Nachrichten aus der Sportwelt am Freitag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Bayer Leverkusen bis Saisonende ohne Alario

LEVERKUSEN: Für Fußball-Profi Lucas Alario von Bayer 04 Leverkusen ist die Saison vorzeitig beendet. Wie der Bundesliga-Sechste am Freitag mitteilte, hat sich der 28 Jahre alte argentinische Nationalspieler im Training der Werkself am Vortag eine Muskel-Sehnenverletzung im rechten Oberschenkel zugezogen. Die Ausfallzeit des Angreifers wird nach Vereinsangaben sechs bis acht Wochen betragen.


Bielefeld verliert Test gegen Braunschweig

BIELEFELD: Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld hat ein kurzfristig vereinbartes Testspiel gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig mit 0:1 (0:0) verloren. Das einzige Tor der Partie schoss Marcel Bär in der 49. Minute. Beide Clubs gaben die Ansetzung dieses Tests erst kurz vor dem Anpfiff am Freitag bekannt und einigten sich auf eine Spielzeit von dreimal 30 Minuten.


Vier Siege: Dressur-Olympiasiegerin Werth überragt in Mannheim

MANNHEIM: Die sechsmalige Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth hat beim internationalen Turnier in Mannheim überragt. Auch in der Grand Prix Kür ritt die 51-Jährige aus Rheinberg trotz eines Fehlers unangefochten zum Sieg. Auf der 16-jährigen Stute Weihegold erzielte sie 86,650 Prozentpunkte. Zuvor hatte sie in den Vortagen beide Grand Prix und den Grand Prix Special auf Bella Rose für sich entschieden. Damit startete sie erstmals mit ihren beiden besten Pferden auf einem Turnier. Als letzte Teilnehmerin kämpfte sich Anja Plönzke aus Heidenrod nach längerer internationaler Turnierpause auf Fahrenheit mit einem persönlichen Bestergebnis von 77,025 Prozentpunkten auf Rang zwei in der Kür. Patrick van der Meer aus den Niederlanden auf Chinook wurde Dritter (76,250 Prozentpunkte).


Mit Buchmann und Sagan: Bora-hansgrohe gibt Giro-Aufgebot bekannt

FRANKFURT/MAIN: Der deutsche Radprofi Emanuel Buchmann und der dreimalige Weltmeister Peter Sagan führen wie erwartet das Aufgebot des deutschen Rennstalls Bora-hansgrohe für den Giro d'Italia an. Dies gab das Team am Freitag bekannt. Klassementfahrer Buchmann, der 2019 Vierter bei der Tour de France wurde, soll dieses Jahr den Giro statt der Tour fahren, weil das Profil für ihn günstiger erscheint. Neben Buchmann und Sagan nominierte Bora-hansgrohe auch vier Italiener sowie Felix Großschartner aus Österreich und Maciej Bodnar aus Polen. Die dreiwöchige Rundfahrt beginnt am 8. Mai in Turin und wird am 30. Mai in Mailand beendet.


Union-Präsident Zingler fürchtet keinen Abgang von Trainer Fischer

BERLIN: Präsident Dirk Zingler vom 1. FC Union Berlin fürchtet trotz der Trainer-Rochaden in der Fußball-Bundesliga keinen schnellen Abgang von Chefcoach Urs Fischer. «Ich gehe felsenfest davon aus, dass Urs Fischer und ich eine tolle nächste Saison an der Alten Försterei haben werden», sagte Zingler am Freitag bei einer Medienrunde. Zuletzt wurde Fischer in Medienberichten mit Eintracht Frankfurt in Verbindung gebracht. Eine Bestätigung für diese Gerüchte gibt es nicht. Fischer hatte seinen Vertrag in Berlin erst im Dezember vergangenen Jahres verlängert. Über die neue Laufzeit machte Union keine Angaben, Zingler verdeutlichte jedoch, dass es sich um ein langfristiges Projekt handelt.


