Neuer Wirtschaftsminister in Litauen

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

BGH bremst Banken: Basiskonto für Arme darf nicht zu teuer sein

KARLSRUHE: Das Basiskonto soll auch Menschen mit wenig Geld grundlegende Bankgeschäfte ermöglichen - deshalb darf es nicht zu teuer sein. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Dienstag klargestellt. Die obersten Zivilrichter nannten in einem Urteil gegen die Deutsche Bank zwar keine konkrete Obergrenze. 8,99 Euro im Monat plus 1,50 Euro für einzelne Services sind aber zu viel. Die Banken dürften ihren Mehraufwand für die Führung der Basiskonten nicht allein auf deren Inhaber umlegen. (Az. XI ZR 119/19) Das Basiskonto gibt es seit 2016. Es ist vor allem für Menschen wie Obdachlose, Geflüchtete oder Hartz-IV-Empfänger gedacht, die besondere Schwierigkeiten haben, ein reguläres Girokonto zu eröffnen.


«Schienenpakt» unterzeichnet: Mehr Güter auf Schiene, mehr Fahrgäste

BERLIN: Politik und Wirtschaft wollen mit einem «Schienenpakt» mehr Güter mit der Bahn transportieren und die Zahl der Fahrgäste im Personenverkehr bis 2030 verdoppeln. Ein Kernpunkt ist der «Deutschlandtakt», der in den kommenden Jahren schrittweise eingeführt werden soll. Er sieht eine halbstündige Taktung von Fernzügen auf den Hauptverbindungen vor - auf der Strecke Hamburg-Berlin schon ab Dezember. Geplant sind außerdem bessere Anschlüsse für Reisende.


Verbraucherschützer fordern Verlängerung für Corona-Mieterschutz

BERLIN: Die Verbraucherzentralen fordern, dass Mieter länger vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise geschützt werden. Viele Verbraucher seien auch weiterhin stark belastet, sagte der Chef des Verbraucherzentrale-Bundesverbands, Klaus Müller, dem «Handelsblatt». Es sei wichtig, für existenzielle Krisen «Überbrückungsmöglichkeiten» zu bieten. «Nötig ist daher eine zeitnahe Verlängerung der Moratorien für Kredite, Miet- und Energiezahlungen», forderte Müller. Diese Moratorien sollten am Dienstag auslaufen.


Corona-Krise in der Luftfahrt längst nicht überwunden

FRANKFURT/MAIN: Trotz zunehmenden Flugverkehrs ist die Corona-Branchenkrise noch längst nicht ausgestanden. Während von deutschen Flughäfen langsam wieder mehr Urlaubsjets starten, geht die Gesellschaft Norwegian Air Shuttle auf Konfrontationskurs mit dem Hersteller Boeing. Für den skandinavischen Anbieter SAS schnürten Dänemark und Schweden sowie private Investoren ein Rettungspaket. Norwegian zog sämtliche Bestellungen bei Boeing zurück und leitet rechtliche Schritte gegen den US-Hersteller des Unglücks-Jets 737 Max ein. Insgesamt geht es um 97 Maschinen mit dem Listenpreis von 10,6 Milliarden Dollar (9,4 Mrd Euro).


Aktienmarkt ohne Schwung - Dax leicht im Minus

FRANKFURT/MAIN: Dem deutschen Aktienmarkt hat am Dienstag der Schwung gefehlt. Am frühen Nachmittag notierte der Dax 0,12 Prozent tiefer bei 12.217,57 Punkten. Zum Wochenstart hatte sich der Leitindex um knapp 1,2 Prozent von seinem Vorwochenverlust erholt. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte gewann am Dienstagnachmittag 0,49 Prozent auf 25.793,29 Zähler. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 verlor rund 0,4 Prozent. Der Euro verlor an Wert und kostete zuletzt 1,1202 US-Dollar. Am deutschen Anleihemarkt sank der Rentenindex Rex um 0,01 Prozent auf 145,24 Punkte.

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