Nachrichten aus der Sportwelt am Montag

Der Weltmeister, der französische Reiter Julian Alaphilippe vom Quick-Step-Team. Foto: epa/Julien Warnand
Der Weltmeister, der französische Reiter Julian Alaphilippe vom Quick-Step-Team. Foto: epa/Julien Warnand

Drei Wochen Pause für Straßenrad-Weltmeister Alaphilippe

BERLIN: Straßenrad-Weltmeister Julian Alaphilippe ist nach seinem Sturz bei der 104. Flandern-Rundfahrt am Montag an der rechten Hand operiert worden. Wie Alaphilippes belgisches Team Deceuninck-QuickStep mitteilte, verlief der Eingriff bei dem 28 Jahre alten Franzosen ohne Komplikationen. Alaphilippe müsse nun drei Wochen lang einen Gips tragen, könne dann wieder das Training aufnehmen und mit der Physiotherapie beginnen.


French-Open-Achtelfinalist Altmaier scheitert erneut in Runde eins

French-Open-Achtelfinalist Daniel Altmaier ist auch im zweiten Anlauf in Köln gleich in der ersten Runde gescheitert und hat dabei eine bittere Tennis-Lehrstunde erteilt bekommen. Nach seiner knappen Niederlage gegen den Schweizer Henri Laaksonen beim Turnier in der Vorwoche enttäuschte der 22-Jährige diesmal beim 1:6, 0:6 gegen Jegor Gerassimow aus Belarus auf der ganzen Linie. Altmaier fand am Montag von Beginn an nicht zu seinem Spiel, brachte zu wenige erste Aufschläge, machte zu viele Fehler und haderte auch schnell mit sich selbst. Nach genau einer Stunde war das Match schon zu Ende.


Tschechischer Fußballverbands-Vizepräsident tritt nach Razzia zurück

PRAG: Der langjährige Vizevorsitzende des tschechischen Fußballverbands, Roman Berbr, hat nach einer Polizeirazzia seinen Rücktritt erklärt. Das teilte der Verband am Montag mit. Der 66 Jahre alte frühere Schiedsrichter ist einer von 20 Beschuldigten in der Affäre, in der es um mutmaßliche Spielmanipulationen in der Zweiten und Dritten Liga geht. Die Polizei hatte am Freitag die Geschäftsstelle des Verbands in Prag durchsucht. In einer Sondersitzung beschloss der Verband zudem, fast die gesamte Schiedsrichterkommission einschließlich ihres Vorsitzenden abzuberufen. Eine andere Entscheidung sei nicht möglich gewesen, sagte der Verbandsvorsitzende Martin Malik. Der Skandal betreffe «eine hohe Zahl an Schiedsrichtern über mehrere Spielklassen hinweg».


HSV-Profi Leistner nach Rot in Fürth für zwei Spiele gesperrt

HAMBURG: Fußball-Profi Toni Leistner vom Zweitligisten Hamburger SV muss erneut eine Zwangspause einlegen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes belegte den 30 Jahre alten Abwehrspieler wegen unsportlichen Verhaltens mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen, teilte der DFB am Montag mit. Leistner war am Samstag beim 1:0 in Fürth nach einer Notbremse des Feldes verwiesen worden. Leistner und der HSV haben dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. Es ist schon die zweite Sperre für den HSV-Zugang in dieser noch jungen Saison. Nach dem DFB-Pokalspiel bei Dynamo Dresden hatte der Abwehrchef einen Dynamo-Fan weggeschubst, weil dieser ihn und seine Familie zuvor «grob beleidigt» hatte.


HSV-Spiel gegen Aue nur noch vor 1000 statt 4500 Fans

HAMBURG: Das Nachholspiel der 2. Fußball-Bundesliga zwischen dem Hamburger SV und Erzgebirge Aue am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) wird nur noch vor 1000 Zuschauern stattfinden. Wie der HSV am Montagabend dazu mitteilte, hatte das Gesundheitsamt Altona den Verein über die Beschränkung der Zulassung informiert, nachdem im Stadtgebiet Hamburgs die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro Tag auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten wurde. Bisher hatte der HSV mit 4500 Fans im Volksparkstadion geplant.


