Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Mittwoch

Foto: Pixabay
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Rockband AC/DC deutet Comeback mit mehreren Ex-Mitgliedern an

LONDON: Die australische Kultband AC/DC («Highway To Hell») steht rund vier Jahre nach ihrem bislang letzten Konzert offenbar vor einem Comeback. Die Hardrocker um den legendären Gitarristen Angus Young veröffentlichten am Mittwoch ein Foto ihrer neuen Bandbesetzung und kündigten die Rückkehr mehrerer ehemaliger Mitglieder an, darunter der langjährige AC/DC-Sänger Brian Johnson. Für das einflussreiche britische Musikmagazin «NME» ist das Comeback der Hardrock-Veteranen damit sicher. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst aber nicht.

In den vergangenen Jahren war immer wieder über ein neues AC/DC-Album spekuliert worden. In den vergangenen Tagen wurden die Spekulationen durch kurze Clips befeuert, die die Gruppe im Internet veröffentlichte. Darin war nur ein leuchtender Blitz wie im berühmten AC/DC-Logo zu sehen. Auf einer Litfaßsäule vor der Ashfield Boys High School in Sydney, deren Schüler Angus Young einst war, tauchte zudem ein Plakat auf mit der Aufschrift «Sydney, are you ready» («Sydney, seid ihr bereit») und dem Schriftzug «PWRUP» - kurz für «Power Up» («Einschalten). Insider vermuten darin den neuen Albumtitel.

Neben Frontmann Johnson, der AC/DC 2016 während der «Rock Or Bust»-Tour wegen Gehörproblemen verlassen hatte und vorübergehend durch Guns N' Roses-Sänger Axl Rose ersetzt worden war, kehren auch Bassist Cliff Williams und Schlagzeuger Phil Rudd zurück. Williams hatte nach der letzten Tournee angekündigt, in Rente gehen zu wollen. Rudd war wegen eines Gerichtsverfahrens seit 2014 nicht mehr Mitglied von AC/DC gewesen. Rhythmus-Gitarrist Stevie Young, der 2014 für seinen inzwischen verstorbenen Onkel Malcolm Young in die Band kam, komplettiert die aktuelle Besetzung.


«In the Ghetto» - Songwriter und Sänger Mac Davis ist tot

NEW YORK: Der amerikanische Country-Musiker und Songwriter Mac Davis ist Berichten zufolge tot. Mehrere US-Medien berichteten übereinstimmend unter Berufung auf seinen Manager und seine Familie, dass der 78-Jährige am Dienstag wenige Tage nach einer Herz-Operation in Nashville starb. Davis war Ende der 60er-Jahre bekannt geworden - vor allem mit Hits wie «In the Ghetto», «A Little Less Conversation» und «Don't Cry Daddy», die er für Superstar Elvis Presley geschrieben hatte. Doch der Musiker landete auch selbst mit «Baby Don't Get Hooked on Me» einen Nummer eins Hit.

In den 70er-Jahren startete Davis zudem eine TV-Karriere und hatte sogar eine eigene Fernsehsendung auf dem Sender NBC: «The Mac Davis Show». Immer wieder war er bei Late-Night-Sendungen zu Gast und spielte auch Rollen in weniger bekannten Filmen. Dem Songschreiben aber blieb Davis immer verbunden. Erst vor einigen Jahren arbeitete er an dem Song «Addicted to You» des mittlerweile verstorbenen schwedischen DJs Avicii und «Young Girls» von Bruno Mars mit.


Mafalda-Schöpfer Quino mit 88 Jahren gestorben

BUENOS AIRES: Der argentinische Zeichner Quino ist tot. Der Schöpfer der vor allem in Lateinamerika sehr populären Comic-Figur Mafalda starb im Alter von 88 Jahren, wie sein Verleger Daniel Divinsky am Mittwoch mitteilte. «Quino ist gestorben. Alle guten Menschen im Land und auf der Welt werden ihn beweinen», schrieb er auf Twitter.

Quino wurde 1932 als Joaquín Salvador Lavado Tejón in Mendoza als Sohn spanischer Einwanderer geboren. Nach dem Militärdienst zog er nach Buenos Aires und begann, Comics in Zeitungen zu veröffentlichen. 2014 wurde er in Spanien mit dem Prinz-von-Asturien-Preis ausgezeichnet.

