Nachrichten aus der Sportwelt am Samstag

Thomas Voeckler aus Frankreich, Fahrer des Direct Energie-Teams, besteigt den Col Grand Colombier. Foto: epa/Stratis Balaskas
Thomas Voeckler aus Frankreich, Fahrer des Direct Energie-Teams, besteigt den Col Grand Colombier. Foto: epa/Stratis Balaskas

DTM-Halbzeitmeister: Müller deklassiert Konkurrenz auf Nürburgring

NÜRBURG: Nico Müller hat sich eindrucksvoll den inoffiziellen Titel des Halbzeitmeisters im Deutschen Tourenwagen-Masters gesichert. Im neunten von 18 Rennen feierte der Schweizer am Samstag mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings seinen vierten Saisonerfolg vor seinem Audi-Markenkollegen René Rast und BMW-Pilot Marco Wittmann. Müller liegt in der Gesamtwertung mit nunmehr 192 Punkten vor Robin Frijns aus den Niederlanden (149) und Titelverteidiger Rast (140).

Müller hatte schon die Qualifikation sehr souverän dominiert und setzte diese Dominanz von der Pole Position an fort. Schon nach wenigen Runden hatte der 28-Jährige einige Sekunden Vorsprung herausgefahren. Nach dem Pflichtstopp und dem damit verbundenen Reifenwechsel baute Müller seinen Vorsprung vor dem Feld immer weiter aus und hatte zwischenzeitlich über 15 Sekunden vor dem Zweiten herausgefahren.

Der zehnte Lauf der Rennserie findet am Sonntag (13.30 Uhr/Sat1) ebenso auf dem Nürburgring statt wie am kommenden Wochenende die nächsten beiden Rennen.


DOSB-Chef: Kein fairer Prozess für hingerichteten Ringer Afkari

BERLIN: DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat «schockiert und sehr betroffen» auf die Hinrichtung des iranischen Ringers Navid Afkari reagiert. «Wir haben kein Verständnis dafür, dass die Strafe vollzogen wurde, ohne dem Angeklagten einen fairen Prozess als eines der grundlegenden Menschenrechte zu gewähren», sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes am Samstag. Hörmann schloss sich damit der heftigen Kritik aus Sport und Politik an.


AC Mailand verpflichtet Rebic fest von Eintracht Frankfurt

FRANKFURT/MAILAND: Der ohnehin seit einem Jahr verliehene kroatische Fußball-Nationalspieler Ante Rebic wechselt endgültig von Eintracht Frankfurt zur AC Mailand. Beide Vereine kamen «überein, die zunächst bis 2021 befristete Leihe in einen dauerhaften Transfer umzuwandeln», teilten die Hessen am Samstagabend mit. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. Rebic (26) unterschrieb in Mailand einen Vertrag bis 2025.


Nach Verurteilung: Manchester United hält an Kapitän Maguire fest

MANCHESTER: Der englische Fußball-Nationalspieler Harry Maguire bleibt trotz des jüngsten Wirbels um seine Verurteilung in Griechenland Kapitän von Manchester United. «Er war immer ein positiver Mensch mit den richtigen Werten», sagte Manchesters Ole Gunnar Solskjaer in einem Interview, das am Samstag auf der Website des Vereins veröffentlicht wurde. Der 27-jährige Innenverteidiger habe einen «schwierigen» Sommer gehabt, sei damit aber sehr gut umgegangen. In der vergangenen Woche hatte bereits der englische Fußball-Nationaltrainer Gareth Southgate bekräftigt, dass er Maguire schon bald wieder für den Kader nominieren wolle.


Superstar Neymar im PSG-Kader gegen Olympique Marseille

PARIS: Superstar Neymar kehrt zum Heimspiel des Champions-League-Finalisten Paris St. Germain am Sonntag (21.00 Uhr) gegen Olympique Marseille in den Kader seiner Mannschaft zurück. PSG-Coach Thomas Tuchel ist laut eigenen Angaben jedoch nicht sicher, ob Neymar sowie der Stürmer Angel Di Maria, Torwart Keylor Navas und Mittelfeldspieler Leandro Paredes in der Startelf stehen können. Er werden morgen entscheiden, sagte Trainer Thomas Tuchel am Samstag während einer Konferenz. «Die Frage ist, ob sie das Spiel für uns beginnen oder beenden werden.»


