Thanathorn: „Kundgebung ein Sieg für das Volk“

Thanathorn Juangroongruangkit, Vorsitzender der Anfang des Jahres vom Verfassungsgericht aufgelösten Partei Future Forward. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Thanathorn Juangroongruangkit, Vorsitzender der Anfang des Jahres vom Verfassungsgericht aufgelösten Partei Future Forward. Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Thanathorn Juangroongruangkit, Vorsitzender der Anfang des Jahres vom Verfassungsgericht aufgelösten Partei Future Forward, hat die Anti-Regierungs-Kundgebung auf dem Platz Sanam Luang als einen Sieg des thailändischen Volkes bezeichnet, das für die Demokratie kämpfe.

Den Demonstranten sei es symbolisch gelungen, Sanam Luang, ein weitläufiges Gelände am Großen Palast, in eine „Volkswiese" zu verwandeln. Sanam Luang, was „königlicher Boden" bedeutet, ist als historischer Ort klassifiziert und weitgehend für königliche Aktivitäten reserviert.

Thanathorn sagte weiter, die Tatsache, dass die Kundgebung am Wochenende auf dem Platz Sanam Luang stattfand, habe eine symbolische Bedeutung, denn er sei jetzt ein öffentlicher Ort. Er rief die Menschen dazu auf, gemeinsam für die Demokratie zu kämpfen, doch der Kampf könne lange andauern.

Der Politiker, dem im vergangenen Jahr der Abgeordnetenstatus aberkannt wurde, machte den Militärputsch vom 19. September 2006 als eine der Hauptursachen für die Probleme, denen das Land heute gegenübersteht, verantwortlich. Die vergangenen 14 Jahre seien ein Misserfolg für Thailand gewesen. Der Kritiker des Militärs beschrieb die aktuelle Verfassung, die unter dem Einfluss des Militärs entworfen wurde, als eine Kette, die zerstört werden müsse, wenn das Land vorankommen wolle.

Politologen sehen die Auflösung der Partei Future Forward als ein wesentlicher Auslöser für die anhaltenden Studentenproteste. Thanathorn hat die Studentenproteste der letzten Wochen gegen die Regierung offen unterstützt.

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