Wadenprobleme: Paris Saint-Germain bangt um Mbappé-Einsatz

PARIS: Paris Saint-Germain bangt um den Einsatz von Stürmer Kylian Mbappé im Halbfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag bei Manchester City. Der Fußball-Weltmeister plagt sich mit muskulären Problemen in der rechten Wade, teilte sein Club am Freitag mit. Der 22-Jährige fällt mindestens für das Spiel in der Ligue 1 am Samstag gegen RC Lens aus. In der französischen Meisterschaft liegt Titelverteidiger Paris vier Spieltage vor Saisonende einen Punkt hinter Spitzenreiter OSC Lille. Bei Manchester City muss der Vorjahresfinalist in der Champions League einen 1:2-Rückstand aufholen, um erneut ins Endspiel einzuziehen.


Erfolgreicher Start von Zeidler in den Ruder-Weltcup

ZAGREB: Für Oliver Zeidler hat der erste Ruder-Weltcup der Olympia-Saison erfolgreich begonnen. Knapp drei Wochen nach seinem EM-Triumph in Italien präsentierte sich der Einer-Fahrer aus Ingolstadt auf dem Jarun-See in Zagreb erneut in blendender Form. Mit dem souveränen Sieg über die chancenlosen Konkurrenten Onat Kazakli (Türkei) und Rajko Hrvat (Slowenien) zog der 24-Jährige am Freitag direkt in das Halbfinale ein. Weitere deutsche Auftaktsiege gab es für die EM-Zweiten Jonathan Rommelmann (Krefeld) und Jason Osborne (Mainz) im leichten Doppelzweier sowie im Frauen-Doppelvierer. Dagegen musste sich der Männer-Doppelvierer in seinem ersten Saisonrennen mit Rang drei hinter Polen und Norwegen begnügen.


«Bild»: Krösche soll Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt werden

FRANKFURT/MAIN: Markus Krösche soll einem Bericht der «Bild» zufolge neuer Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt werden. Dies berichtete die Zeitung auf ihrer Internetseite am Freitag. Nach «Bild»-Informationen sollen der Champions-League-Kandidat aus Hessen und der 40-Jährige bereits eine Einigung erzielt haben. Die Eintracht sucht derzeit einen Nachfolger für Fredi Bobic, den es nach Saisonende zu Hertha BSC zieht. Eine Verkündung in dieser Woche wird nicht mehr erwartet. Es seien noch letzte Vertragsdetails zu klären. Der Verein selbst kommentiert keine Personalgerüchte. Krösches Vertrag bei RB Leipzig wurde erst in dieser Woche zum 30. Juni 2021 aufgelöst, er ist freigestellt.


BFV-Vizepräsident: «Keller entwürdigt Amt des DFB-Präsidenten»

MÜNCHEN: In der Debatte um den Nazi-Vergleich von Fritz Keller hat Vizepräsident Reinhold Baier vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) den DFB-Boss scharf kritisiert. «Völlig unabhängig davon, ob Rainer Koch (BFV-Präsident) als Person die Entschuldigung annimmt oder nicht, entwürdigt Fritz Keller mit diesem unsäglichen Vergleich das Amt des DFB-Präsidenten. Dass überdies das mit dem Sachverhalt befasste DFB-Gremium noch zu keiner Einschätzung dieses indiskutablen Vorgangs gelangt ist, erstaunt umso mehr. Hier geht es beileibe nicht um eine Bagatelle, die nach einem Sturm der Entrüstung dazu führen darf, dass man einfach so zur Tagesordnung übergeht», erklärte Baier vor einem Treffen der DFB-Spitze mit den Landeschefs am Freitag.


