Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Donnerstag

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Corona-Boom bei Netflix ebbt ab - Anleger enttäuscht

LOS GATOS: Beim Online-Videodienst Netflix lässt der coronabedingte Kundenansturm nach. Im zweiten Quartal kamen unterm Strich 10,1 Millionen Bezahlabos dazu, wie der Streaming-Marktführer am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Damit übertraf Netflix zwar seine eigene Prognose, dennoch kamen die Zahlen an der Wall Street schlecht an. Anleger reagierten enttäuscht, zumal auch der Ausblick auf das laufende Vierteljahr nicht überzeugen konnte. Die Aktie stürzte nachbörslich zunächst um mehr als zehn Prozent ab.

Im Vorquartal hatten die Corona-Krise und Serienhits wie «Tiger King» dem Videodienst einen Boom mit 15,8 Millionen neuen Kunden beschert. Nun flachte das Wachstum jedoch deutlich ab, auch weil die ganz großen Blockbuster-Produktionen diesmal fehlten. Dabei stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um starke 25 Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar und der Gewinn um weit mehr als das Doppelte auf 720 Millionen Dollar (632 Mio. Euro). Ende Juni brachte es Netflix weltweit insgesamt auf knapp 193 Millionen bezahlte Mitgliedschaften.


Queen schlägt Spendensammler Moore zum Ritter

LONDON: Die britische Königin Elizabeth II. wird den 100-jährigen Weltkriegsveteranen Tom Moore am Freitagnachmittag zum Ritter schlagen. Moore hatte mit einem Spendenlauf am Rollator in der Corona-Krise knapp 33 Millionen Pfund (etwa 36 Millionen Euro) gesammelt und es damit ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Das Geld ging an den chronisch unterfinanzierten staatlichen Gesundheitsdienst NHS.

Eigentlich hatte der Senior mit nur 1000 Pfund an Spenden gerechnet. Er wollte sich damit bei den «wunderbaren» NHS-Mitarbeitern bedanken, die ihm bei der Behandlung seines Hautkrebses und einer gebrochenen Hüfte geholfen hatten. Die Runden am Rollator absolvierte der Senior in seinem Garten in Dorf Marston Moretaine nahe Cambridge. Mit seiner Aktion animierte er auch andere Briten zu Spendenläufen.


Erstmals Direktübertragung aus dem Amphitheater von Epidauros

ATHEN: Erstmals wird eine Vorstellung aus dem monumentalen Amphitheater von Epidauros in Griechenland im Internet gestreamt. Weltweit werden Zuschauer am 25. Juli die Gelegenheit haben, die antike Tragödie «Die Perser» zu sehen. Damit solle den Menschen, die wegen der Coronapandemie dieses Jahr Griechenland nicht besuchen können, die Gelegenheit gegeben werden, die einmalige Atmosphäre des Theaters zu genießen, teilte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis im Staatsfernsehen am Donnerstag mit. «Diese erste Live-Übertragung in der Geschichte ist für mich ein Meilenstein», sagte der Premier.

Die Tragödie «Die Perser» stammt von dem antiken Dramatiker Aischylos (525-456 v.Chr.). Sie handelt von der zweiten Invasion der Perser im antiken Griechenland, ihrer Niederlage in der Seeschlacht von Salamis (480 v.Chr.) und den Folgen für das damals mächtige Persische Reich. Die Übertragung mit englischen Untertiteln soll am 25. Juli um 20.00 Uhr (MESZ) starten.


Podcast von Michelle Obama geht auf Spotify an den Start

STOCKHOLM: Die frühere First Lady Michelle Obama wird ab Ende Juli in einem eigenen Podcast auf Spotify zu hören sein. Als Gastgeberin will die Frau von Ex-US-Präsident Barack Obama am 29. Juli erstmals durch den Podcast führen, wie Spotify am Donnerstag bekanntgab. Den Zuhörern verspricht der Streamingdienst aus Stockholm besonders menschliche und persönliche Gespräche zwischen Obama und ihren Gästen. Dabei soll es unter anderem um die Beziehung zwischen Geschwistern, die Kindeserziehung und Gesundheitsfragen gehen.

