Streik in der Schweiz für mehr Klimaschutz - Trauer um «Mutter Natur»

Foto: epa/Peter Schneider
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LAUSANNE (dpa) - In Lausanne am Genfer See und anderen Schweizer Städten haben Zehntausende Schüler, Studenten und viele Erwachsene an den weltweiten Demonstrationen für mehr Klimaschutz teilgenommen. Auch bei Wind und Regen in den meisten Landesteilen war die Beteiligung in 25 Städten, die Aktionen angekündigt hatten, groß. Viele Schulen hatten ihren Schülern freigegeben, wie Teilnehmer berichteten. Lehrerinnen hätten das Thema Klimaschutz im Unterricht besonders zum Thema gemacht.

Allein in Lausanne schätzte die Polizei die Teilnehmerzahl auf rund 10.000. In Bern waren mehrere tausend Menschen unterwegs. «Kurzstreckenflüge nur für Insekten», stand auf einem Plakat. Vor der Universität ETA in Zürich trauerten Teilnehmer symbolisch an einem selbstgebauten Grab von «Mutter Natur». Sie hatten dafür ein Holzkreuz aufgestellt und mit Blumen geschmückt.

In Basel übernachteten einige Dutzend Teilnehmer die Nacht auf Freitag auf einem Platz im Freien. Sie wollten damit unterstreichen, dass sie nicht nur ein paar Stunden an Demos teilnehmen. «Das Ziel Null-Emission bis 2030 bleibt», sagte Ismael (18) dem Schweizer Fernsehen. Als erste Schweizer Stadt hatte Basel auf Betreiben der jungen Klimaaktivisten in einer symbolischen Geste im Februar den Klimanotstand ausgerufen.

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