RB Leipzig mehrere Wochen ohne Laimer

LEIPZIG: Fußball-Bundesligist RB Leipzig muss Vereinsangaben zufolge «rund vier Wochen» auf Mittelfeldspieler Konrad Laimer verzichten. Bei dem 23-Jährigen, der auch am Samstag beim 3:0-Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg gefehlt hatte, wird am Dienstag eine Arthroskopie im Knie durchgeführt. Der Österreicher fiel zuletzt aufgrund eines Knochenödems im Kniegelenk aus.


Tennisturnier in Rom: Nadal trifft bei Comeback auf Zverev-Gegner

ROM: Der Spanier Rafael Nadal trifft bei seinem Comeback nach über einem halben Jahr Corona-Pause beim Tennisturnier in Rom auf seinen Landsmann Pablo Carreño Busta. Das ergab die Auslosung am Samstag. Carreño Busta hatte erst am Freitag (Ortszeit) in New York durch eine Niederlage gegen Alexander Zverev das Endspiel der US Open verpasst. Er und Nadal haben zum Auftakt in Rom jeweils ein Freilos und sind in der Runde der letzten 32 Gegner.


Messi bleibt Kapitän des FC Barcelona

BARCELONA: Weltfußballer Lionel Messi bleibt trotz des Wechsel-Theaters der vergangenen Wochen Kapitän des spanischen Fußball-Vizemeisters FC Barcelona. Wie die Katalanen am Samstag mitteilen, bleibt das Kapitänsteam insgesamt unverändert. Neben dem Argentinier führen Sergio Busquets, Gerard Piqué und Sergi Roberto das Amt aus, und zwar in dieser Reihenfolge.


Titelverteidiger Liverpool gewinnt spät gegen Aufsteiger Leeds

LIVERPOOL: Titelverteidiger FC Liverpool hat bei seinem Saisonauftakt in der englischen Premier League einen knappen Sieg gefeiert. Gegen Aufsteiger Leeds United mit einem unglücklich agierenden deutschen Nationalspieler Robin Koch gewann die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp mit 4:3 (3:2). Der überragende Mohamed Salah brachte die Reds in der 4. Minute per Handelfmeter, den Koch verursachte, in Führung - und erzielte noch zwei weitere Tore (33. sowie 88./Foulelfmeter). Außerdem traf Virgil van Dijk (20.) für Liverpool.


Nach Mannheimer Corona-Fällen: Pokalspiel gegen Freiburg findet statt

MANNHEIM: Das DFB-Pokal-Spiel zwischen dem Fußball-Drittligisten SV Waldhof Mannheim und dem Bundesligisten SC Freiburg kann wie geplant an diesem Sonntag (18.30 Uhr) angepfiffen werden. Das Mannheimer Gesundheitsamt gab am Samstagabend grünes Licht für die Partie, nachdem Waldhof zuvor zwei Corona-Fälle vermeldet hatte. Nach dpa-Informationen wurden ein Spieler sowie ein Mitarbeiter des Betreuerstabs positiv getestet.


Alle Bundesligisten überstehen am Samstag erste Pokalrunde

JENA: Fußball-Bundesligist Werder Bremen ist in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt setzte sich am Samstagabend bei Drittliga-Absteiger FC Carl Zeiss Jena vor 1600 Zuschauern mit 2:0 (0:0) durch. Joshua Sargent (49. Minute) und Tahith Chong (87.) erzielten die Tore. Zuvor hatten am Samstag sieben weitere Bundesligisten die zweite Runde erreicht. Darunter der 1. FC Union Berlin mit einem mühevollen 1:0 nach Verlängerung beim Karlsruher SC. Das entscheidende Tor gelang Nils Schlotterbeck in der 118. Minute. Für eine Überraschung sorgte Regionalligist SSV Ulm 1846 mit einem 2:0 (1:0) gegen den Zweitligisten FC Erzgebirge Aue.


Schumacher übernimmt Gesamtführung in Formel 2 - Fünfter in Mugello

MUGELLO: Mick Schumacher hat erstmals die Gesamtführung in der wichtigsten Nachwuchsrennserie Formel 2 übernommen. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher wurde im Rennen am Samstag im italienischen Mugello Fünfter und profitierte auch von Aussetzern der Konkurrenz. Der bisherige Spitzenreiter Callum Ilott musste gegen Rennende noch unfreiwillig an die Box, der Drittplatzierte Robert Schwartzmann schied frühzeitig aus. Damit steht der 21 Jahre alte Schumacher nach dem 17. Saisonlauf ganz vorne und empfiehlt sich weiter für ein Cockpit in der Formel 1.