«Meine Hoffnung ist, dass die Serie ein Ort sein kann, um bedeutungsvolle Themen zusammen zu entdecken und die vielen Fragen zu sortieren, die wir alle in unserem Leben zu beantworten versuchen», wurde Michelle Obama von Spotify zitiert. Mit ihrer Familie und Freunden wolle sie über die menschlichen Beziehungen diskutieren, die uns zu dem machten, was wir seien, sagte sie in einem Video. Im Idealfall inspiriere dies die Zuhörer dazu, selbst mit ihren Angehörigen über diese Themen zu sprechen.

Die Produktionsfirma der Obamas, Higher Ground, hatte bereits im vergangenen Sommer eine Partnerschaft mit Spotify bekanntgegeben. Details über Inhalte oder einen Starttermin waren damals aber noch nicht genannt worden.


Podcast von Michelle Obama geht auf Spotify an den Start

STOCKHOLM: Die frühere First Lady Michelle Obama wird ab Ende Juli in einem eigenen Podcast auf Spotify zu hören sein. Als Gastgeberin will die Frau von Ex-US-Präsident Barack Obama am 29. Juli erstmals durch den Podcast führen, wie Spotify am Donnerstag bekanntgab. Den Zuhörern verspricht der Streamingdienst aus Stockholm besonders menschliche und persönliche Gespräche zwischen Obama und ihren Gästen. Dabei soll es unter anderem um die Beziehung zwischen Geschwistern, die Kindeserziehung und Gesundheitsfragen gehen.

«Meine Hoffnung ist, dass die Serie ein Ort sein kann, um bedeutungsvolle Themen zusammen zu entdecken und die vielen Fragen zu sortieren, die wir alle in unserem Leben zu beantworten versuchen», wurde Michelle Obama von Spotify zitiert. Mit ihrer Familie und Freunden wolle sie über die menschlichen Beziehungen diskutieren, die uns zu dem machten, was wir seien, sagte sie in einem Video. Im Idealfall inspiriere dies die Zuhörer dazu, selbst mit ihren Angehörigen über diese Themen zu sprechen.

Die Produktionsfirma der Obamas, Higher Ground, hatte bereits im vergangenen Sommer eine Partnerschaft mit Spotify bekanntgegeben. Details über Inhalte oder einen Starttermin waren damals aber noch nicht genannt worden.


Rapperin Megan Thee Stallion: Wurde angeschossen

LOS ANGELES: Die US-Rapperin Megan Thee Stallion ist eigenen Angaben zufolge angeschossen worden. «Am Sonntagmorgen erlitt ich zwei Schusswunden wegen eines Verbrechens, das gegen mich verübt wurde», schrieb die Musikerin am Mittwoch auf Instagram. Sie sei dann von der Polizei zu einem Krankenhaus gefahren worden, wo ihr die Kugeln rausoperiert worden seien. «Ich bin unglaublich dankbar, dass ich am Leben bin und die Aussicht auf eine vollständigen Heilung habe.» Das Magazin «Variety» berichtete, dass Megan Thee Stallion am Sonntag in einem Auto mit Rapper Tory Lanez gesessen habe, als dieser wegen Waffenbesitzes festgenommen wurde. Die Polizei habe vorher die Information erhalten, dass Lanez anwesend gewesen sein soll, als vor einem Haus in Hollywood Schüsse fielen. Die Hintergründe blieben zunächst unklar.


