Nachrichten aus der Sportwelt am Donnerstag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

China sagt einige Sportevents in diesem Jahr ab

PEKING: China streicht weitere Sportveranstaltungen in diesem Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie. Die oberste Sportbehörde teilte am Donnerstag mit, dass mit Ausnahme der Tests für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking «und anderer wichtiger Events im Prinzip keine weiteren internationalen Sport-Veranstaltung stattfinden» würden.

Aus der Mitteilung ging zunächst allerdings nicht hervor, welche Events als wichtig eingestuft werden und damit nicht von den Maßnahmen im Kampf gegen das Virus betroffen sind. Unter anderem sind bis zum Ende dieses Jahres in China sechs hochrangige Damen-Tennisturniere geplant, darunter auch die WTA-Finals in Shenzhen im November. Vier weitere Turniere sind bei den Tennis-Herren angesetzt.

Zudem soll in Shanghai neben zwei großen Golf-Turnieren auch das im April ausgefallene Formel-1-Rennen nachgeholt werden. Es wird sogar mit einem weiteren Doppelrennen in der Corona-Saison spekuliert. Ein mögliches Ersatzdatum wurde noch nicht genannt.


US-Baseball will 2021 am 1. April starten

NEW YORK: Die Major League Baseball hat den Spielplan für die Saison im nächsten Jahr veröffentlicht.

Am 1. April 2021 soll die Liga mit den Partien aller 30 Teams starten. Das war eigentlich schon für dieses Jahr Ende März geplant, durch die Coronavirus-Pandemie wurde daraus aber nichts. Die 2020er-Saison beginnt erst am 23. Juli.


FC Bayern bestreitet Achtelfinal-Rückspiel gegen Chelsea in München

MÜNCHEN: Der FC Bayern München kann in der Champions League sein Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea in der heimischen Allianz Arena bestreiten. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) entschied am Donnerstag, dass in dem im März wegen der Corona-Krise ausgesetzten Wettbewerb das Heimrecht in den insgesamt noch vier ausstehenden Achtelfinalpartien bestehen bleibt. Das gilt auch für die Europa League. Damit tritt Bayer Leverkusen daheim gegen die Glasgow Rangers an, Eintracht Frankfurt muss zum FC Basel reisen und der VfL Wolfsburg zu Schachtjor Donezk. Die Finalturniere beider Wettbewerbe finden in Lissabon beziehungsweise Nordrhein-Westfalen ohne Zuschauer statt.


Medien: Kohfeldt bleibt Werder-Coach - Pk für Freitag geplant

BREMEN: Florian Kohfeldt bleibt nach übereinstimmenden Medienberichten Trainer bei Werder Bremen. Demnach haben sich der 37 Jahre alte Coach und die Verantwortlichen des Clubs darauf verständigt, ihre noch bis zum 30. Juni 2023 datierte Zusammenarbeit trotz der sportlich enttäuschenden Saison 2019/20 fortzusetzen. Das berichteten unter anderem der «Weser Kurier», die «Bild» und «sport1.de». Offiziell verkünden will der Fußball-Bundesligist die Ergebnisse der großen Saisonanalyse nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur an diesem Freitag.


DFB plant Länderspiel-Doppelpacks in Köln und Leipzig

BERLIN: Der Deutsche Fußball-Bund plant nach Informationen des Portals «Sportbuzzer» erstmals Heimspiel-Doppelpacks. Demnach soll es sechs Tage vor dem Spiel der Nations League am 13. Oktober in Köln gegen die Schweiz im selben Stadion ein Testspiel geben. Und drei Tage vor dem Heimspiel der Nations League am 14. November in Leipzig gegen die Ukraine soll dort am 11. November ein Match der DFB-Elf stattfinden. Der Start in die Nations League ist für die Nationalmanschaft von Trainer Joachim Löw für den 3. September in Stuttgart gegen die Schweiz vorgesehen.


Aufsichtsratschef: Funkel hat Tür bei Fortuna Düsseldorf zugemacht

DÜSSELDORF: Der ehemalige Trainer Friedhelm Funkel wird bei Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf nach den Worten des Aufsichtsratsvorsitzenden Björn Borgerding keine Rolle mehr spielen. Nach einem Gespräch mit Funkel sagte Borgerding der «Rheinischen Post» (Donnerstag): «Er hat die Tür selbst zugemacht. Er steht nicht zur Verfügung.» Unter Funkels Regie war Düsseldorf 2018 in die Bundesliga zurückgekehrt und hatte souverän den Klassenverbleib geschafft. In diesem Januar war der 66-Jährige aber beurlaubt worden, zuletzt hatten Kommentare von ihm für Irritationen bei der Clubführung gesorgt.


FC Midtjylland vorzeitig dänischer Fußball-Meister

KOPENHAGEN: Der FC Midtjylland ist dänischer Fußball-Meister. Das Team aus dem jütländischen Herning setzte sich am Donnerstagabend vor heimischen Publikum mit 3:1 (0:1) gegen Titelverteidiger FC Kopenhagen durch und sicherte sich damit vorzeitig die dritte Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Mit 78 Punkten ist die Mannschaft von Trainer Brian Priske bereits vier Spieltage vor Saisonende nicht mehr vom engsten Verfolger Kopenhagen (61) von Platz eins zu verdrängen.


