Opferzahl nach Angriff auf Militärpatrouille im Niger steigt auf 28

Symbolbild: epa/Najeeb Almahboobi
Symbolbild: epa/Najeeb Almahboobi

NIAMEY (dpa) - Nach einem Angriff radikaler Islamisten auf eine Militärpatrouille im westafrikanischen Niger ist die Zahl der getöteten Soldaten auf mindestens 28 gestiegen. Elf am Vortag noch als vermisst geltende Soldaten seien ebenfalls getötet worden, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Donnerstag. Am Mittwoch hatte das Ministerium noch von 17 Toten gesprochen.

Der Westafrika-Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich zu dem Angriff unweit der malischen Grenze und sprach von 40 getöteten Soldaten, wie eine auf die Beobachtung von Extremisten spezialisierte Gruppe, die Site Intelligence Group, berichtete.

Zahlreiche Angreifer, die teils auf Motorrädern unterwegs waren, hatten am Dienstag in der Region Tillabéri in Nähe des Ortes Tongo Tongo das Feuer auf die Soldaten eröffnet. Dort war Ende 2017 auch eine von US-Soldaten begleitete Patrouille attackiert worden. Dabei starben vier amerikanische Soldaten.

Vor allem im westlichen Teil des Nigers unweit der Grenzen zu Mali und Burkina Faso sind islamistische Terrorgruppen aktiv, die in den Weiten der Sahelzone vom Militär nur schwer zu bekämpfen sind. Einige von ihnen haben Al-Kaida die Treue geschworen, andere der Terrormiliz Islamischer Staat. Der Niger mit gut 21 Millionen Einwohnern ist einem UN-Index zufolge der ärmste Staat der Welt.

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