Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Donnerstag

Foto: Pixabay
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EAV-Frontmann Eberhartinger kämpft mit Kind und Corona

WIEN: Der ehemalige Sänger der Ersten Allgemeinen Verunsicherung (EAV) hat erstmals öffentlich über seine fünfjährige Tochter gesprochen.

«Sie war nicht geplant, aber es ist ein Geschenk», sagte Klaus Eberhartinger (70) am Donnerstag im Podcast «Frauenfragen». Der Österreicher, der schon einen erwachsenen Sohn hat, findet das späte Vaterglück aber auch anstrengend: «Kinder sind Energieräuber, Zeiträuber, Aufmerksamkeitsvampire». Der Musiker und Moderator der österreichischen Version von «Let's Dance» hat derzeit allerdings noch ganz andere Sorgen. Eberhartinger wurde positiv auf das Coronavirus getestet und ist in Quarantäne, berichtete der Sender ORF am Donnerstag. Er habe zwar keine Symptome, könne aber die Folge am Freitag nicht wie geplant moderieren.


Für Tom Cruise lässt Rom fast ein halbes Viertel sperren

ROM: Blaulicht und röhrende Motoren: Wenn Hollywood-Star Tom Cruise in Rom dreht, lässt Italiens Hauptstadt fast ein halbes Viertel sperren. Am Donnerstag wurden viele der engen Gassen im Innenstadtquartier Monti für Stunden von Polizeiautos mit Blinklicht und privaten Sicherheitsleuten blockiert. Denn Cruise drehte mit großem Team eine Verfolgungsjagd mit lautem Motorjaulen. An den Tagen davor hatten Fotografen den 58-Jährigen nicht nur in einer dunklen Limousine abgelichtet, sondern er fuhr auch am Steuer eines winzigen gelben Kleinwagens herum, an dem Film-Kameras montiert waren.

Cruise war schon Anfang Oktober für Aufnahmen zu einem neuen «Mission: Impossible»-Film des Regisseurs Christopher McQuarrie vor Ort. Die Stadt pries den wochenlangen Dreh damals als «wichtiges Signal» des Neustarts für die vom Corona-Lockdown des Frühjahrs angeschlagene Metropole. Ausländische Touristen sind derzeit kaum auf den Straßen im Zentrum Roms zu sehen, Bars und Restaurants dürfen nur bis 18 Uhr servieren.

Der siebte Teil der «Mission: Impossible»-Agentensaga soll im Jahr 2021 in den Kinos starten. Auch Nummer acht ist im Werden.


Sängerin Nena: «Befinden uns in einem intensiven Aufwachprozess»

MÜNCHEN: Pop-Sängerin Nena (60) sieht nach eigenen Worten in der Corona-Krise eine Chance zur Entwicklung für die Gesellschaft. «Wir befinden uns in einem intensiven Aufwachprozess», sagte die Sängerin («Licht») in einem Interview des Magazins «ADAC Motorwelt». «Und wir als Menschengemeinschaft auf dieser Erde sollten jetzt ganz nah zusammenrücken und uns fragen: Wo wollen wir hin? Immer mehr Menschen sind bereit für den großen Wandel, der sich hier vollzieht.» Vor der Pandemie hätten sich die Menschen in einer «künstlich aufgeplusterten Wohlstandsblase» befunden.


Dirigent Thielemann: Corona wird Tourneen langfristig verändern

BAYREUTH/DRESDEN/FREIBURG: Die Corona-Pandemie wird sich nach Ansicht von Star-Dirigent Christian Thielemann (61) langfristig auf das Tourneegeschäft auswirken. «Die Tourneen werden ausgedünnt werden. Das ist, bei allem Leid dieser Epidemie, zugleich auch das Faszinierende an der gegenwärtigen Situation: Wir werden gezwungen, einzuhalten, uns bleibt keine Wahl», sagte der Musikdirektor der Bayreuther Festspiele und Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden der in Freiburg erscheinenden «Herder Korrespondenz» (Dezember-Ausgabe). «Ich glaube auch, dass diese Corona-Geschichte ein Zeichen ist. Irgendjemand zeigt uns den erhobenen Zeigefinger und sagt: «Wenn ihr so weitermacht, dann kriegt ihr die Quittung für euer Tun»», sagte er.


Marie-Luise Marjan ist ein Fan von Papst Franziskus

KÖLN: Schauspielerin Marie-Luise Marjan (80) ist ein großer Fan von Papst Franziskus. «Sein Bild steht bei mir auf dem Schreibtisch», sagte sie in einem Interview des «Adventszeit-Magazin» der Kirchenzeitung des Erzbistums Köln. «Franziskus hat eine sehr menschliche Art, und ich glaube, dass er bestimmt bereit ist viel zu reformieren. Aber das kann er nicht allein», meinte Marjan, die evangelische Christin ist. «Da braucht es wahrscheinlich noch mehrere Generationen, um einen wirklich notwendigen Wandel in der Kirche durchzusetzen.»


