Neues aus der Raumfahrt am Sonntag

Foto: Pixabay
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«Chang'e 5»: Landung chinesischer Mondsonde rückt näher

PEKING: Die Landung einer chinesischen Sonde zum Sammeln von Gesteinsproben auf dem Mond rückt näher. Das Lande- und Wiederaufstiegsmodul trennte sich am Montagmorgen von dem nach der chinesischen Mondgöttin «Chang'e 5» benannten Raumschiff im Orbit des Mondes, wie der chinesische Staatssender CGTN berichtete. Als nächster Schritt stehe die weiche Landung auf dem Mond an.

Ein mögliches Datum oder eine Uhrzeit, wann die Landung genau erfolgen soll, wurden nicht genannt. Einige US-Experten waren zuvor von einer Landung am früher Montagmorgen ausgegangen. Nach anderen Schätzungen sollte die Landung erst am Dienstag oder Mittwoch erfolgen.

Ziel der chinesischen Mission ist es, weltweit erstmals seit 44 Jahren wieder Gesteinsproben zur Erde zurückzubringen. Zuvor war dies nur den USA und der Sowjetunion gelungen. «Chang'e 5» war am 23. November vom Raumfahrtbahnhof in Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan gestartet. Nach dem Einsammeln der Proben steht die Rückreise zur Erde an.


Feuerkugel über Deutschland gesichtet

BERLIN: Am Samstagabend haben zahlreiche Menschen in Deutschland ein helles Objekt am Himmel gesehen. «Wir hatten innerhalb weniger Stunden etwa 90 Eingänge auf unserer Meldeadresse», bestätigte Jürgen Oberst vom Feuerkugelnetz. Das ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der TU Berlin. «Die Meldungen beziehen sich alle auf ein Event um etwa 18.40 Uhr, und die meisten Meldungen kommen aus dem Raum Köln-Frankfurt-Stuttgart.» Um welchen Himmelskörper es sich genau handele, sei noch nicht klar.

Ein Beobachter aus Siegen berichtete laut Oberst von einem am Himmel entlangziehenden hellen Strahl, der in eine grüne jadeähnliche Farbe übergegangen sei. Der größte Teil sei anscheinend zerbrochen, und es seien zwei kleinere hell leuchtende Kugeln abgegangen. Die Dauer der Sichtung habe höchstens fünf bis sieben Sekunden betragen.

«Sehr heller Feuerball von Düsseldorf-Ludenberg Richtung Mettmann. Ist dann in mehrere Teile zerfallen. Uhrzeit 18:40h», schrieb ein Himmelsbeobachter der «Rheinischen Post», wie sie am Sonntag berichtete.

Aber auch im Norden Deutschlands war die Himmelserscheinung zu beobachten. «Sichtung eines von West nach Ost fliegenden hellen Objekts mit grünem Schweif. Schweif 3-4x so groß wie das Objekt, mit Ablösung kleinerer Bestandteile», schrieb ein Mann aus Schleswig-Holstein auf einer Seite der Sternwarte Gahberg (Österreich).

Noch ist nicht genau bekannt, um was es sich handelt. Das DLR unterscheidet jedoch Sternschnuppen mit einer Leuchtdauer von weniger als einer Sekunde und Feuerkugeln. «Eine Feuerkugel hat eine Leuchtdauer von vielleicht 5 Sekunden, selten sind es mehr.» Mitunter scheine sie am Ende ihrer Bahn zu zerplatzen oder die Farbe zu ändern.

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