedia folgendes Zitat: Krankheitsverlauf beim Tier An Tollwut können alle Säugetiere und bedingt auch Vögel erkranken. Die Inkubationszeit beträgt im Regelfall zwei bis acht Wochen. Die Krankheit dauert zwischen einem Tag und einer Woche und endet praktisch immer tödlich. Ob die Thais das auch wissen?? Da muss man nicht lange überlegen welche die humanste Lösung ist.
Thomas Thoenes 17.02.19 12:12
Tierliebe hin Tierliebe her...
aber solange es hier tausende hungernde Kinder gibt, fehlt mir schon das Verständnis das hier überhaupt Straßenhunde gefüttert, geimpft und in Tierheimen gepflegt werden. Aber jetzt noch Tollwut infizierte Hunde von der Strasse die quasi besser behandelt werden als viele Menschen speziell Kinder hier? Da hört für mich der Spaß auf.
Dracomir Pires 17.02.19 09:54
Strassenköter mit oder ohne Tollwut ...
… dürfte es in Thailand nicht geben. In Vietnam hat man für dieses Problem eine schmackhafte Lösung gefunden.
Roman Müller 16.02.19 22:15
Ob das eine gute Idee ist,
ich weiss es nicht. Könnte mir aber vorstellen dass die Gefahr einer Ansteckung gesunder Tiere recht hoch ist. Bei aller Tierliebe, infizierte Hunde, natürlich auch Katzen gehören schnellstmöglich human eingeschläfert damit keine weiteren Tiere infiziert werden sonst muss diese Einrichtung wohl demnächst als Seuchenstation geführt werden.