Zuletzt hatte Schumacher fünfmal nacheinander auf dem Podest gestanden, dazu reichte es bei hochsommerlichen Temperaturen in der Toskana nicht. Sieger des chaotischen Hauptrennens wurde nach 33 Runden Nikita Masepin (Russland) vor Luca Ghiotto (Italien) und Louis Delétraz (Schweiz). Schumacher hat insgesamt 153 Punkte auf seinem Konto und führt vor dem Engländer Ilott (149), der ebenfalls Mitglied des Nachwuchsprogramms von Ferrari ist. Am Sonntag (11.55 Uhr) findet in der Toskana noch ein kürzeres Sprintrennen der Formel 2 statt.

Schumacher war als 15. in den Lauf gegangen und zeigte eine Woche nach seinem ersten Saisonsieg im Monza einen starken Start. Er arbeitete sich schnell in die Top Ten nach vorne, profitierte aber auch von zwei Safety-Car-Phasen gegen Ende und hatte bei einer Kollision Glück, nicht auszuscheiden.


Kragh Andersen gewinnt 14. Tour-Etappe - Roglic bleibt in Gelb

LYON: Der Däne Sören Kragh Andersen hat die 14. Etappe der 107. Tour de France gewonnen. Der 26-Jährige vom deutschen Sunweb-Team holte sich am Samstag nach 194 Kilometern von Clermont-Ferrand nach Lyon im Alleingang den Sieg vor Luka Mezgec aus Slowenien und dem Italiener Simone Consonni.


Ackermann verpasst dritten Etappensieg knapp - Zweiter hinter Merlier

SENIGALLIA: Der deutsche Topsprinter Pascal Ackermann hat seinen dritten Etappensieg bei der Radrundfahrt Tirreno-Adriatico knapp verpasst. Der Pfälzer belegte am Samstag auf dem sechsten Teilstück über 171 Kilometer von Castelfidardo nach Senigallia den zweiten Platz hinter dem belgischen Meister Tim Merlier. Ackermann hatte zwar die höchste Endgeschwindigkeit, war im Massensprint aber lange Zeit eingeklemmt. Auf den dritten Platz fuhr der Däne Magnus Cort Nielsen.


Gesamtes Box-Nationalteam im Trainingslager mit Corona infiziert

LÄNGENFELD: Das komplette deutsche Nationalteam der Amateurboxer hat sich im Trainingslager im österreichischen Längenfeld mit dem Coronavirus infiziert. Das betrifft 18 Sportler sowie sieben Trainer und Betreuer. «Glücklicherweise gibt es keinen ernsten Fall. Einige hatten leichte Symptome wie Halsschmerzen, andere gar nichts», sagte Sportdirektor Michael Müller der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Zuerst hatte der «Spiegel» darüber berichtet.

Nach 14-tägiger Quarantäne dürfen die Sportler und Betreuer in der nächsten Woche wieder in die Heimat reisen. Das wird gestaffelt über mehrere Tage geschehen, weil Tests und Auswertungen an mehreren Tagen vorgenommen wurden. Schon Tage vor der Anreise hatten sich die Teammitglieder zwei Tests unterziehen müssen. Beide Male hatte es ausnahmslos negative Ergebnisse gegeben.

Die Sportler sollen nach Rückkehr in die Heimat an den Olympia- und Bundesstützpunkten gründlich untersucht werden, bevor sie ihre Vorbereitung auf den internationalen Cologne Cup (14. bis 18. Oktober) fortsetzen dürfen. Derzeit absolvieren alle Boxer lockeres Training im Mannschaftshotel in Längenfeld, weil keiner über Symptome klagt. Das Gesundheitsamt Tirol betreut das Team und verfolgt Kontaktketten.

«Wir haben einen eigenen Hoteltrakt, einen eigenen Essenraum, einen eigenen Seiteneingang. Die Boxer haben ausschließlich miteinander trainiert», sagte Müller, der auch wenige Tage in Längenfeld war, aber früher abgereist ist. «Ich habe mich zu Hause natürlich gleich testen lassen: negativ. Jetzt bin ich in freiwilliger Isolation und lasse mich in der nächsten Woche nochmals testen», betonte der Sportdirektor.