Weltklasse-Hürdensprinterin Cindy Roleder erwartet Nachwuchs

HALLE: Hürdensprinterin Cindy Roleder erwartet ihr erstes Kind. Die Olympia-Fünfte und WM-Silbermedaillengewinnerin von Peking 2015 kann daher nicht wie geplant am Anhalt-Meeting am 8. September in Dessau-Roßlau teilnehmen. «Der Sport bekommt einen anderen Stellenwert, jetzt sind andere Dinge wichtiger», sagte Roleder dem Online-Portal «leichtathletik.de». Die Weltklasse-Hürdensprinterin vom SV Halle hatte im Herbst 2018 ihren Lebensgefährten Hendrik geheiratet. Zum Jahreswechsel erwartet das Paar nun erstmals Nachwuchs. In der Trainingshalle steht sie dennoch fünf- bis sechsmal in der Woche. «Jetzt geht es nicht mehr um Bestzeiten, sondern nur darum, fit zu bleiben. Mal schauen, wie lange das noch möglich ist», sagte die 30-Jährige.


Vox-Show «Die Höhle der Löwen» läuft künftig montags

BERLIN: Die Vox-Show «Die Höhle der Löwen» bekommt einen neuen Sendeplatz. Statt wie bisher dienstags läuft die neue Staffel ab 31. August montags um 20.15 Uhr. Neu in der Runde der Investoren ist der ehemalige Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg. Der 35-Jährige hatte nach dem Ende seiner Rennkarriere 2016 unter anderem in einen Berliner E-Scooter-Verleih investiert. Außer ihm werden bei Vox auch Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Judith Williams, Nils Glagau, Georg Kofler und Dagmar Wöhrl auf die Ideen junger Unternehmer warten.


Patricia Riekel: Lockdown hat Frauenbewegung am meisten geschadet

MÜNCHEN: Die Folgen der Corona-Krise haben aus Sicht von Ex-«Bunte»-Chefin Patricia Riekel (71) vor allem Frauen zu spüren bekommen. «Der Lockdown hat der Frauenbewegung am meisten geschadet», sagte die heutige Münchner FDP-Lokalpolitikerin der «Süddeutschen Zeitung» (Donnerstag). Das Problem sei gewesen, dass am Ende die Frauen wieder die meiste Hausarbeit machen mussten. «Weil wir noch immer nicht aus dieser altmodischen Haltung rausgekommen sind. Haushalt und Kinder müssen genau geteilt werden», forderte Riekel.


Leute kompakt

Amigos: Tanzen sollen lieber die Fans

HUNGEN: Das Schlager-Duo Amigos produziert Discofox-Lieder wie am Fließband - doch das Tanzen überlassen sie lieber ihren Fans. «Wir sind fürs Tanzen nicht unbedingt geboren», sagte Karl-Heinz Ulrich (71), der zusammen mit seinem Bruder Bernd (69) das Duo bildet, der Deutschen Presse-Agentur. «Ich kann zwar tanzen, aber es zählt nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Ich sitze lieber am Computer und kümmere mich um die nächsten Titel. Tanzen sollen mal lieber die, die vor der Bühne stehen.» Die Amigos aus dem mittelhessischen Hungen sind das erfolgreichste Schlager-Duo Deutschlands. Sie haben mehr als 100 Gold- und Platinauszeichnungen erhalten, fünf Millionen Tonträger verkauft und elf Nummer-eins-Platzierungen in Folge in den Charts geschafft.


Netflix-Stars hoffen auf mehr Diversität in deutschen Serien

BERLIN: Die jungen Schauspieler der Netflix-Serie «How To Sell Drugs Online (Fast)» wünschen sich mehr Diversität in deutschen Produktionen. «Wir müssen uns in Deutschland klarmachen, dass wir große Probleme in der Filmbranche haben, was Diversität und Gleichberechtigung angeht», sagte Damian Hardung (21, «Club der roten Bänder») der Deutschen Presse-Agentur. «Das hat auf jeden Fall noch ganz, ganz viel Potenzial nach oben, auch bei unserer Serie», erklärte Maximilan Mundt (24), der in der Comedy-Reihe die Hauptrolle spielt.

