Nachrichten aus der Sportwelt am Freitag

Nachrichten aus der Sportwelt am Freitag

Renault bekennt sich trotz Sparkurs zu Formel 1

PARIS: Der französische Autobauer Renault will trotz eines harten Sparkurses sein Engagement in der Formel 1 fortsetzen. Das gab Interimschefin Clotilde Delbos am Freitag bekannt. Ausschlaggebend waren auch die neuen finanziellen Rahmenbedingungen in der Königsklasse des Motorsports, die künftig die Ausgaben der Rennställe begrenzen. Ab 2021 sind die Ausgaben pro Saison zunächst auf 145 Millionen US-Dollar (rund 131 Millionen Euro) gedeckelt. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zwingen Renault in den kommenden drei Jahren dazu, seine Fixkosten um zwei Milliarden Euro zu senken.


Buchmann meistert Everest Challenge - 8848 Höhenmeter für guten Zweck

ÖTZTAL: Der Tour-de-France-Vierte Emanuel Buchmann hat am Freitag seine Everest Challenge bewältigt und dabei 8848 Höhenmeter auf seinem Rennrad zurückgelegt. Der 27-Jährige fuhr im Ötztal immer den gleichen Berg rauf und runter, bis er die Marke des Mount Everest erreicht hatte. Für jeden Höhenmeter wollte Buchmann dabei zehn Euro an Spenden einsammeln, also insgesamt mehr als 88.000 Euro. Das Ziel gelang bis zum Abschluss seiner Challenge nicht, bis dahin waren gut 14.000 Euro auf der Spendenseite eingegangen. Das Geld ist insbesondere für das Deutsche Kinderhilfswerk bestimmt.


Neustart der polnischen Liga nach der Corona-Pause

BRESLAU: Mit einem Remis zwischen Slask Breslau und Rakow Tschenstochau hat Polens oberste Fußball-Liga nach einer 80-tägigen Corona-Pause wieder den Spielbetrieb gestartet. Die beiden Vereine der Ekstraklasa trennten sich am Freitagabend im Geisterspiel 1:1. Vor dem Neustart mussten sich Profis und Vereinsmitarbeiter - insgesamt rund 800 Personen - einem speziellen Isolationsprotokoll unterziehen und wurden obligatorischen Coronavirus-Tests unterzogen. Die Saison war in Polen Anfang März wegen der Pandemie unterbrochen worden; spätestens Mitte Juli soll nun der Meister feststehen.


Leicester-Coach Rodgers: Im März mit Coronavirus infiziert

LONDON: Brendan Rodgers, der Trainer des ehemaligen englischen Fußball-Meisters Leicester City, war im März nach Ausbruch der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert. Die Auswirkungen der Krankheit verglich der Coach des Premier-League-Clubs mit seinem Aufstieg auf den rund 5900 Meter hohen Kilimandscharo, Afrikas höchsten Berg. Er sei «ungefähr eine Woche» krank gewesen, nachdem die Saison am 13. März unterbrochen wurde, und später positiv auf das Virus getestet worden. Die Auswirkungen habe er drei Wochen lang gespürt.


Spanien: La-Liga-Neustart am 11. Juni - Nächste Saison 12. September

MADRID: Mit dem Lokalderby des FC Sevilla gegen Betis nimmt Spaniens La Liga am 11. Juni nach der Corona-Pause wieder ihren Spielbetrieb auf. Auf den Termin zur Fortsetzung der höchsten Fußball-Liga einigte sich am Freitag der Oberste Sportrat der spanischen Regierung mit dem Verband und der Liga. Die neue Saison 2020/21 in der Primera Division wird am 12. September starten. Dies bestätigte Ligachef Javier Tebas im Interview der spanischen Sportzeitung «Marca».


Osnabrück mit viel Moral: 2:2 gegen Regensburg nach 0:2

OSNABRÜCK: Joker Marcos Alvarez hat dem VfL Osnabrück einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf gerettet. Der eingewechselte Stürmer traf am Dienstagabend beim 2:2 (0:2) gegen Jahn Regensburg zwei Mal und machte damit den Zwei-Tore-Rückstand zur Pause wett. Dabei waren die Gäste lange Zeit das bessere Team und führten völlig verdient. Sebastian Stolze (8. Minute) und Max Besuschkow (37./Handelfmeter) brachten Regensburg vor der Pause in Führung. Doch die Osnabrücker, bei denen Assan Ceesay vor der Pause einen Foulelfmeter verschossen hatte (41.), kamen zurück. Alvarez traf in der 67. und 70. Minute.


Fürth dämpft Darmstadts Aufstiegshoffnungen - Stefaniaks Ausgleich

DARMSTADT: Die Aufstiegsträume von Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 haben mit dem 1:1 (0:0) im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth einen Dämpfer erlitten. Der eingewechselte Marvin Stefaniak (87. Minute) erzielte am Freitagabend den späten Ausgleich für die Gäste. Darmstadt war durch Fabian Schnellhardt (56.) in Führung gegangen. Die Lilien bleiben zunächst Tabellenfünfter, Fürth rückt auf Rang sechs vor. Darmstadt hatte durch einen Freistoß von Schnellhardt (31.) die Chance zur Führung, doch Fürths Kapitän Marco Caligiuri klärte per Kopf kurz vor der Linie.