Machbare Aufgaben für Fußball-Frauen auf dem Weg zur WM 2023

NYON: Die deutschen Fußball-Frauen haben auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland machbare Aufgaben erhalten. Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg trifft in der Qualifikationsgruppe H auf Portugal, Serbien, Israel, Türkei und Bulgarien. Das ergab die Auslosung am Freitag am Sitz der Europäischen Fußball-Union in Nyon. Die Qualifikation beginnt im September und soll im September 2022 abgeschlossen sein.

Insgesamt bewerben sich 51 europäische Mannschaften um elf direkte WM-Startplätze. Die Sieger der neun Gruppen qualifizieren sich direkt. Die Gruppenzweiten spielen Playoffs, wobei die besten drei Gruppenzweiten für die zweite Playoff-Phase gesetzt sind.


Hamilton im zweiten Formel-1-Training von Portugal vorn

PORTIMÃO: WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton ist im zweiten Training zum Formel-1-Rennen in Portugal zur Bestzeit gerast.

Der britische Mercedes-Pilot war am Freitag in Portimão 0,143 Sekunden schneller als sein niederländischer Rivale Max Verstappen im Red Bull. Platz drei belegte der Finne Valtteri Bottas im zweiten Mercedes. Vor dem dritten Saisonlauf am Sonntag (16.00 Uhr/Sky) liegt Hamilton in der Gesamtwertung nur einen Punkt vor Verstappen, beide haben je ein Rennen gewonnen. Für Sebastian Vettel reichte es im Aston Martin im zweiten Training nur zu Platz 15. Haas-Neuling Mick Schumacher belegte Platz 18.


Mavericks gewinnen in der NBA ohne Doncic gegen Pistons

DETROIT: Ohne den angeschlagenen Starspieler Luka Doncic haben die Dallas Mavericks ihr NBA-Spiel gegen die Detroit Pistons gewonnen - den Los Angeles Lakers sitzen sie damit in der Tabelle weiter im Nacken. Die Mavericks um Basketball-Nationalspieler Maxi Kleber gewannen am Donnerstagabend 115:105. Der Würzburger kam von der Bank und steuerte in 28 Minuten auf dem Feld fünf Punkte, sieben Rebounds und zwei Vorlagen zum 35. Saisonsieg der Texaner bei. Der Titelverteidiger aus Los Angeles hat nur einen Sieg mehr auf dem Konto und kann noch immer von Rang fünf der Western Conference verdrängt werden.


Nur Niederlagen für deutsche Profis in der NHL

EDMONTON: Die deutschen Eishockey-Profis in der NHL haben am Donnerstag (Ortszeit) durch die Bank Niederlagen kassiert. Leon Draisaitl und Dominik Kahun verloren mit den Edmonton Oilers 1:3 gegen die Calgary Flames und verpassten damit einen großen Schritt in Richtung Playoff-Qualifikation in der Kanada-Division der NHL. Nico Sturm unterlag mit den Minnesota Wild den St. Louis Blues nach Verlängerung 4:5. Tobias Rieder verlor mit den Buffalo Sabres 2:5 gegen die Boston Bruins, Torwart Thomas Greiss kam beim 1:3 der Detroit Red Wings gegen die Carolina Hurricanes nicht zum Einsatz.


Keine Ausdehnung der Deutschland-Tour in naher Zukunft geplant

FRANKFURT/MAIN: Die Deutschland-Tour soll laut den Veranstaltern des Etappen-Radrennens vorerst nicht ausgedehnt werden. «Man braucht einen Platz im UCI-Weltkalender. Es gibt viele Rennen rund um die Welt. Wir wollen die besten Fahrer am Start haben», sagte der Sportliche Leiter der Tour, Fabian Wegmann, am Freitag in einer Medienrunde. Der ehemalige Profi und zweimalige Deutschland-Tour-Sieger Jens Voigt nannte das aktuelle Format mit vier Etappen «genau den richtigen Baustein, den die Fahrer zu diesem Zeitpunkt brauchen. Wir sollten an diesem Konzept festhalten.»


