Neues aus dem Ausland am Samstag

Neues aus dem Ausland am Samstag

US-Regierung fordert von China Stopp der Einschüchterung Taiwans

WASHINGTON: Die neue US-Regierung hat China dazu aufgefordert, seinen «militärischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Druck auf Taiwan» einzustellen. Anstatt der Kampagne zur «Einschüchterung» des Nachbarn solle Peking das Gespräch mit der demokratisch gewählten Regierung Taiwans suchen, forderte das Außenministerium in Washington am Samstag. Chinas Verhalten gegenüber Taiwan und anderen Nachbarn sei besorgniserregend.

Die USA stünden felsenfest zu Taiwan und würden der Führung in Taipeh auch weiterhin helfen, eine ausreichende Fähigkeit zur Selbstverteidigung zu haben, hieß es weiter. Dies trage zu Frieden und Stabilität in der Region bei, erklärte das Außenministerium.

Die kommunistische Führung in Peking sieht das heute demokratische Taiwan infolge ihrer Ein-China-Doktrin als Teil der Volksrepublik an.

Der neue US-Präsident Joe Biden hat Antony Blinken als Außenminister nominiert. Dieser wurde aber noch nicht vom Senat bestätigt - ein Schritt, der Anfang kommender Woche folgen dürfte.


Erstes Telefonat mit Europäer: Biden spricht mit Johnson

LONDON/WASHINGTON: Als erster europäischer Regierungschef hat der britische Premierminister Boris Johnson mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden telefoniert. «Großartig, mit Präsident Joe Biden zu sprechen», twitterte Johnson am Samstagabend. «Ich freue mich darauf, das langjährige Bündnis zwischen unseren beiden Ländern zu vertiefen, während wir eine umweltfreundliche und nachhaltige Erholung von Covid-19 vorantreiben.»

Ein britischer Regierungssprecher sagte, Johnson habe Bidens Entscheidung begrüßt, dem Pariser Klimaschutzabkommen und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wieder beizutreten. Die Politiker hätten zudem über die Rolle der Nato und die Möglichkeit eines bilateralen Handelsabkommens gesprochen. «Der Premierminister hat seine Absicht bekräftigt, bestehende Handelsprobleme so schnell wie möglich zu lösen», sagte der Sprecher.

Das Weiße Haus bestätigte das Gespräch später und teilte mit, Biden habe seinen Willen bekräftigt, das besondere Verhältnis zu Großbritannien weiter zu stärken und den transatlantischen Verbindungen zu neuem Schwung zu verhelfen. Zudem habe Biden die Bedeutung der Nato als Verteidigungsbündnis betont, hieß es weiter. Biden, der seit Mittwoch Präsident ist, hatte zuvor nur mit seinen Amtskollegen in den Nachbarländern Kanada und Mexiko gesprochen.

Die von den USA und Großbritannien stets betonte «spezielle Beziehung» könnte nach Ansicht von Politologen mit dem Duo Biden/Johnson auf eine Probe gestellt werden. Der Brite hatte stets seine enge Zusammenarbeit mit Bidens Vorgänger Donald Trump betont, diesen aber nach den Unruhen rund um das Kapitol in Washington Anfang Januar kritisiert. Biden wiederum hatte im Wahlkampf häufig den von Johnson vorangetriebenen Brexit kritisiert.


Biden spricht mit mexikanischem Präsidenten über Migration

WASHINGTON: Der neue US-Präsident Joe Biden hat mit seinem mexikanischen Kollegen Andrés Manuel López Obrador über das langjährige Streitthema Migration gesprochen. Biden habe unter anderem seinen Plan zur «Umkehr der drakonischen Einwanderungspolitik der vorherigen US-Regierung» umrissen, teilte das Weiße Haus am Samstag mit.

Zu den ersten Amtshandlungen Bidens nach der Vereidigung am Mittwoch gehörte der Stopp der Bauarbeiten an dem von seinem Vorgänger Donald Trump initiierten neuen Zaun an der Grenze zu Mexiko. Biden will die illegale Migration unter anderem durch Unterstützung der Herkunftsländer abbremsen. Auch will er mehreren Millionen illegal in die USA gekommenen Migranten den Weg zur Staatsbürgerschaft öffnen.

Ein weiteres Thema des Gesprächs der beiden Präsidenten am Freitag sei die Abstimmung im Kampf gegen das Coronavirus gewesen, hieß es.

