Nachrichten aus der Sportwelt am Montag

Nachrichten aus der Sportwelt am Montag

Hunderte Fans beim Fußball-Autokino in Dänemark

KOPENHAGEN: Der dänische Spitzenclub FC Midtjylland ist am Montag nach der Corona-Pause wieder in den Spielbetrieb gestartet - und hat Hunderte Fans im Fußball-Autokino daran teilhaben lassen. Die Zuschauer verfolgten die Partie vor dem Stadion aus ihren Autos heraus auf großen Leinwänden, wie der Tabellenführer der dänischen Fußball-Superliga nach der 0:1-Niederlage gegen AC Horsens mitteilte. Bis zu fünf Fans pro Auto waren erlaubt, den entsprechenden Kommentar zum Spiel gab es über das Radio in den Autos.


Bierhoff für Gehaltsobergrenze im Fußball

BERLIN: DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat sich im Zuge der Coronavirus-Pandemie für eine Gehaltsobergrenze im Fußball ausgesprochen. «Wenn es rechtlich umsetzbar ist und sich auch europaweit gemeinsam dazu Gedanken gemacht werden - ja. Denn am Ende sollte es unser aller Interesse sein, dass wir einen interessanten, gut funktionierenden Wettbewerb haben», sagte Bierhoff dem Nachrichtenportal «t-online.de».


Spanischer Zweitligist Las Palmas plant Neustart mit Fans im Stadion

MADRID: Der spanische Fußball-Zweitligist UD Las Palmas will beim Neustart der Saison nach der dreimonatigen Corona-Zwangspause vor Fans spielen. «Die Fans von UD Las Palmas werden am 13. Juni ins Stadion kommen dürfen, um ihr Team gegen den FC Girona anzufeuern», sagte Clubboss Miguel Ángel Ramírez am Montag im Gespräch mit dem Radiosender des Vereins. Bisher haben allerdings sowohl die Liga als auch die Behörden mehrfach erklärt, frühestens nächste Saison werde es Fußballspiele mit Zuschauern auf den Rängen geben.


Kleinere Änderungen bei Fußballregeln für kommende Saison

ZÜRICH: Die Regelhüter des International Football Association Board (Ifab) haben für die Saison 2020/21 einige Änderungen bei den Fußballregeln vorgenommen. Speziell beim Dauer-Streitthema Handspiel gab es Anpassungen, wenngleich sie nicht sonderlich gravierend ausfallen. So zieht das IFAB beim Handspiel eine Grenze zwischen Schulter (nicht strafbar) und Arm (potenziell strafbar) auf Höhe der Achselhöhle bei angelegtem Arm.


Klausel nicht aktiviert: Messi bleibt Barça bis 2021 erhalten

MADRID: Die Fans des FC Barcelona dürfen aufatmen: Weltfußballer Lionel Messi bleibt nach Medienberichten mindestens eine weitere Saison beim spanischen Meister. Der 32 Jahre alte Argentinier hat eine Vertragsklausel, die ihm den ablösefreien Wechsel zu einem anderem Club im Sommer ermöglicht hätte, nicht aktiviert, wie spanische Fachmedien am Montag unter Berufung auf den Club und auf Kreise des Spielers berichteten. Die Frist zur Aktivierung der Klausel sei am Sonntag abgelaufen, hieß es.


Vertrag von Dynamo-Sportchef Minge wird nicht verlängert

DRESDEN: Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden und Sportgeschäftsführer Ralf Minge gehen zum Saisonende getrennte Wege. Der zum 30. Juni auslaufende Vertrag des 59-Jährigen werde nicht verlängert, gaben die Sachsen am Montagabend bekannt. Minge war von 1981 bis 1991 Stürmer beim damaligen DDR-Oberligisten. Von 2007 bis 2009 war er erstmals Dynamos Sportgeschäftsführer, und seit 2014 ist er es wieder.


DFB-Präsident Keller: «Wünsche mir mündige Spieler»

BERLIN: DFB-Präsident Fritz Keller hat Verständnis für den Protest einiger Bundesliga-Profis gegen Rassismus und Polizeigewalt geäußert. «Ich habe großen Respekt vor Spielerinnen und Spielern, die Haltung haben und ihre Solidarität zeigen, solche mündigen Spielerinnen und Spieler wünsche ich mir, auf sie bin ich stolz», sagte Keller laut einer DFB-Mitteilung vom Montag. Am Wochenende hatten der Schalker Weston McKennie, Gladbachs Marcus Thuram und die Dortmunder Jadon Sancho und Achraf Hakimi in der Bundesliga gegen den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd protestiert.