«New York Times»: Champions-League-Finale nicht in Istanbul

BERLIN: Das diesjährige Champions-League-Finale soll nach Informationen der «New York Times» wegen der Corona-Pandemie aus Istanbul an einen anderen Ort verlegt werden. Das Blatt nannte als Quelle für den Bericht am Freitag eine nicht namentlich genannte Person, die mit dem Vorgang vertraut sei. Ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union (UEFA) erklärte auf Anfrage der Zeitung, es werde eine Reihe von Optionen geprüft. Eine Entscheidung soll nach einer für den 17. Juni geplanten Sitzung der UEFA-Exekutive fallen, die Gespräche der UEFA mit den Verantwortlichen in Istanbul sollten in der kommenden Woche abgeschlossen werden.


Leverkusen zurück auf einem Champions-League-Platz - Havertz trifft

FREIBURG: Bayer Leverkusen ist wieder auf einen Champions-League-Platz in der Fußball-Bundesliga vorgerückt. Die Rheinländer kamen am Freitagabend zum Auftakt des 29. Spieltages zu einem 1:0 (0:0) beim SC Freiburg und liegen mit nun 56 Punkten auf dem dritten Platz. Allerdings können RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach mit Siegen am Wochenende wieder vorbeiziehen. Den Siegtreffer erzielte Jungstar Kai Havertz in der 54. Minute.


Wieder Keeper-Wechsel bei Schalke?

Gelsenkirchen (dpa) - Beim FC Schalke 04 bahnt sich ein erneuter Torhüter-Wechsel an. Vor dem Spiel am Samstag gegen Werder Bremen (15.30 Uhr) wollte Trainer David Wagner seinem zuletzt schwachen Torhüter Markus Schubert keine Einsatzgarantie mehr geben. «Ich werde für niemanden eine Garantie aussprechen. Das ist in unserer Situation nicht angebracht», sagte Wagner am Freitag. Beim 21 Jahre alten Schubert hatten sich zuletzt die Patzer gehäuft. «Natürlich habe ich mich mit ihm unterhalten. Er hat seine Beteiligung an dem ein oder anderen Gegentor in den letzten Wochen», sagte Wagner.


Wolfsburger Fußballerinnen gewinnen bei Neustart

WOLFSBURG: Titelverteidiger VfL Wolfsburg hat beim Neustart der Frauen-Fußball-Bundesliga einen standesgemäßen Sieg gefeiert. Der Tabellenführer setzte sich am Freitag gegen den 1. FC Köln mit 4:0 (2:0) durch. Die Tore für die Wolfsburgerinnen erzielten Pernille Harder (33. Minute/Foulelfmeter, 78.), Svenja Huth (45.) und Alexandra Popp (65.). Die Kölnerin Amber Barrett sah in der 76. Minute die Rote Karte.


Kieler Filip Jicha zum Handball-Trainer des Jahres gewählt

KIEL: Die Trainer und Geschäftsführer der Handball-Bundesliga haben Filip Jicha zum «Trainer der Saison» 2019/20 gewählt. Der 38 Jahre alte Tscheche führte die Kieler in seiner Premierensaison als Chefcoach zur ersten deutschen Meisterschaft seit fünf Jahren. Zudem gelangte der Rekordmeister unter Jichas Regie im DHB-Pokal und in der Champions League in das Final-Four-Turnier.


Wenig Worte: Nagelsmann will Werner mit Taten zum Verbleib überzeugen

LEIPZIG: Trainer Julian Nagelsmann will den Verbleib von Fußball-Nationalstürmer Timo Werner bei RB Leipzig lieber mit Taten als mit Worten forcieren. «Grundsätzlich bin ich ja schon einer, der weiß, was er zu sagen hat, und kann zu allem Möglichen meinen Senf dazu geben. Aber da fällt mir jetzt nichts Neues mehr ein, was ich noch sagen kann. Von dem her versuche ich es eher, ihm mit Taten zu überzeugen», sagte der 32-jährige Nagelsmann am Freitag auf der Video-Pressekonferenz des Fußball-Bundesligisten.


Franco Foda bleibt bis Ende 2021 österreichischer Nationaltrainer

WIEN: Der deutsche Trainer Franco Foda bleibt bis mindestens November 2021 Teamchef der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft. Das teilte der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) am Freitag auf seiner Homepage mit. Im Falle einer erfolgreichen Qualifikation für die WM-Endrunde in Katar, werde die Zusammenarbeit automatisch bis Ende 2022 fortgeführt, hieß es. Der seit 2017 amtierende Foda führte sein Team in bislang 22 Spielen zu 14 Siegen, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen.


Protest gegen DFB: Münster-Präsident boykottiert Drittliga-Spiele

Münster (dpa) - Der Präsident des Fußball-Drittligisten Preußen Münster wird aus Protest gegen den seiner meiner Meinung nach falschen Neustart in der 3. Fußball-Liga die verbleibenden Saisonspiele boykottieren. «Ich werde keines der Geisterspiele besuchen», kündigte Christoph Strässer in einem Interview auf der Vereins-Homepage an. Er tue dies, «um meine Haltung in dieser Situation und gegen die Allmacht des DFB zum Ausdruck zu bringen».

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