Am kommenden Dienstag startet die erfolgreiche Serie um drei Schüler, die einen Drogen-Onlineshop betreiben, in die zweite Staffel. Der Streaminganbieter habe schon beim Casting darauf geachtet, die Rollen möglichst vielfältig zu besetzen, sagt Lena Klenke (24, «Fack ju Göhte»): «Trotzdem kann man noch um einiges diverser werden. Es geht im Grunde darum, wie eine Gesellschaft dargestellt wird. Netflix geht da in eine richtige Richtung, aber es ist noch Luft nach oben.»

Verbände von Minderheiten weisen immer wieder darauf hin, dass Filme und Serien die Realität besser abbilden sollten, damit sich vor allem junge Menschen mit den Rollen identifizieren können. Netflix-Serien wie «Pose», «Sex Education» oder «Tote Mädchen lügen nicht» gelten dabei als Vorreiter.


Olympiasiegerin Walkenhorst: «Herausfinden, was mein Körper hergibt»

HAMBURG: Beachvolleyball-Olympiasiegerin Kira Walkenhorst fühlt sich fit wie lange nicht. «Ich kann alles machen und spüre dabei nichts. Ich weiß nicht, wann ich das zum letzten Mal von mir sagen konnte», sagte die 29 Jahre alte Sportlerin in einem Interview des «Hamburger Abendblatt» (Donnerstag). Eigentlich hatte sie ihre Karriere im Januar 2019 beendet. Nun will sie erneut durchstarten und sucht dafür via Internet eine Partnerin.

Ob sie mit Laura Ludwig, mit der sie 2016 Olympiasiegerin wurde, erneut ein Duo bilden könnte, ließ die dreifache Mutter offen. «Zunächst möchte ich herausfinden, was mein Körper hergibt, ob er sich noch mal an die hohen Belastungen gewöhnen kann. Erst danach werde ich Gespräche führen», sagte sie. Ludwig bildet inzwischen ein Duo mit Margareta Kozuch und bereitet sich mit ihr auf die Olympischen Spiele 2021 vor.

Vom Leistungssport hatte sie sich verabschiedet, weil sie keine Ärzte mehr aufsuchen wollte, sagte Walkenhorst, die für TuSA 06 Düsseldorf startet, aber weiterhin in Hamburg lebt und trainiert. Ein Heilpraktiker habe die Ursachen für ihre zahlreichen Verletzungen gefunden. «Bei mir konnte er zum Beispiel sehen, dass mit dem Darm etwas nicht stimmt und dass mein Immunsystem noch immer mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber zu tun hatte, an dem ich 2014 erkrankt war», schilderte sie. «Das hat meinen ganzen Körper anfällig gemacht, auch die Gelenke, und ist die Erklärung für meine unzähligen Verletzungen.»


Thunberg und Neubauer fordern klare Klimamaßnahmen der EU ein

STOCKHOLM: Kurz vor dem EU-Gipfel zum Corona-Wiederaufbauplan haben die Klimaaktivistinnen Greta Thunberg und Luisa Neubauer die EU zu klaren Maßnahmen gegen die drohende Klimakatastrophe aufgerufen. Die Europäische Union dürfe nicht länger so tun, als könne man die Klima- und Umweltkrise lösen, ohne sie als eigentliche Krise zu behandeln, erklärten die beiden Mitglieder der Bewegung Fridays for Future und die beiden belgischen Aktivistinnen Anuna de Wever und Adélaïde Charliér in einem offenen Brief am Donnerstag. Das Schreiben hatten auch führende Klimaforscher sowie Prominente wie der Hollywood-Star Leonardo DiCaprio und die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai unterzeichnet.


Australische Ureinwohnerin gewinnt höchsten Literaturpreis des Landes

CANBERRA: Die australische Ureinwohnerin Tara June Winch hat den angesehensten und höchstdotierten Literaturpreis ihres Landes gewonnen. Die 36 Jahre alte Autorin, die zur Ureinwohnergruppe der Wiradjuri gehört, wurde am Donnerstag mit dem diesjährigen Miles Franklin-Literaturpreis für ihr Werk «The Yield» ausgezeichnet. Darin geht es in drei Erzählungen um die Geschichte der Ureinwohner, koloniale Gewalt, Schmerz und Trauer über die Generationen hinweg und um die Zerstörung der Umwelt. Die Gewinnerin wurde bei einer Feier bekanntgeben, die erstmals in der 63-jährigen Geschichte des Literaturpreises wegen der Corona-Pandemie über YouTube stattfand.