Schauspielerin Jenny Elvers: «Hatte noch nie einen One-Night-Stand»

HAMBURG: Die Schauspielerin Jenny Elvers (48) hat offen über ihr Sexleben gesprochen. «Ich hatte noch nie einen One-Night-Stand», sagte die ehemalige Heide-Königin aus Niedersachsen der Hamburger Zeitschrift «Gala» in einem am Donnerstag veröffentlichten Beitrag. «Richtig spießig, oder?», meinte sie dazu und erklärte, dass es natürlich Gelegenheiten gegeben habe, sie sich aber immer wieder gebremst habe. Für sie sei es das Wichtigste, sich auf sich selbst und ihre Gefühle verlassen zu können. «Ich nehme mir Zeit für Entscheidungen und schlafe auch erst mal eine Nacht über Dinge, die mich beschäftigen», so Elvers, die in Amelinghausen bei Lüneburg zur Welt kam.


Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung: Präsident wiedergewählt

DARMSTADT: Der Literaturwissenschaftler Ernst Osterkamp ist für die kommenden drei Jahre als Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung wiedergewählt worden. Dies teilte die Akademie am Donnerstag in Darmstadt mit. Es ist für Osterkamp eine weitere Amtszeit an der Spitze.

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht unter anderem seit 1951 den Georg-Büchner-Preis an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in deutscher Sprache schreiben. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung gilt als wichtigster literarischer Preis im deutschen Sprachraum.

Als ein entscheidendes Ziel des Präsidiums benannte Osterkamp laut Mitteilung die Bestrebung, dass die Akademie «jünger und weiblicher» und damit «zukunftsfähig» werde. Mit der Sprachwissenschaftlerin Ursula Bredel sowie der Schriftstellerin Monika Rinck sind demnach zwei weibliche Vizepräsidentinnen gewählt worden. Das dritte Vertretungsamt bekleide der Wissenschaftshistoriker Michael Hagner. Von den sechs neuen Beisitzerinnen und Beisitzern sind zudem vier Mitglieder weiblich.

Der 70 Jahre alte Osterkamp war unter anderem von 1992 bis 2016 Professor am Institut für deutsche Literatur an der Humboldt-Universität in Berlin. Er forscht und publiziert demnach vor allem über deutsche Literatur der Frühaufklärung, der Klassik und der Moderne.


AC/DC mit erfolgreichstem Album-Start des Jahres

BADEN-BADEN: Fast ein halbes Jahrhundert ist die australische Hardrock-Band AC/DC schon alt, aber an Power fehlt es ihr nicht: Mit «Power Up» haben die Musiker um Brian Johnson und Angus Young den erfolgreichsten Start eines Albums in diesem Jahr in Deutschland hingelegt. Und dasselbe gilt auch für Österreich und die Schweiz, wie GfK Entertainment am Donnerstag mitteilte. Zusammengerechnet habe sich das am 13. November erschienene Album binnen sieben Tagen fast 180.000 Mal verkauft.

In Deutschland feierte die 1973 gegründete Band damit die sechste Nummer-eins-Platte ihrer Karriere. Mit «Power Up» gelang ihr laut GfK Entertainment zudem die erfolgreichste Startwoche eines internationalen Acts seit Metallica («Hardwired...To Self-Destruct») vor vier Jahren.


Engagement gegen HIV und Aids: Nachhaltigkeitspreis für Elton John

DÜSSELDORF: Für sein jahrzehntelanges Engagement gegen HIV und Aids erhält Pop-Star Elton John (73) die Ehrenauszeichnung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. «Sir Elton John zählt zu den internationalen Musikstars mit dem umfangreichsten sozialen und humanitären Engagement», teilten die Organisatoren am Donnerstag in Düsseldorf mit. Der nicht dotierte Preis soll am 4. Dezember in Düsseldorf verliehen werden. Geplant ist eine Veranstaltung ohne Zuschauer, die gestreamt wird. Elton John werde sich live dazu schalten, erklärten die Organisatoren.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wird in verschiedenen Kategorien verliehen, auch an Unternehmen und Kommunen. Die Ehrenpreise gehen an Persönlichkeiten, die den Organisatoren zufolge dem Thema Nachhaltigkeit «Strahlkraft» verleihen. Ehrenpreisträger waren bereits unter anderem Alt-Bundespräsident Joachim Gauck und Prinz Charles. Im vergangenen Jahr wurde Greta Thunberg mit dem Sonderpreis des Nachhaltigkeitspreises für ihr Klimaschutz-Engagement geehrt.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wird in diesem Jahr zum 13. Mal verliehen. In der Stiftung, die den Preis verleiht, arbeiten Bundesregierung, Kommunalverbände, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Forschungseinrichtungen zusammen.


Schwedischer Prinz Carl Philip positiv auf Corona getestet

STOCKHOLM: Der schwedische Prinz Carl Philip (41) und seine Frau Prinzessin Sofia (35) sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das schwedische Königshaus am Donnerstag mit. Der jüngere Bruder von Kronprinzessin Victoria und seine Gattin hätten sich bereits am Mittwoch mit leichteren Krankheitssymptomen gemeinsam mit ihren Kindern in häusliche Quarantäne begeben. Im Anschluss sei ihre Corona-Infektion festgestellt worden. Den beiden gehe es den Umständen entsprechend gut.

