Stromversorger kaufen 50 Megawatt Solarenergie auf

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Privathauses. Foto: The Nation
Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Privathauses. Foto: The Nation

BANGKOK: In einem Pilotprojekt lässt das Energieministerium von den Stromversorgern im Jahr 50 Megawatt von der Öffentlichkeit erzeugte Solarenergie aufkaufen. Die erste Phase soll laut Minister Sonthirat Sonthijirawong in 60 Tagen abgeschlossen sein.

Das Ministerium wird mit der Electricity Generating Authority of Thailand (Egat), der Provincial Electricity Authority (PEA) und dem Thai Energy Reform Network zusammenarbeiten, um ein Modellprojekt zu entwerfen. Ziel ist es, von der Öffentlichkeit erzeugte Solarenergie mit 50 Megawatt pro Jahr für die nächsten fünf Jahre zu kaufen, um das Einkommen der Gemeinden zu erhöhen und die Nutzung sauberer Energien zu fördern.

Sonthirat sagte weiter, dass in den nächsten zwei Monaten eine Task Force des Ministeriums mit den Projektpartnern zusammenarbeiten wird, um die Parameter des Projekts zu entwerfen, weiter um Standorte, das Budget, Subventionen, Anreize und andere Maßnahmen zu bestimmen, um die Menschen zu motivieren, Solarenergie für den eigenen Gebrauch zu produzieren und die zusätzliche Energie an die PEA oder Egat zu verkaufen. Eine der Hauptstrategien ist die Erhöhung des Kaufpreises von derzeit 1,68 Baht pro Einheit.

Rosana Tositrakul vom der Thai Energy Reform Network wies darauf hin, das öffentliche Solarenergieprojekt werde nicht nur die Produktion und Nutzung sauberer Energie fördern, sondern auch Arbeitsplätze für neue Berufsabsolventen schaffen, die Arbeit bei der Installation von Solarpaneelen auf Dächern finden können. „Viele Hochschulabsolventen haben es aufgrund der Auswirkungen von Covid-19 schwer, einen Arbeitsplatz zu finden, und dieses Projekt könnte ihnen helfen, Erfahrungen für eine zukünftige Karriere zu sammeln", fügte sie hinzu.