Freigabe: Deutsche Curling-Frauen dürfen bei WM spielen

CALGARY: Die deutschen Curling-Frauen haben die Freigabe für die Weltmeisterschaft in Calgary bekommen. Wegen der besonderen Umstände mit zwei positiv auf das Coronavirus getesteten Athletinnen dürfen sie mit drei statt vier Spielerinnen antreten. Ihr erstes Match bestreiten sie an diesem Freitag (17.00 Uhr/MESZ) gegen Russland. Die beiden positiv getesteten Spielerinnen bleiben derweil in Quarantäne. Das teilte der Weltverband unmittelbar vor dem Auftakt nach weiteren Untersuchungen und Analysen auch auf Virusvarianten mit.


Ungarn lässt wieder Fußball vor Publikum zu - Impfnachweis nötig

BUDAPEST: In Ungarn finden von diesem Samstag an Fußballspiele und andere Sportevents wieder vor Publikum statt. Voraussetzung für den Besuch der Veranstaltungen ist das Vorweisen eines sogenannten Immunpasses, erklärte Ministerpräsident Viktor Orban am Freitag im staatlichen Radio. Den Immunpass erhält in Ungarn jeder, der zumindest eine erste Impfung gegen Covid-19 erhalten hat oder nachweislich erkrankt war.


Ajax Amsterdam verlängert Vertrag mit Trainer ten Hag bis 2023

AMSTERDAM: Ajax Amsterdam hat seinen Vertrag mit Erfolgstrainer Erik ten Hag bis 2023 verlängert. Das teilte der niederländische Fußball-Rekordmeister am Freitag mit. Sein ursprünglicher Vertrag lief bis Juli 2022 und wurde nun um ein Jahr verlängert. Der 51-Jährige ist seit Ende Dezember 2017 Cheftrainer von Ajax. Ten Hag war auch beim Trainer-Wechselspiel in der Bundesliga im Gespräch und wurde hoch gehandelt. Ajax kann an diesem Wochenende zum 35. Mal den nationalen Titel gewinnen.


Sporthilfe sagt Aufnahmefeier für deutsche Ruhmeshalle ab

FRANKFURT/MAIN: Die Deutsche Sporthilfe hat die für den 27. Mai geplante Aufnahmefeier für die «Hall of Fame des deutschen Sports» abgesagt. Das teilte der Verband am Freitag mit und begründete die Absage mit den Folgen der Coronavirus-Pandemie. «Das aktuelle Pandemie-Geschehen und der wenig optimistische Ausblick in den Mai lassen uns leider keine andere Wahl», sagte Thomas Berlemann als Vorstandsvorsitzender der Sporthilfe. Verena Bentele (Para-Biathlon und Langlauf), Georg Hackl (Rodeln), Thomas Lange (Rudern) und Hans Wilhelm Gäb (Tischtennis), die 2020 aufgenommen wurden, müssen damit weiter auf ihre Zeremonie warten.


Handballer planen noch zwei Olympia-Tests im Juli

STUTTGART: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft wird vor der Abreise zu den Olympischen Spielen nach Tokio noch zwei Testspiele bestreiten. Die Partien sollen im Rahmen des Lehrgangs Anfang Juli stattfinden. «Wir haben noch nicht Verträge abgeschlossen mit der Halle und den gegnerischen Mannschaften. Wir haben aber einen klaren Fokus, worauf es herauslaufen wird», sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer am Freitag in Stuttgart. Es sei aber noch zu früh, um es zu kommunizieren.


HSV-Torhüter Ulreich: «Natürlich muss man sich Sorgen machen»

HAMBURG: Nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie schwindet auch beim Hamburger SV der Glaube an eine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. «Wir brauchen nicht über Dinge zu reden, die sich nicht realisieren lassen, wenn man keine Fußballspiele gewinnt», sagte Trainer Daniel Thioune nach dem 1:1 gegen den Karlsruher SC. Selbst der Relegationsplatz, den der HSV derzeit einnimmt, ist in großer Gefahr. Nordrivale Holstein Kiel hat aufgrund der jüngsten Quarantäne-Pause drei Nachholspiele zu bestreiten und liegt lediglich zwei Punkte hinter dem HSV. «Natürlich muss man sich Sorgen machen», sagte Torhüter Sven Ulreich.