Länder beraten über einheitliche Regeln bei Fan-Rückkehr

BERLIN: Eine Woche vor dem Start der Fußball-Bundesliga diskutieren die Länder über bundeseinheitliche Richtlinien für die Fan-Rückkehr in die Stadien. Die Richtlinie, die die Arbeitsgemeinschaft der Chefinnen und Chefs der Staatskanzleien erarbeitet, sehe eine Auslastung der Stadien von 30 bis 40 Prozent vor, berichtet das ZDF (Samstag). Die Richtlinie solle den lokalen Gesundheitsbehörden als Vorlage dienen und auch für andere bundesweite Sportveranstaltungen gelten. Auf ein genaues Datum wollte sich die Runde laut dem ZDF nicht einigen. An der Sitzung der Staatskanzleien nahmen demnach auch Vertreter des deutschen Spitzensports teil.


IOC «geschockt» nach Hinrichtung von Ringer Afkari

BERLIN: Das Internationale Olympische Komitee hat die Hinrichtung des iranischen Ringers Navid Afkari als «sehr traurige Nachricht» bezeichnet. Das IOC sei «geschockt», hieß es in einer Mitteilung am Samstag. IOC-Präsident Thomas Bach habe zuvor per Brief Gnadengesuche an die politische Führung des Iran gerichtet, auch wenn er die Souveränität des Landes respektiere. Es sei «zutiefst verstörend», dass alle Proteste von Sportlern und die Bemühungen internationaler Verbände nicht zum Ziel geführt hätten. «Unsere Gedanken sind bei Familie und Freunden von Navid Afkari», hieß es.


BFV wehrt sich nach Gerichtsentscheid gegen Kritik von Schalke

MÜNCHEN: Nach der Absage des Pokalspiels zwischen Schalke 04 und dem 1. FC Schweinfurt 05 hat sich der Bayerische Fußball-Verband gegen Kritik aus Gelsenkirchen gewehrt. Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider hatte dem BFV am Freitagabend vorgeworfen, über Monate nicht in der Lage gewesen zu sein, ein Team für das Duell zu bestimmen. Das Landgericht München I hatte zuvor entschieden, dass der Drittligist Türkgücü anstelle des Regionalligisten Schweinfurt als bayerischer Vertreter gegen die Schalker antreten dürfe. Bis zur Klärung des Streits wurde die für Sonntag geplante Partie verschoben.


Ein Tag vor dem Pokalspiel: Positive Corona-Tests beim SV Waldhof

MANNHEIM: Einen Tag vor dem DFB-Pokalspiel gegen den SC Freiburg sind beim Fußball-Drittligisten SV Waldhof Mannheim zwei positive Befunde nach Corona-Tests aufgetreten. Die Befunde seien innerhalb der Testgruppe festgestellt worden, teilte der Club am Samstagnachmittag mit. Das Gesundheitsamt Mannheim ordnete für die gesamte Mannschaft, das Trainerteam und einige Mitarbeiter bis auf Weiteres eine häusliche Quarantäne an, wie es weiter hieß.


DFB-Pokal: Bundesligisten am Samstagnachmittag nicht zu schlagen

BERLIN: Sechs Fußball-Bundesligisten haben sich in der ersten Runde des DFB-Pokals am Samstagnachmittag schadlos gehalten. Borussia Mönchengladbach gewann die ins eigene Stadion verlegte Partie gegen Regionalligist FC Oberneuland mit 8:0 (5:0), RB Leipzig siegte auswärts beim Zweitligisten 1. FC Nürnberg mit 3:0 (1:0). Der 1. FC Köln gewann die nach Köln verlegte Partie gegen Regionalligist VSG Altglienicke mit 6:0 (3:0). Der VfL Wolfsburg lag im Duell mit Regionalligist Union Fürstenwalde in Wolfsburg zunächst mit 0:1 zurück, gewann dann aber mühelos mit 4:1 (2:1).


1000. Formel-1-Rennen für Ferrari in Mugello - Mercedes Favorit

MUGELLO: Die Scuderia Ferrari bestreitet am Sonntag (15.10 Uhr/Sky und RTL) auf der konzerneigenen Rennstrecke in Mugello als erstes Team den 1000.

