Schweres Erdbeben in den nächsten zehn Jahren erwartet

Foto: Thethaiger
Foto: Thethaiger

CHIANG MAI: In den beiden nördlichen Provinzen Chiang Mai und Chiang Rai erwartet das Department of Mineral Resources innerhalb der kommenden zehn Jahren ein schweres Erdbeben der Stärke 5 auf der Richterskala.

Die Prognose basiert auf einer Analyse der Bewegungen in den Mae-Tha-Verwerfungslinien, einschließlich des Bebens der Stärke 5,1 am 13. Dezember 2006. Das Epizentrum befand sich im Bezirk Mae Rim von Chiang Mai. Das Beben richtete erhebliche Schäden an. Geologische Untersuchungen von Erdschichten in Ban Pong Samakkhi im Bezirk Doi Saket von Chiang Mai zeigen, dass das Gebiet vor etwa 2.000 Jahren von einem Beben der Stärke 5,9 erschüttert wurde.

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Hansruedi Bütler 21/10/2019 15:57
Ist NUR die Magnitude maßgebend?
"Die Ausbreitungsgeschwindigkeiten seismischer Wellen hängen vom jeweiligen Wellentyp ab sowie von Dichte und Elastizität des Materials, das die Wellen durchlaufen. Sie breiten sich daher in Anteilen der Erdkruste, dem Erdmantel und dem Erdkern mit unterschiedlicher Geschwindigkeit aus, von 2 km/s bis über 8 km/s." Ein weiterer, wenn nicht sogar der wichtigste Faktor ist, in welcher Tiefe (Hypozentrum) wurde die seismische Welle ausgelöst? So können sehr starke Zerstörungen bei einem Beben der Stärke 5,2 (RS), welches in einer Tiefe von nur zwei km ausgelöst wurde, hingegen zeigt ein Beben von 7 in 50 bis 150 km Tiefe kaum Schäden an der Oberfläche. Betreffend der Schadensgrundlage sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Viele der eher starken Erdbeben mit erheblichem Schadensbild der letzten 60 Jahre, entstanden in einer Tiefe zwischen 10 und 30 km. Hervorzuheben das Erdbeben von Valdivia (22.5.1960) mit einer Stärke von Mw 9,6 (Momenten-Magnituden-Skala) in 33 km Tiefe.