Seine bekannteste Figur ist Mafalda, die er zwischen 1964 und 1973 für verschiedene Zeitungen zeichnete. Das etwas altkluge Mädchen tritt für Gerechtigkeit, Frieden und Gleichberechtigung ein und hinterfragt die Welt der Erwachsenen. Ein bekannter Spruch von Mafalda lautet: «Haltet die Welt an, ich will aussteigen.»


Barry Jenkins dreht «Der König der Löwen»-Fortsetzung

LOS ANGELES: Der Filmklassiker «Der König der Löwen» aus dem Hause Disney erhält eine weitere Fortsetzung. Oscar-Preisträger Barry Jenkins (40, «Moonlight») bestätigte am Dienstag auf Twitter, dass er die Regie des geplanten Disneyfilms übernehmen werde. Das Projekt folgt dem computeranimierten Blockbuster mit dem Originaltitel «The Lion King» (2019) von Regisseur Jon Favreau, berichtete «Deadline.com» am Dienstag. Er sei mit den «König der Löwen»-Figuren aufgewachsen, denn in den 1990er Jahren habe er seiner Schwester dabei geholfen, zwei kleine Jungen großzuziehen, sagte Jenkins in einer Mitteilung. Für ihn gehe mit dem Disney-Projekt ein Traum in Erfüllung, «diese großartige Geschichte von Freundschaft, Liebe und Vermächtnis» vor dem Hintergrund von Afrika auszubauen.


Metalband Metallica spendet für Waldbrandopfer an US-Westküste

SAN FRANCISCO: Nach den verheerenden Waldbränden in Kalifornien will die Heavy-Metal-Band Metallica Opfer und Helfer mit einer Spende von 250.000 Dollar unterstützen. Die Gemeinden entlang der Westküste würden leiden, schrieben die Altrocker aus Kalifornien auf Twitter. Die Gelder sollten fünf Organisationen zufließen, die Betroffenen in den Brandgebieten helfen. Neben drei Standorten in Kalifornien werden auch zwei Gruppen in den US-Staaten Oregon und Washington genannt. Dies sei nun das vierte Jahr in Folge für Hilfsaktionen wegen Waldbränden, teilte das Quartett um Sänger James Hetfield mit. Die Gelder werden über die «All Within My Hands»-Stiftung ausgeschüttet. Metallica betreibt seit 2017 die bandeigene Organisation, die damit weltweit wohltätige Programme in Kommunen unterstützt.


Daniel Craig wollte «keine Neuauflage» von James Bond sein

LONDON: James-Bond-Darsteller Daniel Craig (52, «Skyfall») war es wichtig, den berühmten Geheimagenten in seinen Filmen zu modernisieren. Das hat Craig rund sechs Wochen vor dem Start seines fünften und letzten Bond-Films «Keine Zeit zu sterben» in der neuen Podcast-Reihe «No Time To Die: The Official James Bond Podcast» erzählt. «Ich habe (den Bond-Produzenten) gesagt, dass ich keine Neuauflage von etwas machen kann, das es schon gab. Ich kann nicht das kopieren, was ihr schon gemacht habt», sagte Craig. «Das ist zwar brillant, und deshalb bin ich ein Fan, aber ich kann nicht versuchen etwas zu sein, was die Leute erwarten. Ich kann versuchen, es neu zu erfinden, denn das ist für mich spannend und interessant.»


Ex-Sprintstar Bolt gegen Rassismus: Dinge müssen sich ändern

BERLIN: Jahrhundert-Sprinter Usain Bolt setzt sich für die Black-Lives-Matter-Bewegung ein und fordert einen Schulterschluss im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung. «Ich bin ein stolzer schwarzer Mann aus Jamaika. Bereits als Kind wurde mir beigebracht, jeden zu respektieren, ganz gleich, wer sie sind, woher sie kommen», sagte der achtmalige Olympiasieger und elfmalige Weltmeister in einem Interview der «Sport Bild» (Mittwoch). «Wir müssen zusammenarbeiten, um die Dinge für unsere Kinder zu verbessern», forderte der 34 Jahre alte Weltrekordler, selbst seit kurzem Vater einer Tochter Olympia Lightning. Er hoffe «zutiefst, dass die Welt ein besserer Platz in der Zukunft wird. Klar ist, dass sich die Dinge ändern müssen», meinte der Jamaikaner.


