Neues aus der Raumfahrt am Mittwoch

Eine SpaceX Falcon 9-Rakete, Raumschiff Crew Dragon, ist in einer Falschfarben-Infrarotbelichtung zu sehen, als sie von der NASA-Station gestartet ist. Foto: epa/Bill Ingalls
Eine SpaceX Falcon 9-Rakete, Raumschiff Crew Dragon, ist in einer Falschfarben-Infrarotbelichtung zu sehen, als sie von der NASA-Station gestartet ist. Foto: epa/Bill Ingalls

Nach Mondlandung: Chinas Sonde «Chang'e 5» sammelt Gesteinsproben

PEKING: Wenige Stunden nach ihrer Landung auf dem Mond hat die chinesische Sonde «Chang'e 5» mit dem Sammeln von Gesteinsproben begonnen. Das Landegerät der nach der chinesischen Mondgöttin benannten Raumsonde habe am Mittwochmorgen nach Bohrungen Proben zusammengetragen, teilte die chinesische Weltraumbehörde CNSA mit. Das Raumschiff hatte am Dienstagabend auf der Mondoberfläche aufgesetzt. Dies gilt als weiterer wichtiger Schritt in Chinas ambitioniertem Weltraumprogramm.

Die «Chang'e 5» ist mit 8200 Kilogramm das bisher größte Raumschiff der «Chang'e»-Flotte und besteht aus vier Modulen: dem Orbiter mit der Rückkehrkapsel sowie dem Lander mit der Aufstiegsstufe. Nach dem Aufsetzen auf der Mondoberfläche soll das Landegerät mit einem langen Arm Mondgestein und Proben aus Bohrungen bis zwei Meter Tiefe zusammentragen und in einer Kammer verstauen. Diese Aktion soll zwei Tage dauern. Danach steht die Rückreise an.

Geplant ist, rund zwei Kilogramm Material auf die Erde zurückzubringen. Forscher erhoffen sich neuen Aufschluss über die vulkanische Aktivität des Mondes. Die Apollo-Missionen der USA hatten rund 380 Kilogramm Mondgestein mitgebracht. Die Sowjetunion sammelte mit unbemannten Missionen etwa 300 Gramm ein. Bei einer erfolgreichen Rückkehr zur Erde wäre China somit die dritte Nation, der ein solches Vorhaben gelänge.


Sojus-Trägerrakete mit Erdbeobachtungssatellit ins All gestartet

KOUROU: Mit zwei Tagen Verspätung ist eine Sojus-Trägerrakete mit einem Erdbeobachtungssatelliten der Vereinigten Arabischen Emirate ins All gestartet. Die Rakete hob am frühen Mittwochmorgen deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guyana ab, wie der Raketenbetreiber Arianespace mitteilte.

Zuvor hatten ungünstige Wetterbedingungen und Probleme mit Telemetriedaten den Start zweimal verhindert. Für den Raketenbetreiber Arianespace ist es die dritte Mission mit einer russischen Sojus-Trägerrakete in diesem Jahr. Die beiden vorherigen Raketen waren im Februar und März vom Weltraumbahnhof Baikonur im zentralasiatischen Kasachstan abgehoben.

An Bord der Sojus-Rakete ist der Satellit «Falcon Eye 2» ins All gebracht worden. «Falcon Eye 1» war vor anderthalb Jahren beim Absturz einer europäischen Vega-Rakete zerstört worden. Erst vor zwei Wochen war erneut eine Vega-Rakete abgestürzt.

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