Nachrichten aus der Wirtschaft

Deutsche Wirtschaft im dritten Quartal leicht gewachsen

WIESBADEN (dpa) - Die deutsche Wirtschaft ist überraschend im Sommer leicht gewachsen. Im 3. Quartal erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt zum Vorquartal um 0,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im zweiten Vierteljahr hatte Europas größte Volkswirtschaft noch einen Rückgang um 0,2 Prozent verzeichnet. Mit der Rückkehr zu Wachstum wurde eine «technische Rezession» vermieden. Davon sprechen Volkswirte, wenn die Wirtschaftsleistung zwei Quartale in Folge schrumpft. Einen Absturz der deutschen Wirtschaft nach Jahren des Aufschwungs erwarten die meisten Volkswirte ohnehin nicht.


Daimler-Chef Källenius bringt den Autobauer auf Sparkurs

STUTTGART/LONDON (dpa) - Mit einem rigiden Sparkurs will Daimler-Chef Ola Källenius den Autobauer auf die Zukunft ausrichten und wieder auf mehr Profit trimmen. «Die Kostenbelastungen zur Erreichung der CO2-Ziele erfordern umfassende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in allen Bereichen unseres Unternehmens. Dazu gehören auch die Verschlankung unserer Prozesse und Strukturen», stellte Källenius am Donnerstag klar. Vor allem in der Autosparte Mercedes-Benz sollen die Kosten runter. Bis Ende 2022 will Källenius hier mehr als eine Milliarde Euro an Personalkosten einsparen und dazu jede zehnte Stelle im Management streichen.


Creditreform: Altersüberschuldung steigt dramatisch an

DÜSSELDORF (dpa) - Immer mehr alte Menschen in Deutschland können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Innerhalb von nur zwölf Monaten sei die Zahl der überschuldeten Verbraucher im Alter ab 70 Jahren um 44,9 Prozent auf rund 380.000 gestiegen, berichtete die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Donnerstag. Seit 2013 habe sich die Zahl der überschuldeten Senioren sogar um 243 Prozent erhöht. Einerseits machten sich die Rentenreformen bemerkbar, die fast durchweg auf eine Kürzung des Sicherungsniveaus der gesetzlichen Rente abgezielt hätten. Außerdem wirkten sich die wachsende Zahl unsteter Erwerbsbiografien und der zunehmende Niedriglohnsektor aus. Auch der zum Teil dramatische Anstieg der Mieten spiele eine Rolle.


ADAC-Hauptversammlung beschließt Beitragserhöhung

MÜNCHEN (dpa) - Die Mitgliedschaft beim ADAC wird teurer. Die 21 Millionen Mitglieder müssen ab April fünf Euro mehr im Basistarif und zehn in der Plus-Mitgliedschaft zahlen. Das hat die außerordentliche Hauptversammlung des Vereins am Donnerstag in München mit 96 Prozent der Stimmen beschlossen. Neu eingeführt wird eine Premium-Mitgliedschaft mit weltweiter Pannenhilfe, Rückholdienst und Abschleppen in die Wunschwerkstatt für 139 Euro Jahresbeitrag.


Innovationsexperte: Tesla-Fabrik treibt deutsche Autoindustrie an

BERLIN (dpa) - Das angekündigte Werk des E-Autobauers Tesla bei Berlin könnte nach Ansicht des Innovationsexperten Dietmar Harhoff den Wandel der deutschen Autoindustrie unterstützen. Die deutschen Autokonzerne hätten sich lange an den Verbrennungsmotor geklammert. «Da ist es gut, wenn sich hier ein Unternehmen niederlässt, das ganz anders darüber denkt. Das bringt Wind rein, das hilft uns, innovativer zu werden.» Tesla hatte angekündigt, eine Fabrik für Elektroautos in Grünheide bei Berlin zu bauen. Nach Angaben aus Berlin und Brandenburg könnten durch die Entscheidung des US-Herstellers bis zu 8.000 Arbeitsplätze in der Region entstehen.


Schulze lehnt Vorschlag zur Abstandsregel für Windräder ab

BERLIN (dpa) - Bundesumweltministerin Svenja Schulze lehnt den Entwurf für Regeln zum Abstand zwischen Windrädern und Wohnhäusern ab. «Wir sind mit diesem Vorschlag nicht einverstanden», sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag in Berlin. Der Entwurf von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) werde derzeit zwischen den Ministerien abgestimmt. Der Unions-Wirtschaftsflügel hat Kritik an dem geplanten Mindestabstand von 1000 Metern zurückgewiesen. «Fakt ist, dass der Ausbau der Windenergie schon heute ohne eine bundeseinheitliche Regelung massiv eingebrochen ist», sagte ein Sprecher. Es gebe kaum mehr Akzeptanz für Windräder, einheitliche Regelungen seien daher richtig.


Dax im Minus - Atempause nach Rally

FRANKFURT/MAIN (dpa) - Nach der Aktienmarkt-Rally in den vergangenen Wochen sind die Anleger am Donnerstag weiter vorsichtig geblieben. Am Nachmittag sank der Dax um 0,49 Prozent auf 13.165,29 Punkte, nachdem er bereits am Vortag leicht nachgegeben hatte. Für den MDax ging es am Donnerstag um 0,27 Prozent abwärts auf 27.011,32 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,30 Prozent.

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