Biden habe ihm gesagt, die USA würden Guatemala, Honduras und El Salvador mit vier Milliarden US-Dollar (rund 3,3 Milliarden Euro) unterstützen, um Fluchtursachen zu bekämpfen, verriet López Obrador in einer Rede am Samstag. Aus diesen Ländern des sogenannten Nördlichen Dreiecks Mittelamerikas stammt die überwiegende Mehrheit der Zehntausenden Menschen, die jeden Monat unerlaubt über die Grenze mit Mexiko in die USA einzureisen versuchen. Bidens Vorgänger Trump hatte zwischenzeitlich Hilfszahlungen in Millionenhöhe an die drei Länder eingestellt, um deren Regierungen zu bewegen, die Migration ihrer Bürger in Richtung USA zu unterbinden.


Papst lobt mutige Medien und Reporter mit «abgelaufenen Schuhsohlen»

ROM: Papst Franziskus hat vor einem Journalismus aus zweiter Hand gewarnt, wenn Reporter sich nicht mehr auf der Straße «die Schuhsohlen ablaufen». Mutige Reporter in Krisengebieten dagegen seien ein Gewinn für die Demokratie, erläuterte der Papst in einer Botschaft zum kirchlichen Welttag der sozialen Kommunikationsmittel (24. Januar). Aufmerksame Stimmen würden die Gefahr einer Verflachung durch das «gegenseitige Kopieren» in vielen Mediengattungen seit längerem beklagen.

«Die Krise in der Verlagsbranche droht dazu zu führen, dass Informationen in Redaktionen, vor dem Computer, in den Presseagenturen und in sozialen Netzwerken hergestellt werden, ohne jemals auf die Straße zu gehen, ohne «sich die Schuhsohlen abzulaufen», ohne Menschen zu begegnen (...)», hieß es in der am Samstag veröffentlichten Erklärung des katholischen Kirchenoberhaupts.

Es gebe aber eine ganze andere, mutige Seite des Journalismus, in der Reporter sich großen Gefahren aussetzten. Der 84-jährige Franziskus bedankte sich für Berichte über verfolgte Minderheiten, Ungerechtigkeit gegen Arme und vergessene Kriege. «Es wäre ein Verlust nicht nur für die Information, sondern für die gesamte Gesellschaft und für die Demokratie, wenn diese Stimmen verschwinden würden.»


Macron will nach Missbrauchs-Enthüllungen verschärfte Maßnahmen

PARIS: Nach den zahlreichen Reaktionen auf die Veröffentlichung des Buches der Juristin Camille Kouchner über mutmaßlichen sexuellen Missbrauch, will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verschärfte Maßnahmen zur Bekämpfung sexueller Gewalt in der Familie ergreifen. Man müsse die Verbrecher für ihre Taten aus der Vergangenheit bestrafen und Zeugenaussagen von Menschen sammeln, die auch vor Jahren und Jahrzehnten zu Opfern geworden sind, sagte Macron in einem am Samstag auf seinem Twitter-Account geposteten Video.

Kinder, die Opfer von Inzest und sexueller Gewalt sind, müssen besser geschützt werden, so der Staatschef. Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP hat Macron Justizminister Eric Dupond-Moretti und den Staatssekretär für Kinder und Familie, Adrien Taquet, damit beauftragt, Konsultation durchzuführen und so schnell wie möglich Vorschläge dazu zu unterbreiten.

Anfang Januar hat Kouchner ein Buch über mutmaßlichen sexuellen Missbrauch in ihrer berühmten Familie veröffentlicht. Das Werk hat eine Debatte über Inzest ausgelöst und zahlreiche Menschen dazu ermutigt, unter dem Hashtag #metooinceste ihre Erfahrungen mit Übergriffen innerhalb der Familie mitzuteilen. Der Hashtag ist angelehnt an das Schlagwort MeToo, das seit einigen Jahren stellvertretend für den Kampf gegen Alltagssexismus, Missbrauch und Nötigung weltweit steht.


Papst sagt erneut wegen Ischias-Leidens Termine ab

ROM: Zum zweiten Mal in gut drei Wochen muss Papst Franziskus wegen eines Ischias-Leidens Messe-Termine kurzfristig absagen. Wie Vatikansprecher Matteo Bruni am Samstag mitteilte, könne das katholische Kirchenoberhaupt eine für Sonntag im Petersdom geplante Feier wegen des «erneuten Auftauchens der Ischialgie» nicht leiten. Der 84-Jährige werde durch Kurienerzbischof Rino Fisichella vertreten. Das Angelusgebet am Mittag in der Bibliothek des Apostolischen Palastes werde der Papst aber sprechen.