RB Leipzig nach Sieg in Köln wieder Dritter

KÖLN: Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat den Champions-League-Platz in der Tabelle nach nur 29 Stunden zurückerobert. Der zwischenzeitlich auf Rang fünf abgerutschte Herbstmeister gewann zum Abschluss des 29. Spieltags beim 1. FC Köln mit 4:2 (2:1) und verbesserte sich wieder auf Platz drei. Am Montag waren die Kölner durch Jhon Cordoba in Führung gegangen (7.), aber Patrik Schick (20.), Christopher Nkunku (38.), Timo Werner (50.) und Dani Olmo (57.) drehten die Partie für Leipzig. Anthony Modeste hatte das zwischenzeitliche 2:3 erzielt (55.).


«Traurig»: Basketballer Schwethelm äußert sich gegen Rassismus

OLDENBURG: Der frühere deutsche Basketball-Nationalspieler Philipp Schwethelm hat sich klar gegen Rassismus positioniert. «Es ist traurig und schwer zu verstehen, dass das im Jahr 2020 immer noch ein Thema ist», schrieb der 31-Jährige bei Instagram unter ein Bild, auf dem zwei Menschen gegen Rassismus protestieren. Ein Mann mit heller Hautfarbe hält ein Schild mit der Aufschrift «Ist sein Leben weniger wert als meins», in der Hand. Auf dem Schild deutet ein Pfeil auf einen dunkelhäutigen Mann, der wiederum die Frage stellt: «Ist sein Leben mehr wert als meins».


Werder-Idol Bratseth: «Falsch, zu sagen, dass der Trainer gehen muss»

BREMEN: Der frühere Bremer Spieler Rune Bratseth hat seine Forderung nach einer Ablösung von Florian Kohfeldt als Werder-Trainer zurückgenommen. «Es war falsch, zu sagen, dass der Trainer gehen muss», sagte Bratseth am Sonntag im «NDR-Sportclub». Der 59-Jährige ergänzte: «Ich bin da kein Experte oder Richter, der sagen kann, dass der Trainer weg muss.» Bratseth hatte nach der 1:4-Niederlage der Bremer im ersten Spiel nach der Corona-Pause gegen Bayer Leverkusen mit Bezug auf Kohfeldt gesagt: «Das sollte sein letztes Spiel gewesen sein.»


Schalkes Caligiuri appelliert: «Kratzen, beißen, kämpfen!»

GELSENKIRCHEN: Fußball-Profi Daniel Caligiuri vom FC Schalke 04 hat seine Mitspieler an wichtige Tugenden erinnert, um den Negativlauf von elf Bundesliga-Spielen ohne Sieg endlich zu stoppen. «Jetzt heißt es kratzen, beißen, kämpfen!», wird der 32 Jahre alte Allrounder am Montag auf der Vereins-Homepage zitiert. Der Revierclub wartet seit dem 17. Januar 2020 auf einen Sieg und hat nach der Corona-Pause alle vier Spiele verloren.


Veranstalter: Formel-1-Rennen in Brasilien mit Zuschauern

SÃO PAULO: Die Veranstalter des Großen Preises von Brasilien gehen einem Medienbericht zufolge von einem Formel-1-Wochenende in São Paulo im November trotz der Coronavirus-Pandemie mit Zuschauern aus. Dem Wirtschaftsmagazins «Forbes» sagte Cheforganisator Tamas Rohonyi, dass die Vorbereitungen nach Plan verlaufen würden und «wir sind sicher, dass der berühmte Kurs in Interlagos wieder Ort eines faszinierenden Rennens sein wird». Der Grand Prix werde unter den vertraglich vereinbarten Bedingungen durchgeführt.


Tischtennis-Stars spielen wieder: Boll in Düsseldorf im Halbfinale

DÜSSELDORF: Die deutschen Tischtennis-Stars bestreiten seit diesem Montag zum ersten Mal nach mehr als zweimonatiger Wettkampf-Pause wieder ein Turnier. Bundestrainer Jörg Roßkopf hat sich für die Zeit der Corona-Pandemie das «Düsseldorf Masters» einfallen lassen, an dem neben deutschen Nationalspielern wie Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov auch ausländische Profis wie der Schwede Kristian Karlsson oder der Ägypter Omar Assar teilnehmen. Rekordeuropameister Boll erreichte als erster der 16 Teilnehmer das Halbfinale.


