Weltweit Zunahme verfolgter Christen

Ein Kleinkind hät ein Jesus-Bild in einem Flüchtlingscamp für Christen in Kenia seinen Händen. Foto: epa/Halden Krog
Ein Kleinkind hät ein Jesus-Bild in einem Flüchtlingscamp für Christen in Kenia seinen Händen. Foto: epa/Halden Krog

FRANKFURT/KELKHEIM (dpa) - Das christliche Hilfswerk «Open Doors» hat in seinem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht über eine Zunahme von Christenverfolgung auf der Welt geklagt.

Besonders gravierend sei die Situation in Nordkorea, Afghanistan, Somalia und Libyen, hieß es. Nach dem Weltverfolgungsindex 2019 von «Open Doors» leben mehr als 700 Millionen Christen in Ländern mit starker und zunehmender Christenverfolgung.

Für den Berichtszeitraum von November 2017 bis Ende Oktober 2018 listet «Open Doors» mehr als 4.100 Morde an Christen auf. Auch Ausgrenzung und Schikanen durch den jeweiligen Staat nehmen dem Bericht zufolge zu. Für den «Weltverfolgungsindex» wurde die Situation von Christen in 150 Ländern untersucht.

Der deutsche CDU-Politiker Volker Kauder nannte den Bericht in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme Anlass zur Sorge. «Besonders beunruhigend ist die wachsende Unterdrückung gläubiger Christen in China und Indien», sagte er. «Die Einhaltung der Glaubens- und Gewissensfreiheit ist für den Frieden in der Welt zwingende Voraussetzung. In Außen- und Entwicklungspolitik werden wir daher weiter auf die Wahrung der Religionsfreiheit drängen.»

Ende 2017 hatten die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland zum zweiten Mal einen gemeinsamen Bericht zur Religionsfreiheit veröffentlicht und darin erhebliche Einschränkungen der Religionsfreiheit in 48 von 198 Staaten beklagt. In diesem Bericht gab es keine Schätzung der Zahl der weltweit unterdrückten Christen.

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