Niederländische Zentralbank untersucht eigene Rolle in Sklaverei

Foto: Pixabay
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AMSTERDAM: Die niederländische Zentralbank (DNB) wird ihre Rolle in der Sklaverei untersuchen lassen. Das teilte die Bank am Freitag in Amsterdam mit. Historiker sollten untersuchen, welche Rolle die im 18. Jahrhundert gegründete Bank sowie ihre damaligen Direktoren und Präsidenten gespielt haben. Anschließend werde die Bank über «mögliche weitere Schritte» entscheiden.

Die Bank folgt damit einer ähnlichen Untersuchung der Bank of England. Die hatte sich im vergangenen Monat für ihre Rolle in der Sklaverei entschuldigt. «Wir sind uns der heutigen Diskussion über die niederländische Sklavereigeschichte bewusst», schreibt die DNB in einer Erklärung.

Angeregt durch die Anti-Rassismus-Proteste in den USA nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd ist auch in den Niederlanden die Debatte über die Sklaverei- und Kolonialgeschichte wieder aufgeflammt. Die Niederlande hatten erst 1863 als eines der letzten Länder die Sklaverei in ihren Kolonien verboten.

Die Zeitschrift Vrij Nederland hatte in ihrer jüngsten Ausgabe über die Beziehung von niederländischen Banken zum Sklavenhandel berichtet. Danach hatte das Familienunternehmen von einem der ersten Präsidenten der Bank Kredite an Plantagen-Eigentümer vergeben und dadurch finanziell profitiert.

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