Ex-DFB-Vize Moldenhauer: Außerordentlicher Bundestag «unabdingbar»

FRANKFURT/MAIN: Der ehemalige Vizepräsident Hans-Georg Moldenhauer hat sich für einen Außerordentlichen Bundestag beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ausgesprochen. Einen solchen «kurzfristig einzuberufen und durchzuführen» sei «unabdingbar», sagte der 79-Jährige am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Der Ehrenrat des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV), dem Moldenhauer angehört, hat dazu eine Erklärung verfasst, die beim DFB-Gipfel in Potsdam an diesem Wochenende vorgelegt und diskutiert werden soll.


FRANKFURT/MAIN: Die Deutsche Sporthilfe hat die für den 27.

Mai geplante Aufnahmefeier für die «Hall of Fame des deutschen Sports» abgesagt. Das teilte der Verband am Freitag mit und begründete die Absage mit den Folgen der Coronavirus-Pandemie. «Das aktuelle Pandemie-Geschehen und der wenig optimistische Ausblick in den Mai lassen uns leider keine andere Wahl», sagte Thomas Berlemann als Vorstandsvorsitzender der Sporthilfe. Verena Bentele (Para-Biathlon und Langlauf), Georg Hackl (Rodeln), Thomas Lange (Rudern) und Hans Wilhelm Gäb (Tischtennis), die 2020 aufgenommen wurden, müssen damit weiter auf ihre Zeremonie warten.


Ungarn lockert Corona-Maßnahmen

BUDAPEST: Ungarn lockert seine Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. «Wir sind an einem neuen Etappenabschnitt angelangt», sagte Ministerpräsident Viktor Orban am Freitag im staatlichen Radio. Von diesem Samstag an können Geimpfte und Genesene wieder Gaststätten, Fitnessstudios, Museen, Zoos, Kinos, Theater und Sportveranstaltungen aufsuchen. Auch Übernachtungen in Hotels sind für sie wieder möglich.

Orban begründete die Lockerungen mit Impf-Erfolgen. Am Freitag wurde erwartet, dass in dem EU-Land mit etwa zehn Millionen Einwohnern die Vier-Millionen-Marke an Erstimpfungen überschritten wird. Ungarn setzt neben westlichen Impfstoffen auch massiv Impfstoffe aus Russland und China ein, die in der EU nicht zugelassen sind.

Zugleich geht die Zahl der Ansteckungen mit dem Virus deutlich zurück. Am Donnerstag betrug die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner 164. Eine Woche zuvor lag sie noch bei 245. Allerdings sterben in Ungarn immer noch sehr viele Menschen an den Folgen einer Infektion. Allein am Donnerstag waren es 186.

In dem Interview forderte Orban seine Landsleute eindringlich auf, sich impfen zu lassen. Der Impfstoff sei wie eine «schusssichere Weste». Geimpfte und Geheilte dürfen nun auch ohne verpflichtende Quarantäne von Auslandsreisen nach Ungarn zurückkehren. Darüber hinaus vereinbarte Ungarn mit Serbien und Montenegro die wechselseitige Anerkennung der jeweiligen Impfbescheinigungen. Ansonsten dürfen Ausländer seit September in der Regel nicht einreisen.