Grand Prix in der Formel 1. Bei dem Rennen in der Toskana sind die Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton und Valtteri Bottas allerdings die großen Favoriten. Das Duo geht von den Plätzen eins und zwei in den neunten Saisonlauf. Sebastian Vettel fuhr in der Qualifikation nur auf den 14. Rang, Charles Leclerc wurde Fünfter. Erstmals während der Coronavirus-Pandemie werden an der Strecke in dieser Saison auch wieder Zuschauer dabei sein. Knapp 3000 Fans sind auf insgesamt drei Tribünen verteilt zugelassen.


Nach Finaleinzug bei US Open: Zverev verzichtet auf Turnier in Rom

ROM: Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev wird nach seinem Finaleinzug bei den US Open nicht am ATP-Turnier in Rom in der kommenden Woche teilnehmen. Der 23-Jährige werde ebenso fehlen wie sein Finalgegner in New York, Dominic Thiem, und Serena Williams, teilten die Organisatoren am Samstag mit. Zverev und der Österreicher Thiem bestreiten am Sonntag (22.00 Uhr MESZ) das Endspiel des ersten Grand-Slam-Turniers nach der Corona-Pause. Williams fehlt in Rom wegen einer Achillessehnenverletzung. Die 38 Jahre alte Amerikanerin hatte in New York im Halbfinale gegen Victoria Asarenka verloren.


Hamilton rast in Mugello zur Pole Position - Vettel in Italien 14.

MUGELLO: Weltmeister Lewis Hamilton startet von der Pole Position in den Großen Preis der Toskana. Der Mercedes-Pilot aus Großbritannien sicherte sich am Samstag im italienischen Mugello zum siebten Mal in dieser Formel-1-Saison den ersten Startplatz und geht als Favorit in das Rennen am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky).


Vettel in Formel-1-Qualifikation in Mugello vorzeitig ausgeschieden

MUGELLO: Ex-Weltmeister Sebastian Vettel ist zum sechsten Mal in der laufenden Formel-1-Saison vorzeitig in der Qualifikation ausgeschieden.

Der Ferrari-Pilot verpasste am Samstag vor dem 1000. Grand Prix der Scuderia in der Motorsport-Königsklasse in Mugello als 14. die entscheidende dritte Phase. Schon im Abschlusstraining war der 33-Jährige nur 18. geworden und konnte nicht mit der Spitze mithalten. Auch am Freitag war der Hesse bei den ersten beiden Übungseinheiten nur hinterhergefahren. Vettel, der in der kommenden Saison zu Aston Martin wechselt, liegt vor dem neunten Saisonlauf in Italien in der Gesamtwertung abgeschlagen auf Platz 13.


Tennis-Überraschung in Kitzbühel: Yannick Hanfmann im Finale

KITZBÜHEL: Qualifikant Yannick Hanfmann steht überraschend im Finale des ATP-Tennis-Turniers von Kitzbühel. Der 28 Jahre alte Karlsruher besiegte am Samstag im Halbfinale den 25-jährigen Serben Laslo Djere, der sich ebenso über die Qualifikation ins Hauptfeld vorgearbeitet hatte, mit 4:6, 6:3, 7:6 (7:5).

Hanfmann steht damit zum zweiten Mal bei einem ATP-Turnier im Finale, nachdem er in Gstaad 2017 das Endspiel gegen den Italiener Fabio Fognini verloren hatte. Im Viertelfinale hatte Hanfmann im deutschen Duell den Nürnberger Maximilian Marterer ausgeschaltet.

Damit wird es am Sonntag auf jeden Fall einen Premieren-Titelträger auf der ATP-Tour geben. Im Finale trifft Hanfmann auf Miomir Kecmanovic aus Serbien, der Marc-Andrea Hüsler aus der Schweiz mit 6:2, 5:7, 6:3 bezwang. Auch Kecmanovic hat noch nie ein ATP-Turnier gewonnen.


Islanders melden sich ohne deutsches Duo im NHL-Halbfinale zurück

EDMONTON: Die deutschen Eishockey-Profis Thomas Greiss und Tom Kühnhackl sind beim ersten Halbfinalsieg der New York Islanders in der nordamerikanischen NHL nicht zum Einsatz gekommen. Durch den 5:3 (1:1, 2:0, 2:2)-Erfolg gegen die Tampa Bay Lightning steht es in der Best-of-Seven-Serie 1:2 aus Sicht der New Yorker. Torhüter Greiss saß am Freitag (Ortszeit) auf der Bank und musste seinem Teamkollegen Semyon Varlamov den Vortritt lassen. Angreifer Kühnhackl wurde von Islanders-Coach Barry Trotz erneut nicht in den Kader berufen.