2. Liga: FC St. Pauli und 1. FC Nürnberg trennen sich 2:2

HAMBURG: Die Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli und 1. FC Nürnberg haben sich im Montagabendspiel 2:2 (1:1) getrennt. Manuel Schäffler erzielte in der 8. Minute den Führungstreffer für die Gäste aus Nürnberg. Rodrigo Zalazar traf in der 28. Spielminute per Foulelfmeter zum 1:1. In der 49. Minute ging der 1. FC Nürnberg durch einen Handelfmeter von Johannes Geis wieder in Führung. Der Hamburger Daniel Buballa glich in der 78. Minute erneut aus. Der FC St. Pauli steht nach vier Spieltagen auf Tabellenplatz sieben, der 1. FC Nürnberg rangiert auf Tabellenplatz neun.


Zwei Spiele Sperre für Bayern-Profi Tolisso nach Rot

FRANKFURT/MAIN: Corentin Tolisso wird Fußball-Rekordmeister FC Bayern München nach seiner Roten Karte in den kommenden beiden Bundesligaspielen fehlen. Zu dieser Sperre verurteilte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes den Franzosen nach seiner Roten Karte beim 4:1-Sieg am Samstag bei Arminia Bielefeld. Wie der DFB am Montag mitteilte, haben der 26-Jährige und der FC Bayern dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. Tolisso war wegen einer Notbremse in der 76. Minute des Feldes verwiesen worden, das Sportgericht wertete das Vergehen als unsportliches Verhalten.


BVB-Kapitän Hummels warnt vor Immobile: «Eiskalt vor dem Tor»

ROM: Der Dortmunder Kapitän Mats Hummels hat seine Mitspieler vor dem Champions-League-Auftakt am Dienstag bei Lazio Rom an die Treffsicherheit des ehemaligen BVB-Angreifers Ciro Immobile erinnert. «Für uns ist es relevant, dass wir ihm nicht allzu viele Chancen geben, weil er seit ein paar Jahren vor dem Tor eiskalt unterwegs ist», warnte Hummels am Montag vor dem Abschlusstraining des Fußball-Bundesligisten im Stadio Olimpico. Anders als in seiner eher unglücklichen Zeit beim BVB in der Saison 2014/15 gehört der 30 Jahre alte Immobile in Rom zu den Leistungsträgern und wurde im Sommer zum dritten Mal nach 2014 und 2018 Torschützenkönig der Serie A.


Nur 300 Fans bei Derby zwischen Dortmund und Schalke erlaubt

DORTMUND: Lediglich 300 Besucher dürfen am kommenden Samstag das Derby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 in der Fußball-Bundesliga im Stadion verfolgen. Wie der BVB am Montag mitteilte, hat das zuständige Gesundheitsamt aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen zum Schutz vor Neuinfektionen nicht mehr Zuschauer genehmigen können. Die 300 Plätze werden nun unter den 35.000 Dauerkarteninhabern und Vereinsmitgliedern aus Nordrhein-Westfalen verlost, die sich um Eintrittskarten für das Revierderby beworben hatten.


Biathlon-Weltcup in Oberhof droht Millionen-Verlust

OBERHOF: Die Doppelveranstaltung des Biathlon-Weltcups im Januar 2021 in Oberhof könnte einen Millionen-Verlust bringen. Das schreibt die «Thüringer Allgemeine» (Montag) und bezieht sich auf Aussagen von Hartmut Schubert, Staatssekretär im Finanzministerium und Oberhof-Beauftragter der thüringischen Landesregierung, die für das prognostizierte Minus aufkommen will. Die zusätzlichen Kosten ergeben sich unter anderen aus der Umsetzung des Hygienekonzepts. «Hätten wir zur Anfrage des Internationalen Weltverbands nicht ja gesagt und stattdessen Ruhpolding den Vortritt gelassen, wären wir als Weltcup-Veranstalter künftig möglicherweise nicht mehr berücksichtigt worden», sagte Schubert. Ein Nein wäre als Gastgeber der WM 2023 ein verheerendes Signal gewesen.


Wegen Corona-Krise: Neuansetzungen in Basketball-Euroleague möglich

BERLIN: Um mehr Flexibilität für Spielansetzungen während der Coronavirus-Pandemie zu schaffen, hat die Basketball-Euroleague ihre Regularien geändert. Demnach können künftig die Begegnungen im wichtigsten europäischen Wettbewerb sowie dem Eurocup bis zu dreimal verschoben werden, wenn die Corona-Krise damit in direktem Zusammenhang steht. Laut einer Mitteilung vom Montag ist dies möglich, wenn einer Mannschaft durch Corona keine acht Spieler mehr zur Verfügung stehen oder ein Team in Quarantäne muss. In der Euroleague waren zuletzt mehrere Partien automatisch gegen ein Team gewertet worden, das wegen der Coronavirus-Pandemie zu wenig Spieler zur Verfügung hatte.


DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring ohne Zuschauer

HOCKENHEIM: Das Saisonfinale im Deutschen Tourenwagen-Masters findet vom 6. bis 8. November auf dem Hockenheimring ohne Zuschauer statt. Die DTM-Dachorganisation ITR und die Hockenheim-Ring GmbH entschieden sich aufgrund der Entwicklung der Covid-19-Pandemie zu diesem Schritt, hieß es am Montag in einer Mitteilung. Demnach wird es keinen Kartenverkauf geben. Bereits bei den Läufen im belgischen Zolder an den beiden vorangegangenen Wochenenden hatte die ITR den genehmigten Kartenvorverkauf vorzeitig gestoppt. Im niederländischen Assen und zweimal auf dem Nürburgring waren zuletzt Zuschauer in begrenzter Anzahl auf den DTM-Tribünen vor Ort zugelassen gewesen.


Nächste Verletzung im Handball: Karabatic zieht sich Kreuzbandriss zu

PARIS: Die Verletzungsserie im europäischen Spitzenhandball hat nun auch den französischen Superstar Nikola Karabatic erfasst. Der 36 Jahre alte dreimalige Welthandballer hat sich in einem Spiel der französischen Liga einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt deswegen mehrere Monate aus, wie sein Club Paris Saint-Germain am Montag mitteilte. Der Ex-Profi des THW Kiel wird damit die Weltmeisterschaft im Januar in Ägypten sowie möglicherweise auch die Olympischen Spiele im Sommer 2021 in Tokio verpassen.


Fortunas Rekordeinkauf Kownacki fällt wieder verletzt aus

DÜSSELDORF: Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf muss erneut auf seinen Stürmer Dawid Kownacki verzichten. Der zu Jahresbeginn für etwa sieben Millionen Euro verpflichtete teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte hat sich im Abschlusstraining vor dem Spiel gegen Jahn Regensburg am Samstag in einem Zweikampf eine Adduktorenzerrung mit Sehnenbeteiligung zugezogen. Dies teilte der Club nach weiteren medizinischen Untersuchungen am Montag mit. Der 23-Jährige, der schon monatelang mit einer Knieverletzung ausgefallen war und danach wegen eines positiven Corona-Tests pausieren musste, steht den Düsseldorfern wohl mehrere Wochen nicht zur Verfügung.


«Fußball-Spruch des Jahres» kommt von Trainer Daniel Thioune

HAMBURG: HSV-Coach Daniel Thioune hat den «Fußball-Spruch des Jahres» zum Besten gegeben. Das gab die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur, die den Fußball-Kulturpreis 2020 in vier Kategorien vergeben hat, am Montag bekannt. Der 46 Jahre alte Thioune hatte sich noch als Trainer des Ligarivalen VfL Osnabrück kritisch über jene Clubs geäußert, die im Zusammenhang mit dem Fall Bakéry Jatta Einspruch gegen die Wertung ihrer Spiele gegen den Hamburger SV in der 2. Liga einlegten. Jatta, an dessen Identität es Zweifel gegeben hatte, war in diesen Partien zum Einsatz gekommen, die unterlegenen Club hofften auf Punkte am Grünen Tisch. «Wer es nicht schafft, gegen den HSV zu punkten, sollte nicht auf dem Rücken eines Flüchtlings, der niemandem etwas getan hat, versuchen, einen Vorteil herauszuholen, sondern besser auf die eigenen sportlichen Fehler schauen», hatte der damalige VfL-Trainer Thioune gesagt.


Französische Liga gedenkt ermordeten Lehrers Samuel Paty

PARIS: Nach der brutalen Ermordung des Lehrers Samuel Paty wollen die französische Ligue 1 und die Ligue 2 vor Beginn der Fußball-Spiele am kommenden Wochenende eine Schweigeminute zu seinen Ehren einlegen. Das teilte der Ligaverband LFP am Montag nach einer Generalversammlung mit. Das Porträt des Lehrers für Geschichte und Geografie soll zu gleicher Zeit auf riesigen Bildschirmen in allen Stadien der obersten beiden Ligen gezeigt werden. Der 47-jährige Paty war am Freitagnachmittag in einem Pariser Vorort nahe seiner Schule von einem Attentäter mit einem Messer attackiert worden. Kurz darauf wurde seine Leiche entdeckt.