Ellbogen-Operation: Saison-Aus für Zehnkampf-Weltmeister Kaul

MAINZ: Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul muss die Leichtathletik-Saison wegen einer Ellbogenverletzung abbrechen. Dies teilte der «Sportler des Jahres» von 2019 am Donnerstag auf Instagram mit. «Um die Stabilität des Ellenbogens wieder herzustellen, habe ich mich für eine Operation entschieden. Deswegen wurde ich gestern an meinem Wurfarm operiert», sagte der 22 Jahre alte Mainzer. Kaul hatte eine Teilnahme an den deutschen Mehrkampf-Meisterschaften Ende August in Vaterstetten erwägt, nachdem die Olympischen Spiele in Tokio und die EM in Paris in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.


Vettel würde Red-Bull-Rückkehr nicht ausschließen

SPIELBERG: Sebastian Vettel würde eine mögliche Rückkehr zu Red Bull nach seiner Ausmusterung beim Formel-1-Team Ferrari zum Jahresende nicht ausschließen. Auf die Frage, ob er eventuell ein Angebot seines früheren Rennstalls annehmen würde, sagte er am Donnerstag: «Wahrscheinlich wäre die Antwort: ja.» Zuvor erläuterte der 33-Jährige, dass er das Team noch «sehr gut» aus seiner Vergangenheit kenne. Auch ein potenzieller Zweikampf mit Max Verstappen als Stallrivale würde ihn nicht einschüchtern. Zuvor hatte Red-Bull-Motorsportdirektor Helmut Marko eine Verpflichtung von Vettel zur kommenden Saison ausgeschlossen. Vettel betonte, dass er noch Lust auf die Formel 1 habe.


Alle DEL-Clubs erhalten Lizenz - Verspäteter Start im anderen Format

NEUSS: Trotz der neuen Auflagen zum Gehaltsverzicht haben alle 14 Clubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Lizenz für die kommende Saison erhalten. Das teilte die DEL am Donnerstag mit, ohne explizit darauf einzugehen, ob Unterschriften aller Profis vorliegen. «Alle Spieler, die zum Zeitpunkt der Lizenzprüfung im Kader der Clubs aufgeführt waren, haben die entsprechenden Vereinbarungen unterzeichnet», sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke der Deutschen Presse-Agentur lediglich. Der Auftakt der neuen Spielzeit wurde zudem wie erwartet um mindestens sechs Wochen nach hinten geschoben und soll nicht vor Anfang November stattfinden.


Woods spielt wieder: US-Star kündigt Teilnahme beim Memorial an

DUBLIN: Tiger Woods kehrt auf die PGA-Tour zurück. Fünf Monate nach seinem bis dato letzten Auftritt wird der 44 Jahre alte Amerikaner beim Memorial Tournament in der nächsten Woche vom 16. bis 19 Juli antreten. Das kündigte Woods unter anderem via Twitter am Donnerstag an. «Ich habe es vermisst, rauszugehen und mich mit den Jungs zu messen. Ich kann es kaum erwarten», schrieb Woods. Das Turnier in Dublin im US-Bundesstaat Ohio gewann Woods bereits fünfmal. Auf der PGA-Tour spielte er zuletzt Mitte Februar beim Genesis Invitational - einem Einladungsturnier, das die Golf-Ikone selbst veranstaltet.


Tennisprofi Struff verpasst Halbfinale bei «Thiems7»

KITZBÜHEL: Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff hat beim Showturnier «Thiems7» den Einzug in das Halbfinale verpasst. Der 30 Jahre alte Sauerländer musste sich am Donnerstag in seinem letzten Gruppenspiel dem Australian-Open-Finalisten und Mitorganisator Dominic Thiem mit 4:6, 6:7 (3:7) geschlagen geben. Zuvor hatte Struff auch gegen den Russen Andrej Rubljow verloren und sein Match gegen Casper Ruud aus Norwegen gewonnen. Struff war als Folge der positiven Corona-Fälle bei der Adria-Tour des Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic in das Teilnehmerfeld nachgerückt und ersetzte den infizierten kroatischen Profi Borna Coric.


Damen-Tennis-Tour plant zwei zusätzliche Turniere

BERLIN: Die Damentennis-Tour plant nach dem Neustart, der für den 3. August in Palermo vorgesehen ist, zwei weitere Turniere. Wie die WTA am Donnerstag mitteilte, sollen die Damen ab dem 10. August in Prag und in Lexington im US-Bundesstaat Kentucky aufschlagen. Ab dem 21. August ist das von Cincinnati nach New York verlegte Turnier eingeplant, ehe am 31. August ebenfalls in New York die US Open beginnen sollen. Derzeit haben allerdings mehrere Bundesstaaten der USA eine erheblich steigende Zahl an Infektionen mit dem Coronavirus zu verzeichnen. Weiterhin im vorläufigen Kalender stehen mehrere Turniere im Oktober und November in China.

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