Ende Dezember hatte Franziskus wegen Ischias-Schmerzen zwei Jahreswechsel-Messen abgesagt. Wie der Vatikan jetzt weiter mitteilte, solle ein für Montag vorgesehenes Treffen mit dem Diplomatischen Korps verschoben werden. Bei einem anderen Termin zum Abschluss der Gebetswoche für die Einheit der Christen werde der Papst vertreten werden.

Bei Ischias-Leiden handelt es sich um verschiedene Beschwerden, die in der Regel vom Ischias-Nerv ausgehen. Dieser ist dann zum Beispiel eingeklemmt oder entzündet. Dabei können sich die Schmerzen vom Rücken bis ins Bein ziehen.


Suche nach verletztem jungen Finnwal vor Neapel läuft weiter

NEAPEL: Nach dem Fund eines toten Wals im Golf von Neapel geht die Suche nach einem zweiten, wohl verletzten Tier weiter. Das berichtete die Präsidentin der italienischen Meeresschützer von Marevivo, Rosalba Giugni, am Samstag. Bei den Untersuchungen des verendeten Finnwal-Weibchens in der Hafenstadt Neapel gebe es erste Resultate, erzählte sie. Das rund 20 Meter lange Tier sei danach nicht die Mutter des vermissten, jüngeren Finnwals.

Der Tod des großen Meeressäugers sei, so hätten die Fachleute ermittelt, ungefähr eine Woche her, hieß es in einer Pressemitteilung von Marevivo vom Freitag. Äußere Verletzungen oder Plastik im Magen seien nicht entdeckt worden. Das Tier habe in jüngerer Zeit keinen Nachwuchs zur Welt gebracht. «Das Ungewöhnliche an dem Fund ist außer der Größe des Finnwals der Ort», erläuterte Rosalba Giugni am Telefon der Deutschen Presse-Agentur. Er war vor einigen Tagen am Hafen von Sorrent entdeckt worden. «Wenn ältere Wale sterben, schwimmen sie eigentlich nicht Richtung Hafen», sagte sie. Die Küstenwache hatte den Kadaver zur Analyse am Mittwoch nach Neapel geschleppt.

Der jüngere Wal war ebenfalls in Sorrent aufgetaucht und gefilmt worden. Er rammte, so zeigt ein Video, mit dem Kopf gegen eine Hafenmauer. Dabei dürfte sich das Tier verletzt haben. Die Suche nach ihm blieb zunächst erfolglos. Es kursierte die Vermutung, dass der tote Wal seine Mutter sein könnte. Rosalba Giugni sagte: «Die Wal-Bilder aus dem Mittelmeer haben uns sehr bewegt. Zugleich läuft eine Tragödie von größerer Tragweite weiter: Jedes Jahr werden weltweit Tausende Wale getötet - oft aus kommerziellen Gründen.» Im Mittelmeer sind mehrere Arten der größten Säugetiere der Welt zu Hause.


«Ocean Viking» rettet im Mittelmeer 374 Migranten

PARIS: Das Hilfsschiff «Ocean Viking» hat innerhalb von 48 Stunden 374 Bootsmigranten im Mittelmeer vor Libyen aus Seenot gerettet. Unter ihnen seien 165 Minderjährige, von denen die überwiegende Mehrheit unbegleitet sei, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Samstag mit Bezug auf die Betreiberorganisation SOS Méditerranée. Rund 30 Kinder seien im Alter von zwölf Jahren oder jünger.

Das Schiff habe am Freitagabend 106 Personen an Bord geholt, teilte die Betreiberorganisation auf Twitter mit. Die Menschen kämen aus Guinea, dem Sudan und Sierra Leone. Bei der Rettungsaktion handelt es sich um den dritten Einsatz des Hilfsschiffs seit Donnerstag. Zuvor waren jeweils 149 und 119 Menschen gerettet worden. «Ocean Viking» war nach monatelanger Pause am 11. Januar vom französischen Hafen Marseille ins zentrale Mittelmeer ausgelaufen.

In Libyen herrscht seit fast zehn Jahren Bürgerkrieg. Dabei hat sich das Land zu einem der wichtigsten Transitgebiete für Migranten auf dem Weg nach Europa entwickelt. Viele wollen über Italien nach Europa einreisen.


