«Romantisch-Eklektisch»

Schau von Gerwald Rockenschaub in London

Foto: Ropac.net
Foto: Ropac.net

LONDON (dpa) - Geometrische Rauminstallationen und Plexiglas-Werke des österreichischen Künstlers Gerwald Rockenschaub sind erstmals in einer Soloschau in London zu sehen. Der in Berlin lebende Vertreter der Kunstrichtung der Neuen Geometrie (Neo-Geo) der 1980er Jahre stellt seine Werke unter dem Titel «Romantic/Eclectic» (Romantisch/Eklektisch) in der Galerie Thaddaeus Ropac in Mayfair aus. Sie sind dort von diesem Mittwoch (3. April) bis zum 11. Mai zu sehen.

Dazu zählen wie Spielplatz-Klettergerüste anmutende Skulpturen und schwarze Plexiglas-Quadrate, die auf den ersten Blick wie Lichtschalter an den Wänden wirken und das Karo-Muster des schwarz-weißen Marmorfußbodens der Galerie widerspiegeln. Zu sehen sind Plexiglas-Arbeiten, die je nach Lichteinfall die Reflexion ihrer Umgebung und die Wahrnehmung verändern. Es bleibt dem Betrachter überlassen, seine eigene Botschaft in den Werken zu finden.

«Ich frage, «was sehen wir, und wie entschlüsseln wir den Code»», sagte Rockenschaub der Deutschen Presse-Agentur in London. Ihm gehe es darum, durch «organisierte Unordnung» den Ordnungssinn herauszufordern.

Rockenschaub gilt als Pionier der Anwendung der Computergrafik in der Kunst und arbeitete lange als DJ. Obwohl seine Werke und sein Leben viel mit Musik zu tun haben, sagt er: «Bei der Arbeit höre ich nie Musik. Ich brauche die völlige Stille. Die Musik kommt erst, wenn ich weiß, jetzt stimmt es.»

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