Sicherheitsmängel bei Portal für digitale Impfnachweise

Foto: Freepik
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BERN: Wegen schwerer Sicherheitsmängel ist eine Schweizer Online-Plattform zur Verwaltung von Impfdaten vom Netz genommen worden. Gegen die Stiftung, die die Plattform betreibt, wurde ein Verfahren wegen Datenschutzverletzungen eröffnet, wie der Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte Adrian Lobsiger am Dienstag mitteilte. Die Mängel hatten das Online-Magazin Republik und das «Handelsblatt» publik gemacht.

Das Portal sollte unter anderem als digitaler Corona-Impfnachweis genutzt werden. Die Plattform wurde von ärztlichem Personal sowie Bürgerinnen und Bürgern genutzt und staatlich unterstützt. Darauf sollen Daten von mehr als 400.000 Geimpften, darunter mehr als 200.000 Corona-Geimpften, registriert gewesen sein. Am Vormittag hieß es auf der Webseite, die Dienste stünden «wegen dringender Wartungsarbeiten» nicht zur Verfügung.

Das Online-Magazin Republik und das «Handelsblatt» hatten berichtet, Hacker hätten auf alle jemals ausgestellten Impfnachweise zugreifen können, Sie hätten solche Dokumente selbst ausstellen können, auch für Menschen, die gar keine Impfung erhalten haben. Das Magazin Republik hatte schon im Januar berichtet, die Plattform habe gefährliche Schwachstellen. Eine Sprecherin der Stiftung habe auf Nachfrage angegeben, die beschriebenen Mängel seien bislang nicht bekannt gewesen, berichteten die Medien.

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Hansruedi Bütler 24/03/2021 22:00
Richtig abgestimmt
Wer erkennt den ersten Schritt zur totalen Überwachung?
Schaut nach China!
DE wird dem chinesischen Model folgeleisten.
Wie aus diversen Kommentaren ersichtlich wird, freuen sich VIELE auf diesen Schritt der totalen Überwachung und können es kaum erwarten.
"The Great Reset" lässt grüßen.
Bitte NICHT vergessen: Die Unterdrückung ist die Königin der Kontrolle.
Rene Amiguet 24/03/2021 15:17
Zum guten Glück
Gott sei Dank ist die Einführung der digitalen ID's, welche von privaten Firmen hätten verwaltet werden sollen, vom Schweizer Stimmvolk mit überwältigender Mehrheit abgelehnt worden! Der Beweis für die Richtigkeit dieses Resultates liegt also bereits auf dem Tisch, obwohl dies eine grosse Erleichterung gewesen wäre für alle Auslandschweizer.