Schlaglichter zum Silverstone Circuit

Formel-1-Grand-Prix von Großbritannien auf der Rennstrecke von Silverstone. Foto: epa/Bryn Lennon
Formel-1-Grand-Prix von Großbritannien auf der Rennstrecke von Silverstone. Foto: epa/Bryn Lennon

SILVERSTONE:

Die Strecke: Schnelle Kurven, hoher Vollgasanteil - Silverstone ist eine Powerstrecke. Und diese erfordert auch eine ordentliche Portion Mut. Passagen wie «Copse», «Maggotts» oder «Becketts» faszinieren die Piloten. Der hohe Abtrieb verlangt den Reifen jedoch eine Menge ab, das war auch am vergangenen Wochenende mit zahlreichen Reifenschäden zu begutachten. Wetterkapriolen gehören auf dem 5,891 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs dazu.

Die Lage: Silverstone ist das «Home of British Motor Racing», also quasi das Motorsportherz des Landes. Für sechs von zehn Rennställen ist der Grand Prix ein Heimspiel: Sie haben ihren offiziellen Teamsitz auf der Insel, zum Teil sogar in unmittelbarer Umgebung des Silverstone Circuit. In Nicht-Corona-Zeiten säumen viele Mitarbeiter der Rennställe und ihre Angehörigen die Strecke.

Die Statistik: Lewis Hamilton ist der Topfavorit. Wieder einmal. Von den vergangenen sieben Grand Prix auf heimischem Grund gewann er sechs - nur Sebastian Vettel unterbrach 2018 die imponierende Serie des sechsmaligen Weltmeisters.

Das unvergessene Rennen: Auf dem ehemaligen Flugplatz im Nordwesten von London fuhr die Formel 1 ihren allerersten WM-Lauf. Am 13. Mai 1950 hieß der Sieger Guiseppe Farina im Alfa Romeo. Seither wurde die Strecke immer wieder verändert. Nun macht die Formel 1 schon zum 55. Mal Station. Der erste deutsche Sieger beim britischen Grand Prix hieß Wolfgang Graf Berghe von Trips. 1961 wurde das Rennen aber in Aintree ausgetragen. In Silverstone gelangen Michael Schumacher drei Siege (1998, 2002, 2004). Sebastian Vettel (2) und Nico Rosberg (1) waren außerdem erfolgreich.

So lief es in der Vorwoche: Ein Drama herrschte erst am Ende. Auf der letzten Runde platzte Lewis Hamilton an seinem Mercedes der linke Vorderreifen. Dennoch schleppte sich der Brite zu seinem siebten Erfolg in Silverstone. Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas und Carlos Sainz im McLaren fielen mit Plattfüßen ebenfalls vorne links aus aussichtsreichen Positionen noch aus den Punkten. Und Sebastian Vettel? Holte im lahmenden Ferrari als Zehnter nur einen Zähler.

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