Österreich zollt Griechen und Mazedoniern Respekt

Foto: epa/Hayoung Jeon
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DAVOS (dpa) - Nach dem Kompromiss im Namensstreit zwischen Athen und Skopje hat Österreichs Außenministerin Karin Kneissl eine EU-Zukunft für Mazedonien angemahnt. «Da sind wir in der Pflicht», sagte Kneissl am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Davos. Die EU-Perspektive sei «mehr als notwendig». «Wir können nicht sagen, die und die Reformen sind erforderlich, und dann nicht den zweiten Schritt tun.»

Die Regierungschefs von Griechenland und Mazedonien, Alexis Tsipras und Zoran Zaev, hatten im vorigen Jahr ein Abkommens zur Beilegung des Streits um den Namen «Mazedonien» ausgehandelt. An diesem Freitag will das griechische Parlament darüber abstimmen.

Kneissl sagte, die ausgehandelte Lösung der Namensfrage habe unendlich viel Courage gefordert. Sie zolle den mazedonischen und griechischen Politikern Respekt. «Die standen und stehen unter einem irrsinnigem Druck. (...) Die haben einfach Konsequenz und Haltung gezeigt.» Österreich ist eines der EU-Länder, das sich für eine stärkere Anbindung der Balkanstaaten an die Gemeinschaft einsetzt.

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