Barcelona-Torwart Ter Stegen vor Neustart: «Mental viel fokussierter»

BARCELONA: Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen traut seinem Verein FC Barcelona beim Neustart der spanischen LaLiga nach der Corona-Pause die Meisterschaft zu. Im «kicker meets DAZN»-Podcast sagte der Torhüter, sein Team sei physisch selten auf so hohem Niveau gewesen wie jetzt. «Mental werden wir viel fokussierter sein auf die Spiele, die noch ausstehen», sagte ter Stegen. Die spanische Liga startet am 11. Juni in die Nach-Corona-Ära. Der FC Barcelona führt die Liga mit zwei Punkten Vorsprung vor Real Madrid an.


Jürgen Klopp schwärmt von Anthony Yeboah und beklagt Rassismus

LONDON: Liverpool-Trainer Jürgen Klopp schwärmt vom früheren Bundesliga-Torschützenkönig Anthony Yeboah. «Yeboah war neben Gerd Müller einer der großartigsten Stürmer, die je in Deutschland gespielt haben», wird Klopp in dem Buch «Made in Africa: The History of African Players in English Football» zitiert, das jetzt in Großbritannien publiziert wurde. Klopp erinnerte daran, dass Yeboah damals häufig Opfer rassistischer Attacken geworden sei. «Im Fußball haben wir (damals) nie über Rassismus nachgedacht. Wenn ein paar Idioten etwas gerufen haben, hat man das gehört und gesagt: «Bist du bescheuert? Was soll das?» Aber es gab keine sozialen Medien, also gab es auch nicht die Aufmerksamkeit, die es heute bekommt. (...) Es ist traurig, dass wir überhaupt noch über solche Dinge reden müssen, aber so ist die Gesellschaft.»


Hamilton kritisiert Formel 1 - «Von Weißen dominierter Sport»

BERLIN: Der sechsmalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat in der Diskussion um Rassismus und Polizeigewalt in den USA deutlich Position bezogen und auch die Motorsport-Königklasse kritisiert. Der 35 Jahre alte Brite, der es als erster dunkelhäutiger Pilot in die Formel 1 geschafft hat und auf dem besten Weg ist, der erfolgreichste Fahrer der Geschichte zu werden, schrieb in einer Instagram-Story: «Ich sehe diejenigen von Euch, die still bleiben, einige von Euch sind die größten Stars und bleiben noch still mitten in dieser Ungerechtigkeit. Nicht ein Zeichen von irgendjemandem in meiner Industrie, die natürlich ein von Weißen dominierter Sport ist.» Er sei einer von wenigen dunkelhäutigen Menschen dort und stehe noch allein, meinte Hamilton. 


Kahn zögert bei Transfers: «40 Millionen Euro wären keine Peanuts»

MÜNCHEN: Bayern-Vorstand Oliver Kahn blickt mitten in der Corona-Krise mit gehöriger Skepsis auf den Transfermarkt im Fußball. Der 50-Jährige schloss sogar den Verzicht auf Spielereinkäufe beim deutschen Rekordmeister in diesem Sommer nicht aus. «Das könnte eine Option sein», sagte Kahn am Sonntagabend in der Sendung «Sky 90». «Wir haben durch den Ausbruch dieser Krise gesehen, wie verletzlich dieses System Profifußball ist. Ich glaube, dass sich viele Vereine, auch viele europäische Vereine, sehr viele Gedanken machen. Wie geht das Ganze nach Corona weiter? Und was bedeutet das finanziell?», sagte der designierte Vorstandsvorsitzende des FC Bayern.


Heike Drechsler zu Mihambos Wechsel in die USA: «Kann ich verstehen»

BERLIN: Die zweifache Olympiasiegerin Heike Drechsler kann den Wechsel von Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo in die USA zur Leichtathletik-Legende Carl Lewis nachvollziehen. «Sie sucht die Besten der Welt, kann ich schon verstehen. Sie ist jung und sucht ihren eigenen Weg», sagte die 55-Jährige am Montag der Deutschen Presse-Agentur. «Ich kenne jetzt auch nicht alle Gründe, was sie zu dieser Entscheidung geführt hat.» Mihambo erklärte in einem Interview der «Bild am Sonntag», dass sie künftig bei neunmaligen Olympiasieger und achtmaligen Weltmeister sowie beim früheren Top-Sprinter Leroy Burrell trainieren werde. Die 26-Jährige von der LG Kurpfalz und Lewis hatten sich vor einigen Wochen kennengelernt. Im August will Mihambo nach Houston im US-Bundesstaat Texas ziehen.


