TAT setzt auf Gesundheitstourismus

Foto: epa/Diego Azubel
Foto: epa/Diego Azubel

BANGKOK: Die staatliche Tourismusbehörde (TAT) setzt sich ein neues Ziel: Thailand soll bis 2024 ein globales Reiseziel für Medizin und Wellness werden.

Da die Corona-Pandemie das Bewusstsein für die Gesundheitsfürsorge schärfe und die Nachfrage nach präventiver und regenerativer Medizin beschleunige, sehe die TAT eine Chance, insbesondere angesichts des soliden Rufs des Landes für medizinische Dienstleistungen, sagte TAT-Gouverneur Yuthasak Supasorn.

Schon vor dem Ausbruch des Coronavirus hatte das Land mit 3,2 Millionen internationalen Reisenden und einem Gesamteinkommen von 45 Milliarden Baht im Jahr 2018 einen soliden Marktanteil im Bereich Medizin und Wellness. Um das neue Ziel in fünf Jahren zu erreichen, wird die TAT den Zielmarkt auf rund eine Million im Ausland lebende Thais ausweiten. Diese hatten während der Coronakrise Schwierigkeiten beim Zugang zu medizinischen Dienstleistungen in anderen Ländern.

Die TAT wird mehr Hotels in Thailand dazu ermutigen, Gesundheitsdienste zu entwickeln, indem sie mit akkreditierten Krankenhäusern zusammenarbeiten, um medizinische oder gesundheitlichen Behandlungen anzubieten, die nicht in Krankenhäusern stattfinden müssen, wie z.B. allgemeine Kontrolluntersuchungen, Ozontherapie, Immunitätsverstärker oder Chelat-Therapie. Hotels können ein weiterer Kommunikations- und Vertriebskanal sein, um die Gesundheitsdienste in Thailand bekannt zu machen.

Vorasit Pongkumpunt, Gruppen-Vizepräsident der Nora Resorts and Hotels Group, glaubt, dass die Nachfrage nach Gesundheit und Wohlbefinden nach der Pandemie unter Touristen steigen werde. Dies sei ein Schlüsselsegment für die Förderung des Tourismus auf der Koh Samui. Etwa 10 Prozent der 600 Hotels auf der Insel konzentrierten sich auf Gesundheit und Wellness, aber weitere Akteure würden in diesen Markt einsteigen, um eine neue Einnahmequelle zu erschließen.

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Alois Amrein 02/07/2020 09:25
Echt lächerlich
Thailand erstickt am eigenen Abfall, überall Kehricht, Flüsse vergiftet und voll Müll. Strände von Abfall übersät, den das Meer an den Strand spült. Bangkok und Chiang Mai haben zeitweise Luftwerte, die mehr als katastrophal und schwer gesundheitsschädigend sind. Und da kommt TAT und will aus Thailand ein Gesundheitsdestination machen. Lächerlich ist da nur der Vorname.
Homer Pattaya 30/06/2020 22:22
Kühne Visionen, zu kühn vielleicht?
Ohne Zweifel gibt es ein solides Angebot an Wellness, Kosmetische Behandlungen und gesundheitliche Produkte, aber ob genügend finanzielle Mittel für diese Ziele zustande kommen bleibt skeptisch.
Harry Fischer 30/06/2020 21:09
Tat setzt auf Gesundheits Tourismus
... Gott o Gott, wie viel Wunschträume werden uns hier noch präsentiert. Erstens fehlt es an dem dringend für solche Angebote benötigten Knowhow, und zwar in jeder Richtung. Zweitens hat es Herr englich schon angesprochen: welcher sogenannte " Gesundheits Tourist " aus welchem Land dieser Erde er auch kommen möge, wird sich hier wissentlich über den Tisch ziehen lassen? Die Verantwortlichen sollten es erstmal unterbinden, das jedem Farang bei einem Krankenhaus Besuch grundsätzlich für die gleiche Behandlung 100% mehr in Rechnung gestellt wird. Mit welcher Begründung, wenn nicht aus abzock Gründen? Und drittens hat es Herr Kerp geschrieben, alle hier nur ansatzweise angesprochenen " Behandlungen " kann fast jeder Farang zu Hause auf Krankenkassen Kosten, also sozusagen für Umme, durchführen lassen. Also wieder mal eine Top Idee, die allerdings nur seine Erfinder begeistern wird, wenn überhaupt!
Benno Schönholzer 30/06/2020 16:51
Es, ist Tatsache: Die TAT liegt sehr oft daneben!!
Wie sollen wieder mehr Touristen ins Land kommen, wenn ... Froehlichkeit ... nicht mehr erlaubt ist???
Hans-Gerd Englich 30/06/2020 14:22
Gesundheitstourismus
Das wird schon alleine an der Tatsache scheitern, dass die Privaten Krankenhaeuser liebend gern ihre Kunden mit Vollkommen ueberzogenen Rechnungen ueber den Tisch ziehen.