Daniel Theis wirft mit den Boston Celtics NBA-Meister Toronto raus

ORLANDO: Daniel Theis darf mit den Boston Celtics weiter vom Titel in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA träumen. Der Rekordchampion gewann am Freitag (Ortszeit) das entscheidende siebte Spiel gegen den Meister Toronto Raptors mit 92:87 und zieht dadurch in das Halbfinale ein. Im Endspiel der Eastern Conference trifft Boston auf die Miami Heat, die sich in ihrer best-of-seven-Serie überraschend mit 4:1 gegen die Milwaukee Bucks durchgesetzt hatten.


Welt-Anti-Doping-Agentur trauert um Ex-Präsident Fahey

SYDNEY: Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada trauert um den ehemaligen Präsidenten John Fahey, der im Alter von 75 Jahren gestorben ist. Der Australier Fahey war von 2008 bis 2013 zweiter Präsident der Wada, nachdem er Richard Pound in dieser Position abgelöst hatte. Zu Beginn ihrer Sitzung am Montag werden die Mitglieder des Wada-Exekutivkomitees zu Ehren von Fahey eine Gedenkminute einlegen.


Italiens Nationalspieler Florenzi wechselt aus Rom nach Paris

ROM/PARIS: Champions-League-Finalist Paris Saint-Germain leiht Alessandro Florenzi von der AS Rom aus. Der 29 Jahre alte italienische Fußball-Nationalspieler wechselt für zunächst ein Jahr auf Leihbasis nach Frankreich, wie beide Vereine am Freitagabend mitteilten. Anschließend besitzt der Club von Trainer Thomas Tuchel eine Kaufoption. Bei dem französischen Spitzenclub soll Florenzi den zu Borussia Dortmund gewechselten Thomas Meunier ersetzen.


Auch wegen Corona: Juventus mit Minus von 71,4 Millionen Euro

TURIN: Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin hat die vergangene Saison auch wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem Verlust von 71,4 Millionen Euro abgeschlossen. Im Vorjahreszeitraum lag der Wert noch bei minus 39,9 Millionen Euro, wie der Serie-A-Club nach einer Sitzung des Verwaltungsrates am Freitagabend mitteilte. Der Umsatz des Serienmeisters sank um 48 auf 573,4 Millionen Euro. Dies sind im Vergleich zur Saison 2018/19 etwa acht Prozent weniger. Als Hauptgrund führte der Verein von Superstar Cristiano Ronaldo die Unterbrechung des Spielbetriebs wegen der Coronavirus-Pandemie an.


Arsenal zum Saisonstart in England ohne Özil

LONDON: Der ehemalige deutsche Fußball-Weltmeister Mesut Özil vom FC Arsenal kommt auch beim Start der neuen Saison in der englischen Premier League nicht zum Einsatz. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler fehlte im Aufgebot der Londoner für die Partie gegen den FC Fulham (13.30 Uhr/Sky) am Samstag. Schon seit längerem ist bekannt, dass Arsenal seinen Topverdiener, dessen Vertrag noch bis zum Sommer 2021 läuft, loswerden will. Özil hat einen vorzeitigen Abschied allerdings kategorisch ausgeschlossen.


HSV darf nicht 5000 Zuschauer ins Stadion lassen

HAMBURG: Der Hamburger SV ist mit seinem Antrag auf Zulassung von 5000 Zuschauern im Eröffnungsspiel der 2. Fußball-Bundesliga am 18. September gegen Fortuna Düsseldorf chancenlos. Eine Begründung lieferte Innensenator Andy Grote. «Es ist keine gute Idee, wenn jeder für sich eine Entscheidung verkündet und an einem Bundesligawochenende in 18 Stadien 18 unterschiedliche Regeln gelten. Das ist auch nicht die Verabredung der Ministerpräsidentenkonferenz», sagte der SPD-Politiker dem «Hamburger Abendblatt» (Samstag).