Winch, die in der französischen Stadt Nantes lebt, erhielt für ihr bei Penguin Random House erschienenes Werk ein Preisgeld von 60.000 Australischen Dollar (rund 37.000 Euro). Die Jury lobte ihr Buch als «eindringlich und vollendet». Winch ist die vierte Angehörige der australischen Ureinwohner, die den seit 1957 ausgelobten Literaturpreis erhielt. Im vergangenen Jahr erhielt die Ureinwohnerin Melissa Lucashenko den Preis für ihr Buch «Too Much Lip». Diese Präsenz signalisiere der Verlagsbranche, «dass wir unsere Geschichten selbst schreiben können», sagte die diesjährige Gewinnerin Winch.


Otti Fischer: «Meine Frau wird jeden Tag schöner»

VELDEN AM WÖRTHERSEE: Schauspieler Ottfried Fischer («Der Bulle von Tölz», 66) genießt die Flitterwochen mit seiner Frau Simone Brandlmeier (49) am Wörthersee in Österreich. «Ich kenne die Gegend gut, habe hier viele Bekannte durch meine Drehs früher bei «Ein Schloß am Wörthersee»», sagte er der «Bild»-Zeitung (Donnerstag). «Es ist für mich ein bisschen wie nach Hause kommen.» Die Natur sei so schön anzusehen. Und: «Die Berge geben mir innere Ruhe.» Auch mit seiner Frau laufe es gut: «In meinem hohen Alter sind ja ständig Flitterwochen. Meine Frau wird jeden Tag schöner, und so geht es mir auch», sagte er weiter. «Sie kann mich gut aushalten, mich ertragen. Ich bin ein gewitzter Mann, aber ein witziger Mann ist ja nicht immer für alle witzig.» Nach 13 Jahren Partnerschaft hatte der Kabarettist seine Lebensgefährtin im Juni in Passau geheiratet.


Neubauer vor Sondergipfel: EU muss jetzt klimapolitisch vorangehen

BERLIN/BRÜSSEL: Vor dem EU-Sondergipfel zum Aufbauprogramm in der Corona-Krise fordern Klimaaktivistin Luisa Neubauer und die Bewegung Fridays for Future die Staatengemeinschaft auf, viel mehr für den Klimaschutz zu tun. «Die EU ist jetzt gefragt, klimapolitisch voran zu gehen, das wird uns niemand abnehmen», sagte Neubauer der Deutschen Presse-Agentur. Inmitten der Corona-Pandemie und Klimakrise ein Wirtschaftssystem «wiederbeleben» zu wollen, dass Krisen erschaffe, könne nicht funktionieren. ««Das Beste» zu geben reicht nicht mehr», sagte Neubauer. «Es braucht tiefen, systemischen Wandel, wenn wir noch eine Chance haben wollen die Klimakrise aufzuhalten.»

Von Freitag an beraten die Staaten der Europäischen Union zum mehrjährigen Finanzrahmen, also dem EU-Haushalt, und zum Milliarden-Programm zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise. Neubauer, die schwedische Aktivistin Greta Thunberg und andere fordern in einem offenen Brief an die Regierungen, der an diesem Donnerstag veröffentlicht werden soll, radikale Reformen.

«Wir wissen, dass viele der geforderten Veränderungen schwierig, und teils sogar unrealistisch sind», sagte Neubauer der dpa. «Aber nichts ist unrealistischer, als Gesellschaften sicher durch die großen globalen Krisen zu bringen, die wir weiterhin selbst befeuern.» Die EU müsse aufhören so zu tun, als würden ihre Pläne reichen. «Sie muss anfangen die Klimakrise ernst zu nehmen, und zwar sofort.»

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