Schottische Nationalisten mit Plan für Unabhängigkeitsreferendum

EDINBURGH: Mit einem Elf-Punkte-Plan haben die schottischen Nationalisten ihren Forderungen nach Unabhängigkeit von Großbritannien Nachdruck verliehen. Die Schottische Nationalpartei (SNP) von Regierungschefin Nicola Sturgeon kündigte an, nach Ende der Pandemie ein «legales Referendum» durchzuführen. Voraussetzung sei, dass Pro-Unabhängigkeitsparteien bei der für 6. Mai geplanten Regionalwahl erneut eine Mehrheit erhalten. Der britische Premierminister Boris Johnson lehnt ein neues Referendum strikt ab.

In ihrer «Roadmap» betont die SNP, die britische Regierung in London habe drei Möglichkeiten. Entweder sie gestehe ein, dass das schottische Parlament bereits die Befugnis besitze, ein Referendum anzuberaumen, oder genehmige die Abstimmung offiziell. Alternativ könne sie versuchen, «den Wunsch des schottischen Volkes» vor Gericht anzufechten. Dem werde sich die Partei energisch entgegenstemmen, heißt es in dem am Samstag in der Zeitung «The National» veröffentlichten Dokument.

Regierungschefin Sturgeon tritt vehement für ein zweites Referendum ein. Sie argumentiert, dass der Brexit, den die Schotten mit deutlicher Mehrheit abgelehnt hatten, ein neues Licht auf die erste Volksabstimmung werfe. 2014 hatte eine knappe Mehrheit gegen die Loslösung von Großbritannien gestimmt, damals war das Vereinigte Königreich noch Mitglied der EU. Derzeit befürwortet in Umfragen eine Mehrheit die Unabhängigkeit.

Oppositionsparteien in Edinburgh kritisierten die Pläne scharf. Es sei «unentschuldbar», dass die SNP in unruhigen Zeiten mit Tausenden Corona-Toten ihre Unabhängigkeitspläne über alles stelle, hieß es von der Labour-Partei. Der Chef der schottischen Konservativen, Douglas Ross, kündigte bei Twitter an: «Wir werden das nicht zulassen.»


Starker Wirbelsturm fegt über Afrikas Ostküste hinweg - neun Tote

MAPUT/JOHANNESBURG: Mit Windgeschwindigkeiten um die 130 Stundenkilometer und schweren Regenfällen hat am Samstag der tropische Wirbelsturm «Eloise» Afrikas Ostküste erreicht. Mindestens neun Menschen kamen nach Behördenangaben in der am schlimmsten betroffenen Hafenstadt Beira ums Leben - die meisten davon wurden durch umfallende Bäume erschlagen. Von schweren Überschwemmungen betroffen sind die Distrikte Buzi und Nhamatanda. Präsident Filipe Nyusi wollte sich vor Ort über die Rettungsarbeiten informieren.

«Eloise» war am Morgen nahe der mosambikanischen Stadt Beira auf Land getroffen, teilte das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) mit. Nach den Prognosen drohen schwere Überschwemmungen, die allein in Mosambik mehr als 200.000 Menschen in Mitleidenschaft ziehen könnten.

Dort stehen Helfer bereit. Sie zogen damit Konsequenzen aus dem verheerenden Zyklon «Idai» vor zwei Jahren. Die Schäden durch «Idai» kurz vor der Erntezeit im März 2019 sowie den kurze Zeit später folgenden Zyklon «Kenneth» gelten als besonders verheerend und haben Langzeitwirkung. Rund drei Millionen Menschen waren in Mosambik, Simbabwe und Malawi betroffen, gut 600 Menschen starben. Besonders betroffen war auch damals die 500.000-Einwohner-Stadt Beira.

Dort ist der Wasserstand aktuell sehr hoch, weil Tropensturm «Chalane» Anfang des Jahres bereits für heftige Regenfälle sorgte. Der Wirbelsturm «Eloise» dürfte im Laufe des Tages weiter in Richtung der Nachbarländer Simbabwe, Botswana und auf Teile von Südafrika hin ziehen. Er kam vom Inselstaat Madagaskar, wo es nach Behördenangaben mindestens einen Toten sowie Überschwemmungen gab.


Globalwafers erhöht Angebot für Siltronic-Aktionäre

MÜNCHEN: Der taiwanesische Chip-Zulieferer Globalwafers hat sein Übernahmeangebot für den deutschen Waferhersteller Siltronic nochmals aufgestockt. Statt wie zuletzt 140 Euro würden nun für alle ausstehenden Siltronic-Stammaktien 145 Euro pro Aktie angeboten, wie Globalwafers am Samstag mitteilte. Dies sei nun das «endgültige Übernahmeangebot», hieß es. Erst am Freitag hatte Globalwafers die Offerte von 125 auf 140 Euro erhöht.