Sängerin Ina Müller: Neues Album und Tour im Januar 2022

HAMBURG: Sängerin Ina Müller (55) meldet sich mit einem neuen Album und einer Tour bei ihren Fans zurück. Das Album mit dem Titel «55» erscheint am 20. November bei Columbia/Sony Music Entertainment, teilte Funke Media am Mittwoch in Hamburg mit. Es ist bereits ihr drittes Album mit einer Zahl im Titel, wobei das Wort «Zahl» und nicht «Alter» bewusst gewählt sei. ««55» könnte genauso gut eine recht präzise Angabe darüber sein, wie viele Herzen in ihrer Brust schlagen oder wie viele verschiedene Ina Müllers in der einen, der absoluten, der ultimativen Ina Müller wohnen», hieß es. Das Jahr 2022 beginnen Ina Müller & Band mit einem «Neu-Neujahreskonzert» am 2. Januar in der Hamburger Elbphilharmonie, Tourstart ist am 8. Januar in Siegen (Nordrhein-Westfalen).


Ex-Tennisstar Martina Hingis mit 40: Ich freue mich auf die Zukunft

ZÜRICH: Die einstige Tennis-Weltranglisten-Erste Martina Hingis aus der Schweiz hat ihre Sturm- und Drangphase nach eigenen Angaben erst mit 25 erlebt. Das habe an der «intensiven Jugend» gelegen, in der sich schon früh alles um Tennis drehte, sagte sie der Schweizer Boulevardzeitung «Blick». Am Mittwoch wurde Hingis 40. Geburtstage würden überbewertet, meinte sie, sie bleibe derselbe Mensch. Hingis ist mit einem Arzt verheiratet und hat eine knapp zweijährige Tochter. «Ich freue mich auf die Zukunft», sagte sie.


«Bergdoktor»-Star Ronja Forcher: «Wir haben uns verlobt»

BERLIN: «Bergdoktor»-Schauspielerin Ronja Forcher will heiraten. «Wir haben uns verlobt», sagte die 24 Jahre alte Österreicherin. «Felix hat mich mit seinem Antrag bezaubert. Diese Nacht behalte ich für immer im Gedächtnis, es war wie in einem Hollywood-Film», erzählte sie dem Magazin «Bunte». Es sei eine der Sternschnuppen-Nächte im August gewesen. Einen festen Termin für die Hochzeit mit ihrem Lebenspartner, Schauspieler Felix Briegel (23, «Der stille Berg»), gebe es noch nicht. Vorstellungen wie sie heiraten möchte hat Forcher aber bereits: Es «wäre mir wichtig, irgendwo in der Natur zu heiraten. Auf einer Wiese, mit Wind und Sonne im Gesicht.»


Kaya Yanar ringt mit seiner Figur Ranjid

KÖLN: Indische Kunstfigur auf dem Prüfstand? Der Comedian Kaya Yanar (47) denkt in der Rassismusdebatte intensiv über seine Figur Ranjid nach. «Ich finde es schade, Ranjid eventuell nicht mehr zu spielen. Es ist, wie einen alten Freund zu verlieren. Aber letztendlich entscheiden natürlich die Inderinnen, Inder und Indischstämmigen in Deutschland, ob Ranjid weiterhin gespielt werden darf», sagte Yanar der Deutschen Presse-Agentur. Seine Facebook-Community fragte der Komiker: «Darf ich weiterhin Ranjid spielen oder ist das nun ein Tabu? Was meint Ihr? Interessant wären vor allem die Meinungen von InderInnen oder Deutschen mit indischem Migrationshintergrund zu dem Thema.» Darunter begann eine Diskussion mit Tausenden Beiträgen.


Tim Mälzer eröffnet sein Hamburger Restaurant «Bullerei» wieder

HAMBURG: TV-Koch Tim Mälzer (49) eröffnet am 3. Oktober sein Hamburger Restaurant «Bullerei» wieder. Das gab Mälzer auf seiner Instagram-Seite bekannt. «Die neue alte Bullerei ist sowas von spektakulär geworden», schreibt der TV-Koch unter Fotos von der Küche und dem Restaurant. Damit bei der Neueröffnung auch alles glatt läuft, habe es «einen Testlauf im kleinen Kreise unserer Freunde und Familien» gegeben. Ab sofort würden wieder Reservierungen angenommen. Aufgrund der aktuellen Lage könne man natürlich nicht mit voller Kapazität starten. «Daher kann es natürlich an einigen Tagen recht zügig zu Engpässen kommen. Wir bitten um euer Verständnis.» ?