Premier League vor Wiederanpfiff - Aber einige Fragen sind noch offen

LONDON: Die englische Premier League bereitet sich auf die Fortsetzung der Fußball-Saison vor. Einige Fragen sind vor dem geplanten Neustart am 17. Juni noch zu klären. So sind sich die Clubs zwar prinzipiell einig, dass die restlichen Partien wie üblich in Heim- und Auswärtsspielen ausgetragen werden. Laut der britischen Zeitung «Mirror» könnten einige «hochkarätige Spiele», darunter zum Beispiel das Derby zwischen dem FC Everton und dem FC Liverpool, dennoch aus Sicherheitsgründen auf neutralem Grund gespielt werden.


Michael Jordan «einfach wütend» über Ereignisse in den USA

CHARLOTTE: Nach Tagen voller Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA hat sich auch der für gewöhnlich unpolitische Ex-Basketballer Michael Jordan zu Wort gemeldet. Der 57 Jahre alte sechsmalige NBA-Champion sprach der Familie des in Folge eines brutalen Polizeieinsatzes gestorbenen Afroamerikaners George Floyd am Sonntag (Ortszeit) sein Mitgefühl aus. «Ich bin zutiefst traurig, wirklich gequält und einfach wütend. Ich sehe und fühle jedermanns Schmerz, Empörung und Wut», leitete Jordan seine via seiner Sprecherin veröffentlichte Stellungnahme ein. Der ehemalige Superstar der Chicago Bulls sagte, er habe keine Antworten.  


Trotz Corona-Krise: Veranstalter der US Open hoffen auf Tennis

NEW YORK: Die Tennis-Organisatoren der US Open hoffen trotz der Coronavirus-Situation in New York darauf, das Grand-Slam-Turnier wie geplant vom 31. August bis 10. September austragen zu können. «Wir werden weiter zu 150 Prozent darauf fokussiert bleiben, die US Open im Billie Jean King National Tennis Center in New York zu unserem Datum auszutragen», sagte Stacey Allaster, die Geschäftsführerin im US-Tennisverband USTA, der Nachrichtenagentur AP. Eine Entscheidung solle «Mitte bis Ende Juni» erfolgen.  


Fußball in Spanien: La Liga beginnt mit Stadtderby

BARCELONA: In Spanien beginnt die Fußball-Liga nach der Corona-Unterbrechung am 11. Juni mit dem Stadtderby zwischen dem FC Sevilla und Betis Sevilla. Die Begegnung wird um 22.00 Uhr angepfiffen. Das geht aus den am Sonntag von der Liga veröffentlichten Spielplänen hervor. Spitzenreiter FC Barcelona kehrt zwei Tage später in den Spielbetrieb der Primera Division zurück. Das Team um den deutschen Nationaltorwart Marc-André ter Stegen und Superstar Lionel Messi muss am 13. Juni beim Tabellen-18. RCD Mallorca antreten. Rekordmeister Real Madrid mit Toni Kroos spielt am 14. Juni gegen SD Eibar. Barcelona liegt elf Spieltage vor Saisonende zwei Punkte vor Real Madrid. 


DFB-Akademieleiter Haupt: Kein Corona-Leerlauf in Trainerfortbildung

FRANKFURT/MAIN: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will die derzeitige Corona-Krise nutzen, um nachhaltig seine Ausbildung für Trainer zu modernisieren. Dies sagte DFB-Akademieleiter Tobias Haupt der Deutschen Presse-Agentur. «Auch in der Trainer-Aus- und Weiterbildung haben wir viele Inhalte digitalisiert, die ab sofort - auch in der Zeit nach Corona - auf unserem digitalen Campus zur Verfügung stehen», fügte Haupt an. Es sei durch diese Maßnahme gelungen, «dass es keinen coronabedingten Leerlauf in der Trainer-Fortbildung gab».


Motorrad-GP in Japan wegen Corona-Krise abgesagt

TOKIO: In Japan fällt ein weiteres großes Sportereignis wegen der Corona-Pandemie aus: Der Grand Prix zur Motorrad WM in Motegi. Der Rechteinhaber Dorna entschied, das vom 16. bis 18. Oktober geplante Rennen abzusagen, wie die Veranstalter am Montag bekanntgaben. Damit findet der WM-Lauf in Japan erstmals seit 34 Jahren nicht statt. Um das Risiko einer Infektion der aus allen Ecken der Welt erwarteten Teilnehmer zu vermeiden und einen Fortbestand der Weltmeisterschaft zu gewährleisten, habe man sich zu diesem Schritt entschlossen, hieß es. Auch der Sachsenring ist in diesem Jahr definitiv kein Teil des MotoGP-Kalenders. Das bis Ende August in Deutschland geltende Verbot für Großveranstaltung zwang den ADAC als Veranstalter des Deutschland-Grand-Prix, die Rennen abzusagen. 

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