Neues aus der Raumfahrt am Donnerstag

China's Probenrückgabe-Mission Moon sammelt Proben auf dem Mond. Foto: epa/China Nationale Raumverwaltung
China's Probenrückgabe-Mission Moon sammelt Proben auf dem Mond. Foto: epa/China Nationale Raumverwaltung

Zurück Richtung Erde: Chinas Sonde hebt vom Mond ab

PEKING: Nach dem Sammeln von Proben hat die chinesische Mond-Sonde «Chang'e 5» wieder von der Oberfläche des Erdtrabanten abgehoben. Der Start vom Mond erfolgte am Donnerstagabend, wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Es werde erwartet, dass das Aufstiegsmodul in einem nächsten Schritt wieder an das Raumschiff koppelt, das es dann in den nächsten Tagen aus der Umlaufbahn des Mondes zurück in Richtung Erde bringen soll.

Die Sonde hatte am Dienstagabend auf der Mondoberfläche aufgesetzt und mit dem Sammeln von Gesteinsproben begonnen.

Geplant ist, rund zwei Kilogramm Material auf die Erde zurückzubringen. Die Apollo-Missionen der USA hatten rund 380 Kilogramm Mondgestein mitgebracht. Die Sowjetunion sammelte mit unbemannten Missionen etwa 300 Gramm ein. Bei einer erfolgreichen Rückkehr zur Erde wäre China somit die dritte Nation, der ein solches Vorhaben gelänge.

Die derzeitige Mond-Mission gilt als weiterer wichtiger Schritt in Chinas ambitioniertem Weltraumprogramm. Es sollen auch Erfahrungen gesammelt werden, mit denen in Zukunft eine bemannte Landung auf dem Mond gelingen kann.


Wissenschaftler veröffentlichen neue, präzisere Karte der Milchstraße

KÖLN: Astronomen in aller Welt bekommen eine neue, detailreiche Sternenkarte für die Milchstraße. Am Donnerstag wurde ein weiterer Teil des von der Sonde «Gaia» erstellten Datenarchivs veröffentlicht, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitteilte. Der sogenannte Sternenkatalog enthalte unter anderem Informationen über lichtschwächere Sterne in der Umgebung der Sonne und Gebiete in den Außenbereichen unserer Galaxie. Das große Plus ist den Angaben zufolge aber die neue Qualität der Daten im Vergleich zu vorangegangenen Veröffentlichungen. Im gesamten Katalog sind bislang 1,8 Milliarden Himmelskörper verzeichnet - für rund 1,5 Milliarden Einträge seien die Messungen verbessert worden.

Die «Gaia»-Mission der Europäischen Weltraumorganisation Esa läuft seit dem Jahr 2013. Ziel ist es, Positionen, Bewegungen, Entfernungen und Helligkeiten von fast zwei Milliarden Himmelskörpern zu erfassen. Das entspricht rund einem Prozent unserer Galaxie. 2016 und 2018 wurden die ersten beiden Sternenkataloge vorgelegt. Die Sonde soll noch bis zum Jahr 2025 Daten sammeln. Pro Tag beobachtet sie den Angaben zufolge durchschnittlich 850 Millionen Objekte und sammelt dabei rund 20 Gigabyte an Daten.

Der Katalog liegt digital vor, nicht gedruckt - dann wäre er ein mehr als 100 Kilometer dickes Buch. Der Datenfundus sei für die gesamte Welt zugänglich, erklärte Katja Weingrill vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam. «Nicht nur die Wissenschaftler und Forscher können auf diese Daten zugreifen, sondern auch jeder interessierte Hobby-Astronom.»

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