Keine Entwarnung bei Ebola-Ausbruch

Nach dem tödlichen Ebola-Ausbruch führen die Gesundheitsbehörden und das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) eine Kampagne zur Sensibilisierung der Menschen für die Verbesserung der Hygiene durch. Foto epa/AHMED JALLANZO
Nach dem tödlichen Ebola-Ausbruch führen die Gesundheitsbehörden und das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) eine Kampagne zur Sensibilisierung der Menschen für die Verbesserung der Hygiene durch. Foto epa/AHMED JALLANZO

GOMA/GENF (dpa) - Im Kongo wütet eine der gefährlichsten Krankheiten in einer der instabilsten Regionen Afrikas. Doch endlich scheinen Helfer Ebola langsam unter Kontrolle zu bekommen. Die WHO hebt den Notstand dennoch nicht auf.

Bei der Ebola-Epidemie im Kongo gibt es Helfern zufolge endlich einen Lichtblick - aber noch keine Entwarnung. Die Zahl der neuen Fälle sei in den vergangen Monaten stark gesunken, sagte Ghassan Abou Chaar von Ärzte ohne Grenzen (MSF) der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Helfer vor Ort hätten mehr Kontrolle über den Ausbruch. «Aber es gibt nach wie vor besorgniserregende Zeichen eines möglichen Comebacks.»

Auch der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, sagte, «der derzeitige Trend ist ermutigend». Trotzdem entschied sich die WHO am Mittwochabend dagegen, die seit Juli bestehende «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» aufzuheben. Das Risiko, dass sich die Krankheit ausbreite, sei vor Ort weiterhin hoch, sagte Tedros. Global gesehen sei das Risiko aber gering.

Die meisten Ebola-Fälle in den vergangenen Monaten seien schnell identifiziert und behandelt worden, sagte Abou Chaar. Die meisten Patienten hätten überlebt. Allerdings gab es demnach jüngst wieder zwei Erkrankte, die Zuhause starben. Wenn Ebola-Patienten in ihren Gemeinden erkranken und sterben, ist die Gefahr weiterer Infektionen meist sehr hoch. Es ist Abou Chaar zufolge daher möglich, dass sich der Ausbruch wieder verschlimmert. «Hoffentlich ist das nicht der Fall.»

Seit anderthalb Jahren wütet die Seuche im Osten Kongos. Bislang sind den Behörden zufolge 3431 Menschen an Ebola erkrankt und 2253 Menschen gestorben. Diese Epidemie ist besonders schwer in den Griff zu bekommen, weil die Region sehr instabil ist. Dort kämpfen etliche Milizen, die immer wieder Zivilisten angreifen und den Einsatz des medizinischen Personals mehrfach unterbrachen. Die Sicherheitslage sei nach wie vor prekär, sagte Tedros. Die Zahl neuer Infektionen trotzdem eingedämmt zu haben, sei ein großer Erfolg.

Unabhängig davon müsse die internationale Gemeinschaft sich weiter dafür einsetzen, dass das Gesundheitswesen im Kongo gestärkt wird, sagte der WHO-Chef. «Jetzt den Fuß vom Gaspedal zu nehmen, könnte ein fataler Fehler sein.» Er wollte noch diese Woche nach Kinshasa fliegen, um mit der Regierung zu erörtern, wie das Gesundheitswesen gestärkt werden könne.

Der bisher folgenschwerste bekannte Ausbruch des Ebola-Fiebers in der Geschichte war 2014/2015 in Westafrika. Damals erkrankten mehr als 28 000 Menschen, über 11 000 starben. Vor allem Guinea, Liberia und Sierra Leone waren betroffen.

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Hansruedi Bütler 13/02/2020 15:07
Ebola aus natürlichen Quellen und
2019-nCoV aus dem Labor. Hoffentlich treffen die Zwei nicht aufeinander! Afrika meldet Null 2019-nCoV Infektionen, obwohl ein reger Handel mit CHN vorhanden war?! Indien NUR drei 2019-nCoV Fälle??? Da ist was faul! Entweder fehlen die entsprechenden Equipments zur Lokalisierung der Infektion - oder das Tuch des Schweigens deckt alles zu?!
Gerhard Pflugfelder 13/02/2020 15:05
Nur gut, dass auch mal darüber...
... berichtet wird. Diese Epidemie ist wesentlich gefährlicher und tödlicher als der "China-Virus Corona". Von den vielen totkranken und an Ebola gestorbenen Menschen wird sehr wenig berichtet, aber diese sind ja auch meist "nur" schwarz im gegensatz zu den gelblichen Chinesen die ja auch als "weiße" durchgehen könnten. Sorry... aber irgendwie empfinde ich die Europäische Presse und unsere Damen und Herren Politiker als "Mistviecher". Naja mit Ebola in Afrika und mehren tausend Toten kann man halt doch nicht so gut von den wirklichen Problemen im Lande ablenken - es Interessiert eben keinen!