Muskelverletzung: Atlético in München wohl ohne Stürmer Diego Costa

MADRID: Atlético Madrid wird im Champions-League-Duell am Mittwoch beim FC Bayern München wohl auf Stürmer Diego Costa verzichten müssen. Der 32 Jahre alte Angreifer habe sich am Samstag beim 2:0-Sieg bei Celta de Vigo eine Muskelverletzung am linken Oberschenkel zugezogen, teilte der spanische Fußball-Club am Montag mit. Das habe eine Montag durchgeführte Untersuchung ergeben, hieß es. Wie lange Costa ausfallen wird, teilte der Verein zwar nicht mit. Nach Schätzung der Fachzeitung «As» wird der in Brasilien geborene spanische Nationalspieler aber rund drei Wochen pausieren müssen.


Leipzig in Königsklasse ohne Klostermann - Haidara noch in Isolation

LEIPZIG: RB Leipzig muss im Gruppenspiel der Champions League gegen Istanbul Basaksehir auf Lukas Klostermann verzichten. Der Nationalspieler fällt für das Spiel am Dienstag (21.00 Uhr/DAZN) mit Knieproblemen aus. Womöglich fehlt der Verteidiger sogar noch länger. «Er hat anhaltende Knieprobleme. Die finale Entscheidung, was gemacht wird und wie lange er ausfällt, steht noch aus», sagte RB-Trainer Julian Nagelsmann am Montag. Zudem muss Leipzig weiterhin auf Kapitän Marcel Sabitzer und Konrad Laimer verzichten. Amadou Haidara wird nach seinem nicht eindeutigen Corona-Test auch gegen Istanbul nicht im Kader stehen.


Dortmunder Moukoko verurteilt Rassismus: «Das sind keine Fußballfans»

GELSENKIRCHEN: Der Dortmunder Nachwuchsspieler Youssoufa Moukoko hat die rassistischen Beleidigungen gegen ihn aufs Schärfste verurteilt. Auch wenn ein Derby für Spieler und Fans emotional sei, «sollte der Sport uns verbinden und Spaß machen und keine Grenzen zwischen uns setzen», schrieb das 15-Jährige Nachwuchstalent bei Instagram. Nach seinem dritten Treffer beim 3:2-Sieg von Borussia Dortmund beim FC Schalke 04 in der Nachwuchsbundesliga hatten ihn Zuschauer heftig beleidigt. Moukoko zählt zum Profi-Kader des BVB und soll nach seinem 16. Geburtstag im November in der Fußball-Bundesliga debütieren.


HOCKENHEIM: Das Saisonfinale im Deutschen Tourenwagen-Masters findet vom 6.

bis 8. November auf dem Hockenheimring ohne Zuschauer statt. Die DTM-Dachorganisation ITR und die Hockenheim-Ring GmbH entschieden sich aufgrund der Entwicklung der Covid-19-Pandemie zu diesem Schritt, hieß es am Montag in einer Mitteilung. Demnach wird es keinen Kartenverkauf geben. Bereits bei den Läufen im belgischen Zolder an den beiden vorangegangenen Wochenenden hatte die ITR den genehmigten Kartenvorverkauf vorzeitig gestoppt. Im niederländischen Assen und zweimal auf dem Nürburgring waren zuletzt Zuschauer in begrenzter Anzahl auf den DTM-Tribünen vor Ort zugelassen gewesen.


Borussia Dortmund ohne Akanji nach Rom

DORTMUND: Borussia Dortmund ist ohne Manuel Akanji zum Champions-League-Auftakt am Dienstag (21.00 Uhr/Sky) bei Lazio Rom gereist. Der 25 Jahre Innenverteidiger hat nach seinem positiven Corona-Test vor knapp zwei Wochen zwar mittlerweile die häusliche Isolation verlassen, gehört aber noch nicht zum Kader des Fußball-Bundesligisten. Bevor er ins Training zurückkehrt, soll der Schweizer nochmals genauer medizinisch untersucht werden. Neben Akanji fehlten die Verletzten Dan-Axel Zagadou (Knie), Nico Schulz (Muskelfaserriss) und der gesperrte Emre Can beim Abflug des Teams am Montagmorgen vom Dortmunder Flughafen.


Coronavirus: Leipzig reduziert Zuschauerzahl für Champions League

LEIPZIG: Aufgrund eines erwarteten Anstiegs der Coronainfektionen im direkten Einzugsgebiet wird RB Leipzig zu seinem ersten Gruppenspiel in der Champions League nur 999 Zuschauer ins Stadion lassen. Das teilte der Club am Montag mit. Zudem wurde der Ticketverkauf für das kommende Bundesliga-Spiel am Samstag gegen Hertha BSC vorläufig gestoppt. Das örtliche Gesundheitsamt hatte die Reduzierung von 8500 auf 999 für die Partie gegen Istanbul Basaksehir am Dienstag empfohlen, da in Leipzig ein Wert von 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen erwartet wurde.