Justiz: Ringer Navid Afkari im Iran hingerichtet

SCHIRAS: Das Todesurteil gegen den iranischen Ringer Navid Afkari ist am Samstag vollstreckt worden. Der 27-jährige wurde im Gefängnis Adel-Abad in der südiranischen Stadt Schiras hingerichtet, sagte der Leiter der Justizbehörde der Fars Provinz, Kasem Mussawi, dem staatlichen Fernsehen. Nachdem das Urteil auch vom obersten Gerichtshof bestätigt wurde, fand die Hinrichtung in Anwesenheit der Opferfamilie statt, so Mussawi. Die iranische Justiz hatte die Kritik im eigenen Land und dem Ausland am Todesurteil gegen Afkari zurückgewiesen.


Bottas wieder Schnellster im Formel-1-Training - Vettel nur 18.

MUGELLO: Formel-1-Vizeweltmeister Valtteri Bottas hat auch im abschließenden Training vor dem Großen Preis der Toskana den stärksten Eindruck hinterlassen. Der Finne fuhr am Samstag im italienischen Mugello in 1:16,530 Minuten kurz vor dem Qualifying wie schon bei beiden Einheiten tags zuvor die Bestzeit. Weltmeister Lewis Hamilton aus Großbritannien steuerte den zweiten Mercedes auf den dritten Platz. Zwischen die beiden Silberpfeile schob sich der starke Niederländer Max Verstappen im Red Bull auf Rang zwei.

Während es Charles Leclerc vor dem 1000. Grand Prix von Ferrari als Siebter immerhin noch sicher in die Top Ten schaffte, musste sich Ex-Champion Sebastian Vettel im zweiten Auto der Scuderia mit Platz 18 begnügen. Der 33-Jährige aus Heppenheim hatte mehr als eineinhalb Sekunden Rückstand auf Bottas.

Vor dem neunten WM-Lauf am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) führt Hamilton (164 Punkte) in der Gesamtwertung recht komfortabel vor Bottas (117) und Verstappen (110). Vettel ist mit nur 16 Punkten 13. und hat bereits jetzt keine realistische Titelchance mehr.


Steigende Infektionszahlen: Keine Tour-Fans auf dem Grand Colombier

LYON: Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen werden bei der 107. Tour de France am Sonntag auf dem Grand Colombier keine Zuschauer zugelassen. Die Maßnahme der Präfektur im Département Ain betrifft dabei den Schlussanstieg der 15. Etappe zum 1501 Meter hohen Gipfel sowie den vorherigen Anstieg zum Col de la Biche. Die Region gehört zu den 42 Départements, die inzwischen zur Roten Zone aufgrund der hohen Corona-Infektionen erklärten wurden. In Frankreich wurden am Donnerstag und Freitag jeweils fast 10.000 Neuinfektionen registriert.


Nach US-Open-Sieg: Siegemund und Swonarewa auch bei French Open

NEW YORK: Laura Siegemund und Vera Swonarewa werden auch bei den French Open Ende des Monats gemeinsam im Doppel antreten. Das kündigten die 32 Jahre alte Tennisspielerin aus Metzingen und ihre vier Jahre ältere russische Doppelpartnerin am Freitag nach ihrem überraschenden Titelgewinn bei den US Open in New York an. «Wir hatten keine allzu großen Erwartungen, ergänzen uns aber sehr gut und sind gefährliche Gegnerinnen», sagte Siegemund. Erst kurz vor Turnierbeginn hatten sich die Beiden zusammengetan und bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt auf Anhieb den Grand-Slam-Titel geholt.

Das Sandplatz-Turnier von Roland Garros soll nach der Verlegung aus dem Mai nun am 27. September in Paris beginnen. Im Gegensatz zu den US Open werden Zuschauer zugelassen sein - insgesamt 11.500 Menschen pro Tag in drei verschiedenen, voneinander abgetrennten Zonen.

Siegemund und Swonarewa setzten sich gegen Nicole Melichar/Xu Yifan aus den USA und China mit 6:4, 6:4 durch. Es ist der erste Titelgewinn einer Deutschen im Doppel von Flushing Meadows seit Claudia Kohde-Kilsch, die 1985 gemeinsam mit Helena Sukova aus der damaligen Tschechoslowakei triumphierte. 2016 hatte Siegemund mit dem Kroaten Mate Pavic schon den Mixed-Wettbewerb in New York gewonnen.

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