«Voll fett»: Reiner Calmund hat Song mit Schlagerband aufgenommen

OBERAURACH: Ex-Fußballfunktionär Reiner Calmund (71) ist in die Schlagerbranche eingestiegen. Gemeinsam mit den Dorfrockern aus dem unterfränkischen Oberaurach hat er den Song «Voll fett» aufgenommen. Ein Video dazu wurde auf Youtube veröffentlicht. In dem Liedtext heißt es: «Ran an den Speck. Dann ist das voll, voll - voll fett.» «Ich kann mich da auch selber auf die Schippe nehmen», sagte Calmund der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Er habe die drei Brüder von den Dorfrockern beim Echo kennen gelernt. Später hätten sie ihn dann gebeten, bei dem Lied mitzumachen. «Ich finde die Jungs sympathisch. Sie machen volkstümliche aber trotzdem junge Musik - und sie kommen aus dem Frankenland, wie meine Frau.»


Schauspielerin Eichhorn: «Wir wurden auf Hartz IV hingewiesen»

STUTTGART: Die Schauspielerin Karoline Eichhorn (54, «Dark») hat sich in der Corona-Pandemie nach eigenen Worten auch mit Job-Alternativen auseinandergesetzt, um finanziell über die Runden zu kommen. Die Lage sei existenziell bedrohlich, weswegen sie auch über neue Erwerbsquellen nachgedacht habe, sagte Eichhorn der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Mittwoch). «Wenn wir unseren Beruf nicht ausüben können, müssen wir uns etwas anderes überlegen», kommentierte sie mit Blick auf zahlreiche abgesagte oder verschobene Film-Produktionen. In der Not seien Schauspieler wie sie sogar auf die Grundsicherung - also das Arbeitslosengeld II - angesprochen worden. «Wir wurden auf Hartz IV hingewiesen, aber will man das beantragen?», fragte Eichhorn.


Leute kompakt

Ralph Siegel feiert Geburtstag mit Schlagerstars

FÜSSEN: Komponist Ralph Siegel hat am Dienstagabend Stars der Schlagerbranche versammelt, um in seinen 75. Geburtstag hinein zu feiern. Wegen des Coronavirus wurde im Festspielhaus in Füssen mit Vorsichtsmaßnahmen gefeiert. Die Gäste - darunter Roberto Blanco, Jürgen Drews oder Michael Holm - ließen sich am Eingang die Temperatur messen. Gekommen war auch Nicole, die mit Siegels Lied «Ein bisschen Frieden» 1982 den Musikwettbewerb Grand Prix Eurovision gewonnen hat. Statt Geschenken hatte sich Siegel nach eigener Aussage gewünscht, dass seine Gäste ihren Freunden Tickets für sein neues Musical «Zeppelin» schenken und damit diesen eine Freude bereiteten. Am Dienstagabend gab es für die Gäste bereits Ausschnitte aus dem Musical zu sehen.


Weihnachtsfilm mit Dolly Parton auf Netflix

LOS ANGELES: Ein Lied von Country-Legende Dolly Parton dient als Grundlage für einen neuen Musical-Weihnachtsfilm auf Netflix. Der Song der 74-jährigen Entertainerin «Christmas On The Square» - aus ihrem kommenden Feiertagsalbum «A Holly Dolly Christmas» - sei mit ihr in einer Nebenrolle für den Streaming-Dienst verfilmt worden, berichtete das US-Branchenmagazin «The Hollywood Reporter». In dem Film geht es demnach um eine Frau, die in ihre kleine Heimatstadt zurückkehrt und dort zu ihren Wurzeln zurückfindet. Der Film soll ab dem 22. November zu sehen sein. Es ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen Parton und Netflix. Im vergangenen Jahr produzierte der Streaming-Dienst die Mini-Serie «Dolly Partons Herzensgeschichten», die ebenfalls an ihre Lieder angelehnt sind.


«Big Bang Theory»-Star Jim Parsons hatte Corona

LOS ANGELES: «Big Bang Theory»-Star Jim Parsons und sein Ehemann Todd Spiewak waren nach eigenen Angaben mit dem Coronavirus infiziert. «Todd und ich hatten es beide schon früh. Es war ungefähr Mitte März. Wir wussten nicht, was es war. Wir dachten, wir hätten Erkältungen. Und (...) schließlich verloren wir unseren Geruchs- und Geschmackssinn», sagte der 47-jährige Schauspieler während der «Tonight Show» mit Jimmy Fallon. «Mir war nicht klar, wie vollständig der Geschmacks- und Geruchssinn verschwunden sein konnte», sagte Parsons über die Symptome. «Wenn man in Quarantäne ist und wirklich nichts anderes tun kann, als zu essen, oh mein Gott, das war brutal».

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