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Hansruedi Bütler 06.07.20 09:52
@Peter Dee
Besten Dank für Ihren geschätzten Beitrag.
Da ich in der Vergangenheit sehr viel über PV und CSP-Technologie geschrieben habe, fand ich es als unnötig dies entsprechend zu trennen.
Also keine Verwechslung zwischen PV und CSP.
Dies nicht zu trennen war MEIN Fehler!!!
Aber ich habe wieder einmal die „große Vergesslichkeit“ nicht berücksichtigt.
Oder hatten Sie meine Beiträge der Vergangenheit, eventuell gar nie gelesen.
Andere schon... aber eben... !
Ich kenne den CEO der Firma, welche das CSP-Krafrwerk in der Provinz Kanchanaburi gebaut haben.
Bin mit ihm auch in Mail-Kontakt.
Warum werde ich „angeschneckelt“, obwohl ich doch nur auf technische und thailandbezogene Informationen betreff. PV hinwies?
Da wären wir dann wieder beim erwähnten „hohen“ Niveau!
Die effizienten CPS-Kraftwerke sind in TH, wohl aus politischen Gründen, nicht erwünscht.
„The Big Five“ of Thailand, haben anscheinend andere Pläne.
Umwelt spielt bei "denen" eine absolute Nebensache.
Siam Fan 05.07.20 11:52
Wirtschaftlichste Sonnenenergie = Verdunstung
Die Energie, die im Regen gespeichert ist, ist unerschoepflich!
Die Daemme in TH, mit denen Strom erzeugt wird, liegen im Durchschnitt etwa 250m ueber Meereshoehe. Die Fallhoehe betraegt im Schnitt 40-50m.
Die Chinesen haben es mit den Kaskadendaemmen vorgemacht. Rein rechnerisch koennte man mit dem einmal "oben" gestauten Wasser, an kleinen Kaskaden noch 5mal soviel Strom erzeugen.
In 2011 waren das fast 8 TWh mit Kaskaden dann 40TWh. 2012 wurden insgesamt 162TWh erzeugt. DAS waeren dann fast 25%, ohne eigentlich neue Daemme. Die Neuen sollten zusaetzlich noch bis zu 40TWh bringen.
Hat man ein PV-Kraftwerk mit einer Kapazitaet von 1 MW wird das im Mittel pro Tag etwa 4,8 MWh Leistung liefern(Nacht, Bewoelkung, ...). Ein Wasserkraftwerk mit 1 MW aber bis zu 24 MWh!
PV-Kraftwerke kann man wirtschaftlich auf der Stauseeflaeche errichten, es entstehen keine zusaetzlichen Leitungskosten. Hat es viel Sonne, faehrt die Wasserkraft runter, wird es dunkel faehrt die Wasserkraft, angepasst an den tageszeitlichen Bedarf hoch.
Mittelfristig kann man dann die Leistung der Turbinen um etwa 20% erhoehen.
Wasserkraftgegner bringen oft das Argument der Umsiedlung. Habe ich hier genau anders beobachtet! Die Erschliessungsstrasse zum Damm und UM den See wird mit Stromleitung gebaut und schon (erst dann!) kommen die Siedler. Das sind dann meist Reiche, die eine Wanderarbeiterfamilie dort reinsetzen.
Die paar Baeume kann man tausendfach an anderer Stelle nachpflanzen!
Siam Fan 04.07.20 19:42
@P. Dee, danke für ihre Kommentare!
Trotzdem Werbung bleibt Werbung!
@alle, ich habe mal mein Fachabi in Elektrotechnik gemacht und auch Elektrotechnik studiert. Damals gab es aber noch kein PV.
Ein großer Unterschied zwischen TH und D, ist der Ort des Zählers. In D ist er im Keller und der Spannungsabfall ab da unterliegt Grenzen. In TH sitzt der Zähler an der Straße und oft auch noch seitlich versetzt. Da kommen schnell 15, 20 und mehr m zusammen.
Und das "lebenslang"!
Nicht umsonst unterscheidet man in TH zwischen "fai dap" und "fai dok".
Wie hier schon gesagt (Peter Dee) vertragen viele Geräte keinen großen Spannungsabfall.
Auch ein als Erdkabel ungeeignetes Kabel, kann erhebliche Auswirkungen haben.
Zwei 10er Alu-kabel für den Hausanschluss, sind natürlich voll billig gegenüber zwei 15er Kupferkabel. Rentiert sich aber erheblich schneller, als eine PV-Anlage!
Die dünnen Alukabel muß man nicht wegwerfen, man kauft noch zwei in der gleichen Stärke und hängt jeweils 2 auf eine Phase (! Mit Stromversorger absprechen).
TH wäre gut beraten, wenn sie den Spannungsabfall begrenzen würden.
In der Küche (siehe auch letzten Kommentar), besteht auch sehr schnell Brandgefahr.
Reiskocher, Toaster, "Sandwitch-er", Wave, Heißwasser-kocher, ... ALLES auf einer Mehrfachsteckdose mit 0,75er Kabel und das 3-10m.
Ich habe jetzt ein 80cm 1,5er Kabel eingewechselt und die 5 Geräte auf drei stationäre Steckdosen verteilt. Es gibt viel zu sparen, mehr als mit PV erzeugt werden kann!
Siam Fan 04.07.20 17:58
Sonnen-Energie nutzen klar!!!
Aber warum erst höchst verlustreich in Solarstrom umwandeln?
In jedem Dorf ein Flachbetttrockner, der aus einem Regendach mit billigen Schwarzpanelen besteht, fast mit Null Stromverbrauch, wird mit der Hitze der Flachbetttrockner (Reis, Kaffee, ...) betrieben.
Statt noch mehr Strassenlaternen, die Strom verbrauchen und gewartet werden müssen, sollte der Dorfchef lieber sowas hinstellen! Dadurch bekommen die Bauern einen deutlich höheren Ertrag (>10%) für ihre Produkte.
Solche billigen Schwarzpanelen auf dem Dach oder an der Südwand, nimmt Hitze weg und man kann Kühlschränke und AC damit betreiben, auch wieder fast ohne Stromverbrauch.
Gemäß einem Bericht hier im "Der Farang", werden von einer deutschen Firma jetzt (oder bald) in TH solche Geräte hergestellt.
Als ich in den Bergen gewohnt habe, wo wir öfter (meist nur kurz) Stromausfall hatten, hatte ich ein steckerfertiges Gerät (~5000TB; 30x30x30) die mir eine 12V-Batterie gepuffert hat. Am 220V-Ausgang hing der PC und die Notbeleuchtung aus LEDs. Am Schreibtisch hatte ich einen 12V Ventilator mit Schalter.
Kühlschränke überbrücken, vor allem bei richtiger Befüllung, einen mehrstündige Ausfall.
Wer Strom sparen will, sollte am Hausanschluß anfangen! Überall, wo Hitze erzeugt wird, wird unnötig Strom verbraucht.
Die Küche, meist 10-15m vom Hausanschluß (0,75-1,0)entfernt und dann eine Mehrfachsteckdose (0,75) mit 5m Kabel und dann die 2-4 größten Stromverbraucher daran.
Harry Fischer 04.07.20 15:52
Stromversorger kaufen Solarenergie auf
@Siam Fan. / Hallo Siam Fan, ich glaube ihre Kommentare eignen sich besser um als Punktrichter da zu stehen! Viel Spaß dabei, ach ja, und ob sie nun entscheiden können, wer hier welchen Farang Leser zu einem Fehlkauf verleiten will oder kann, halte ich für ein Gerücht. Wie sie schon selbst gesagt haben, heisse Luft. Mfg.