Heim-EM als Ziel für Zehnkämpfer Abele: Dann «auf jeden Fall Schluss»

ULM: Zehnkämpfer Arthur Abele hat sich nach seinem Olympia-Aus die Heim-Europameisterschaft im kommenden Jahr als letztes großes Ziel seiner Karriere gesetzt. «Am Dienstag werde ich an der Schulter operiert. Bis Freitag bleibe ich im Krankenhaus, aber dann soll es sofort mit der Reha und dem Formaufbau für München 2022 losgehen», sagte Abele der «Südwest Presse» (Freitag). Wegen seiner Schulterverletzung musste der 34 Jahre alte Europameister von 2018 seine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio in diesem Sommer abhaken.

«Bislang war Tokio - erst 2020, dann 2021 - mein absoluter Höhepunkt, dem ich alles untergeordnet habe. Jetzt soll die Heim-EM das i-Tüpfelchen auf meine Karriere werden», sagte Abele. Danach sei aber «auf jeden Fall Schluss». Der Ulmer hatte in seiner Karriere immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen, feierte aber bei der Heim-EM 2018 in Berlin als Goldmedaillengewinner mit 8431 Punkten einen großen Erfolg.


Weltverbandschef Todt: Mick Schumacher «kommt gut voran»

PORTIMÃO: Weltverbandschef Jean Todt sieht Neuling Mick Schumacher in der Formel 1 auf einem guten Weg. «Die Fakten geben die Antwort, natürlich kommt er gut voran», sagte der Präsident des Internationalen Automobilverbands Fia der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Freitag). Der 22 Jahre alte Sohn von Michael Schumacher habe sich den Platz in der Königsklasse auch durch seine Titelgewinne in den Nachwuchskategorien verdient. «Schumacher zu heißen kann Türen öffnen. Doch er ist es, der das Auto fahren muss», sagte Todt.

Formel-2-Champion Mick Schumacher fährt seit Saisonbeginn für das US-Team Haas und soll dort zunächst ein Lehrjahr absolvieren. An den Druck, der ihn schon seit Jahren begleitet, habe sich Schumacher gewöhnt. «Wenn man den Helm auf dem Kopf hat, vergisst man, wie man heißt», sagte Todt. Der 75-Jährige war einst Michael Schumachers Teamchef bei Ferrari und ist ein enger Freund der Familie.

Mick Schumacher sei «ein wunderbarer Junge, bescheiden, drängt sich nicht in den Vordergrund», versicherte Todt. In einem guten Auto habe Schumacher das Zeug, ein Großer des Motorsports zu werden.


Wasserspringer kämpfen um Tokio-Startplätze - «Mini-Olympia-Feeling»

TOKIO: Die deutschen Wasserspringer um Rekordeuropameister Patrick Hausding nehmen unter schwierigen Umständen den Kampf um die letzten Olympia-Startplätze auf. Beim Weltcup in Tokio mit einem strengen Hygienekonzept will sich der Deutsche Schwimm-Verband von diesem Samstag an bis zum 6. Mai weitere Quotenplätze sichern. «Der Weltcup wird eine völlig andere Veranstaltung als bisherige Wettkämpfe. Im umfangreichen Hygienekonzept ist unter anderem festgehalten, dass auf Beifallklatschen und Rufe verzichtet werden soll», sagte Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow. «Das ist sicher ungewohnt, kann aber auch eine gute Generalprobe für die Olympischen Spiele sein.»

Der Weltcup in Tokio ist auch für die Abläufe ein wichtiger Test vor den Sommerspielen vom 23. Juli bis 8. August. Die Sportler dürfen das Hotel nur für die Wettkämpfe verlassen, sollen sich dort nur in ihrem Stockwerk bleiben. Hotel, Bus, Halle - das sind die drei Orte, an denen sich Hausding & Co. aufhalten sollen. Weil man die Wettkampfstätte schon mal gesehen habe, komme ein «bisschen Mini-Olympia-Feeling» auf, sagte Hausding, «auch wenn wir hier stark eingekerkert sind.» Nicht mal länger an die frische Luft können die Sportler. «Das ist ziemlich anstrengend.»