Schwedens König Carl XVI. Gustaf (74), Königin Silvia (76), Victoria (43) und ihr Gatte Prinz Daniel (47) wurden noch am Donnerstag ebenfalls getestet, weil sie Carl Philip und Sofia am vergangenen Freitag bei der Beerdigung von Silvias älterem Bruder Walther Sommerlath getroffen hatten. Die Tests seien negativ ausgefallen, teilte der schwedische Hof am späten Nachmittag mit.

Entwarnung gibt es auch im benachbarten Norwegen: Dort sind die Corona-Tests von König Harald V. (83) und Königin Sonja (83) ebenfalls negativ ausgefallen. Die beiden verlassen damit nach Angaben des norwegischen Königshauses ihre Quarantäne, in die sie wegen eines bestätigten Corona-Falls am Hof vor einer Woche gegangen waren. Ab Freitag ist das Königspaar auch offiziell zurück im Dienst.


Schauspieler Chris Pratt: Als Kind Essen von der Tafel gegessen

LOS ANGELES: Angesichts der Coronakrise will der amerikanische Schauspieler Chris Pratt (41) bedürftige Menschen zum Annehmen von Hilfe ermutigen. «Ich schäme mich nicht zu sagen, dass es Momente gab, in denen meine Familie aus einem Tafelladen essen musste», sagte Pratt am Mittwoch (Ortszeit) in einem Instagram-Live-Gespräch mit der Leiterin der Organisation Feeding America, Claire Babineaux-Fontenot. Feeding America versorgt Bedürftige in den USA mit Essen. «Wir hatten einige wirtschaftliche Durststrecken, und in unserer Nähe befand sich eine Tafel», erzählte der Schauspieler («Guardians of the Galaxy») aus seiner Kindheit. Es sei wichtig, die Stigmatisierung der Idee, dass man sich bei Bedarf Hilfe suche, zu beseitigen.


Mads Mikkelsen wird neuer Grindelwald in «Phantastische Tierwesen»

LOS ANGELES: Der dänische Schauspieler Mads Mikkelsen (55) folgt Johnny Depp (57) als Bösewicht in der Filmserie «Phantastische Tierwesen». Mikkelsen übernimmt die Rolle Zauberers Gellert Grindelwald, wie das Studio Warner Bros. am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Der dritte Teil aus dem Harry-Potter-Universum werde derzeit unter der Regie von David Yates in Leavesden nahe London produziert. Eddie Redmayne, Katherine Waterston, Ezra Miller und Jude Law treten dafür erneut vor die Kamera. Depp hatte Anfang November seinen Rückzug aus der Filmserie mitgeteilt, Warner Bros. habe ihn zuvor darum gebeten.


Bürgermeister von Palermo: Migrationspolitik verändert Stadtkultur

POTSDAM/PALERMO: Der durch seinen Anti-Mafia-Kampf bekannte Bürgermeister von Palermo, Leoluca Orlando, fordert mehr Einfluss der europäischen Kommunen auf die Migrationspolitik. Der Politiker aus Sizilien sagte der Deutschen Presse-Agentur, die aktuellen Pläne der Europäischen Kommission für eine neue Asylpolitik gingen nicht weit genug. Europa müsse die freiwillige Bereitschaft vieler Kommunen zur Aufnahme von Flüchtlingen stärker nutzen. Der 73-jährige Italiener sollte am Donnerstagabend in Potsdam bei einer Gala mit Video-Zuschaltung einen europäischen Kulturmarken-Preis für sein Lebenswerk erhalten.

Für Freitag kündigte Orlando einen gemeinsamen Aufruf mit dem Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert zur EU-Migrationspolitik an. Sowohl Palermo als auch Potsdam sind Teil des Städtebündnisses «Seebrücke» gegen Abschottungspolitik. Die EU müsse den «Schutzsuchenden ein faires und an humanitären Werten orientiertes Asylverfahren» ermöglichen, heißt es in dem neuen Appell.

«Palermo hat sich in den vergangenen Jahrzehnten extrem stark verändert», erläuterte Orlando seine Motivation, Migration und Menschenrechte in den Fokus zu stellen. «Wir haben unser Denken und die Gefühle in unseren Herzen verändert.» Migration könne so als Gewinn für eine Stadt begriffen werden: «Zum Beispiel, wenn man sieht, dass der menschenwürdige Umgang mit Flüchtlingen die Grundlagen des Zusammenlebens aller Bürger ändert», sagte er in Palermo. Auf Sizilien landen immer wieder Hunderte von Bootsmigranten an.

Der langjährige Bürgermeister war früher auch Mitglied des Europaparlaments. In der Begründung der Expertenjury für den Preis hieß es, Orlando biete «mit kühnen Kulturinitiativen der Mafia und dem Rassismus die Stirn». Bei der Veranstaltung im Nikolaisaal in Potsdam sollten auch noch andere Kulturmacher geehrt werden.

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