Alle anderen Bedingungen des Übernahmeangebots blieben unverändert. Die Aktionäre können damit weiterhin bis zum 27. Januar überlegen, ob sie die Offerte annehmen. Wafer sind dünne Scheiben aus Silizium, die als Grundplatte für elektronische Bauelemente dienen.

Der Großaktionär Wacker Chemie hatte bereits im Dezember vertraglich zugesichert, seinen knapp 31 Prozent Anteil an Siltronic abzugeben, was knapp 1,2 Milliarden Euro in die Kasse spülen würde. Zudem hatte Globalwafers im Dezember eine Mindestannahmeschwelle von 65 Prozent genannt. Insgesamt hält der Konzern laut der Mitteilung vom Freitag derzeit 4,53 Prozent an Siltronic.

Für den Fall, dass es zu einer erfolgreichen Übernahme kommt, hatte Globalwafers angekündigt, dass deutsche Siltronic-Standorte bis Ende 2024 vor Schließungen ebenso geschützt sind wie die Mitarbeiter in Deutschland vor betriebsbedingten Kündigungen.


Laschet: Ergebnis der CDU-Briefwahl «tolle Rückendeckung»

MAINZ: Der neue CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet hat das Briefwahlergebnis im Anschluss an den digitalen Parteitag der CDU als «tolle Rückendeckung» bezeichnet.

Die Zustimmung von 83 Prozent sei «sehr bemerkenswert», sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident am Samstag auf einem Programmparteitag der rheinland-pfälzischen CDU. Das Briefwahlergebnis zeige, dass sich Delegierte neu entschieden und «Gräben übersprungen» hätten. Laschet hatte das Rennen um das CDU-Spitzenamt beim digitalen Parteitag vor einer Woche knapp gegen Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz gewonnen, bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden war der Außenpolitiker Norbert Röttgen. «Wir hatten drei Kandidaten, es waren tolle Kandidaten», sagte Laschet nun, stutzte und fügte lachend hinzu: «Ich selbst finde mich auch ganz gut.».


Unbekannter knackt milliardenschweren Mega-Jackpot

NEW YORK: Ein bisher unbekannter Lottospieler aus dem US-Staat Michigan hat bei der Freitagsziehung den milliardenschweren Jackpot der US-Lotterie Mega Millions geknackt. Der oder die Glückliche könne nun eine Summe von 739,60 Millionen Dollar (fast 608 Millionen Euro) kassieren, teilte die Lotterie auf ihrer Webseite am frühen Samstagmorgen mit.

Der mit einer Milliarde Dollar gefüllte Jackpot sei der zweitgrößte in der Geschichte von Mega Millions gewesen, hieß es weiter. Das Glückslos war demnach das einzige, das alle sechs Nummern - 4,26,42,50,60 und 24 - richtig hatte. Der US-Sender NBC berichtete, die Wahrscheinlichkeit dafür habe bei 1 zu 303 Millionen gelegen.


Zahlreiche Tote bei Islamisten-Attacke in Somalia

MOGADISHU: Der ostafrikanische Krisenstaat Somalia ist laut Militärangaben von einer großangelegten Attacke der sunnitischen Terrorgruppe Al-Shabaab erschüttert worden. Der Angriff - bei dem mehrere Soldaten ums Leben kamen - begann am Morgen rund 90 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Mogadischu im Raaga-Ele-Distrikt. «Die Lage in der Region ist angespannt, da Hunderte bewaffnete Soldaten und örtliche Milizen sich außerhalb des Distrikts sammeln, um den Distrikt von der Al-Shaabab zurückzuerobern», erklärte Ortsvorsteher Mohamud Dahir im Nachbarort Adale. Viele Anwohner seien geflohen.

Laut Kommandeur Mohamud Saney kamen bei dem Angriff mindestens sechs Angreifer und drei Soldaten ums Leben. «Wir senden mehr Truppen in die Region», sagte er. Al-Shabaab ließ dagegen über sein Sprachrohr Radio Andalus verlauten, Dutzende Soldaten bei dem Angriff getötet zu haben.

Die sunnitische Terrorgruppe kämpft seit Jahren in dem Land am Horn von Afrika um die Vorherrschaft. Sie kontrolliert weite Teile des Südens und des Zentrums und verübt immer wieder Anschläge auf Zivilisten und Sicherheitskräfte. In der Hauptstadt Mogadischu wurden am Samstagmorgen laut Polizeiangaben drei Leibwächter von zwei Politikern bei der Explosion einer Autobombe getötet.

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