Hausding und Tina Punzel hatten bei der WM 2019 je einen Quotenplatz gesichert. «Mit acht bis zehn weiteren Quotenplätzen wäre ich zufrieden», sagte Buschkow. Der 32-jährige Hausding ist nach der «längsten Wettkampfpause der ganzen Karriere» gespannt: «Wir sind heiß auf die Wettkämpfe. Es ist schon eine Weile her. Wir wissen ja gar nicht mehr, wie sich das anfühlt.»

Schwierig war zudem die Vorbereitung. Der Weltcup wurde zunächst abgesagt, dann aber zu einem späteren Zeitpunkt doch wieder für Tokio geplant. «Wir haben im Training die Zeitverschiebung mit nächtlichen Einheiten simuliert und hoffen, dass sich das in Tokio auszahlt», sagte Buschkow. Danach folgt gleich die EM in Budapest.


Ralph Hasenhüttl denkt über Ende der Trainerkarriere nach

SOUTHAMPTON: Der ehemalige Bundesliga-Trainer Ralph Hasenhüttl kann sich nach dem Ende seiner Zeit beim FC Southampton in der Premier League einen Abschied vom Fußball vorstellen. «Ich sehe nicht viele Szenarien, in denen ich diesen Dreijahresvertrag, den ich hier noch habe, für irgendetwas anderes her gebe», sagte der ehemalige Coach von RB Leipzig in einem Interview bei Sky. Nach Vertragsende sei er 57 Jahre alt. «Ich werde mir selber auch irgendwann selber die Frage stellen, und das meine ich mit vollem Ernst, ob ich danach überhaupt noch was machen möchte», sagte er.

«Man verzichtet auf sehr viel, und es kostet auch wahnsinnig viel Energie. Ich weiß noch nicht, was danach passiert. Aber es kann auch gut sein, dass ich es dann vielleicht sein lasse», sagte Hasenhüttl, der seit Dezember 2018 bei dem englischen Club angestellt ist und dort noch bis Sommer 2024 unter Vertrag steht. In Deutschland arbeitete der Österreicher unter anderem knapp zwei Jahre in Leipzig und fast drei Jahre beim FC Ingolstadt.


Bericht: Ex-Trainer Stöger trifft sich mit Kölner Sportchef Heldt

KÖLN: Der 1. FC Köln intensiviert seine Bemühungen um eine Rückkehr von Ex-Trainer Peter Stöger. Laut «Bild» (Donnerstag) ist am Wochenende in Wien ein Treffen zwischen FC-Geschäftsführer Horst Heldt und Stöger geplant, der den vom Bundesliga-Abstieg bedrohten Club schon von 2013 bis 2017 trainierte. Derzeit betreut der 55-Jährige Austria Wien, hört dort aber zum Ende der Saison auf. Als Retter in der Not wurde Friedhelm Funkel angeheuert, der jedoch nach dieser Saison definitiv nicht mehr als Trainer zur Verfügung steht.

Da die Bundesliga-Clubs Mitte Mai in Quarantäne-Trainingslager einziehen müssen, wolle Heldt das Gespräch mit Stöger vorher suchen. Persönliche Kontakte sind in dieser Phase nicht möglich, und bis zum Saisonende stehen nur noch drei Spiele an. Köln steht aktuell mit 29 Punkten auf dem Abstiegs-Relegationsrang 16. Auch Stögers Vertrag läuft zum Saisonende aus.

«Die Quarantäne ist natürlich grundsätzlich die richtige Entscheidung, um den Spielbetrieb bis zum Saisonende sicher zu stellen. Allerdings sorgt sie für Einschränkungen bei der Arbeit», erklärte Sportchef Heldt die Situation.

Auch Thorsten Fink und Steffen Baumgart seien nach wie vor Kandidaten beim 1. FC Köln, berichtet die «Bild». Heldt wolle so schnell wie möglich einen neuen Trainer holen, damit dieser bereits in die Planungen für die neue Saison einbezogen werden kann.

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