DEL-Clubs planen Testturnier

STUTTGART: Rund die Hälfte der Clubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) will mit einem Testturnier in der Woche nach dem Deutschland Cup (5. bis 8. November) den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Der von DEL und Fernsehpartner Deutsche Telekom geplante MagentaSport-Cup soll den teilnehmenden Clubs eine «Antrittsprämie in nicht unerheblicher Höhe garantieren», wie die «Eishockey News» berichteten. Zudem soll er als Testlauf für ihre coronabedingten Hygiene- und Sicherheitskonzepte dienen.


Heldt: Saisonabbruch «hängt wie Damoklesschwert über uns»

KÖLN: Für Sportchef Horst Heldt vom 1. FC Köln ist eine mögliche Einstellung des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga angesichts der wieder steigenden Corona-Zahlen eine ständige Bedrohung. «Es hängt wie ein Damoklessschwert über uns, dass das passieren kann», sagte Heldt am Montag: «Die DFL hat immer gesagt, dass wir wieder mit dem Spielbetrieb ruhen, wenn es zu Engpässen bei Testkapazitäten kommt. Und wenn es zu Engpässen kommt, ist es wichtig, dass wir Verantwortung übernehmen.»


Staatsanwaltschaft verteidigt Razzia: DFB-Darstellung «unzutreffend»

FRANKFURT/MAIN: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat die Steuerrazzia beim Deutschen Fußball-Bund erneut verteidigt. «Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, ein Jahre später möglicher «Deal» mit dem Fiskus beseitigt nicht die strafrechtliche Verantwortlichkeit der Ursprungstäter», sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Montag der Deutschen Presse-Agentur. «Eine derartige Vorstellung würde dazu führen, dass sich der Steuerhinterzieher immer Jahre später durch Berichtigungserklärungen von dem Vorwurf der Steuerhinterziehung «freikaufen» kann.»


Athletensprecher Spieß fordert Neuanfang bei den Gewichthebern

HAMBURG: Athletensprecher Jürgen Spieß hat einen klaren Schnitt im Vorstand des Internationalen Gewichtheber-Verbandes (IWF) gefordert. «Alles neu aufräumen da», sagte das Mitglied der IWF-Athletenkommission in einem Interview des Deutschlandfunk. Der umstrittene Verband, dem der Ausschluss aus dem olympischen Programm für die Spiele 2024 in Paris droht, hatte in der vergangenen Woche für Schlagzeilen gesorgt, als die Amerikanerin Ursula Papandrea aus dem Amt der Interimspräsidentin gedrängt wurde. Mittlerweile hat die IWF den Briten Michael Irani zum Interimspräsidenten ernannt.


«Lidove noviny»: Extremisten missbrauchen Corona-Krise

PRAG: Zu den Auseinandersetzungen zwischen Kritikern der Corona-Einschränkungen im Sport und den Sicherheitskräften vom Sonntag in Prag schreibt die konservative Zeitung «Lidove noviny» aus Tschechien am Montag:

«Die Gewaltexzesse auf dem Altstädter Ring in Prag wirken ein bisschen wie ein Schock. Während im Land die Coronavirus-Pandemie wütet, greifen Demonstranten Polizisten an. Ja, es waren Fußball-Hooligans und merkwürdige Extremisten sowie Aktivisten gegen das Maskentragen. Die Polizei griff zu Recht ein. Es ist auch ein Weckruf: Die tschechische Gesellschaft ist müde und gespalten in ihrer Sicht auf die Pandemie und die Maßnahmen der Regierung. Extremisten versuchen, dies für ihre Ziele zu nutzen - und treffen damit in einem Teil der Bevölkerung auf ein Echo. Doch wir dürfen nicht zulassen, dass Rowdies die öffentliche Debatte bestimmen, wie groß die Spannungen in der Gesellschaft auch sein mögen.»


Deutschland bewirbt sich um Frauenfußball-WM 2027

BERLIN: Der Deutsche Fußball-Bund bewirbt sich zusammen mit Belgien und den Niederlanden um die Ausrichtung der Frauen-Weltmeisterschaft 2027. Der DFB schließe sich damit einer Initiative der Niederländer an, teilte der Verband am Montag mit.

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