Nachrichten aus der Sportwelt am Donnerstag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

Zürich verliert Ligaspiel nach Corona-Fällen

BASEL: Der Schweizer Fußball-Erstligist FC Zürich hat sich nach dem Bekanntwerden mehrerer Corona-Fälle achtsam geschlagen. Der Club durfte bei der 0:4 (0:2)-Niederlage am Dienstagabend beim FC Basel aufgrund der Infektionen nur sechs Profis der ersten Mannschaft einsetzen, die weiteren Spieler kamen aus der U21. An der Seitenlinie stand statt des früheren Bundesliga-Profis Ludovic Magnin der U21-Trainer Marinko Jurendic. Die Tore zum 0:3 und 0:4 kassierte Zürich erst in der Nachspielzeit.

Vor der Partie hatte der Verein mitgeteilt, dass sich «alle positiv getesteten FCZ'ler» weiterhin in häuslicher Isolation befänden. «Zudem befinden sich alle Personen, welche im Bus (zum Auswärtsspiel, d. Red.) nach Neuenburg waren bis mindestens am 17. Juli 2020 in Quarantäne.» Die sechs am Dienstag spielberechtigten Profis waren «nicht in Neuchâtel beim Spiel gegen Xamax dabei» und hatten «nachweislich keinen engen Kontakt zu infizierten Personen», so der Club.

Neben den sechs Corona-Fällen unter den Profis und den dreien im Trainerteam war auch Clubpräsident Ancillo Canepa positiv getestet worden. Er saß auch mit im Bus. Weil das für vergangenen Samstag terminierte Spiel des FCZ gegen den FC Sion auf den 28. Juli verschoben werden musste, verlängert sich die Saison in der höchsten Spielklasse der Schweiz um einen Tag bis zum 3. August.


Bürki über Corona-Fälle in der Schweiz: Problem wurde unterschätzt

DÜSSELDORF: Borussia Dortmunds Torhüter Roman Bürki ist überrascht von den weniger intensiven Corona-Einschränkungen in seiner Schweizer Heimat. In der Fußball-Super-League hatte es zuletzt mehrere Corona-Fälle gegeben. «Es war eine Frage der Zeit, wenn man keine regelmäßigen Tests macht. Ich ging eigentlich davon aus, dass sich auch in der Schweiz jeder einem Test unterziehen muss, bevor die Liga wieder startet. Und weil vielerorts keine Maskenpflicht gilt, ist man als Sportler im Normalfall ja noch vorsichtiger», sagte der BVB-Profi der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

«Ich kenne die Regularien für die Spieler in der Schweiz nicht im Detail. Wir trugen bei Dortmund die Masken im Bus, wir trugen sie auf der Ersatzbank, wir waren bis zur Ankunft im eigenen Haus maskiert. Ohne diese strengen Regeln hätten wir gar nicht spielen dürfen», sagte der 29-Jährige. «Wir hatten nach dem Re-Start keinen einzigen positiven Test. Und in der Schweiz sitzen bereits wieder Zuschauer in den Stadien. Ich habe das Gefühl, dass hier das Problem unterschätzt worden ist», meinte Bürki.


«Kicker»: Hertha BSC will vorzeitig Hauptsponsor wechseln

BERLIN: Fußball-Bundesligist Hertha BSC will einem Bericht des «Kicker» zufolge vorzeitig seinen Hauptsponsor wechseln. Wie das Fachmagazin am Donnerstag in seiner Online-Ausgabe berichtet, hat der Discounter Tedi trotz eines noch bis zum 30. Juni 2021 datierten Vertrags mit den Berlinern seine Bereitschaft signalisiert, vorzeitig den Weg freizumachen. Seit 2018 trägt Hertha das Logo des Unternehmens auch auf dem Trikot.


Kanu-Olympiasieger Dittmer kehrt als Bundestrainer zum Verband zurück

DUISBURG: Der dreimalige Kanu-Olympiasieger Andreas Dittmer kehrt zum Deutschen Kanu-Verband (DKV) zurück. Der 48 Jahre alte Neubrandenburger wird ab 1. Oktober neuer Bundestrainer im Bereich Canadier-Herren im Kanu-Rennsport und tritt perspektivisch die Nachfolge von Bundestrainer Ralph Welke an. «Nach fast drei Jahren im Ausland freue ich mich sehr, wieder in meine Heimat zurückzukehren», sagte Dittmer, der zuletzt im kanadischen Verband als Nationaltrainer gearbeitet hatte.


Hilßner wechselt von Paderborn nach England

PADERBORN: Marcel Hilßner wechselt vom SC Paderborn zum englischen Zweitliga-Aufsteiger Coventry City. Über die Rahmenbedingungen des Transfers vereinbarten beide Vereine Stillschweigen, wie der Fußball-Bundesligaabsteiger am Donnerstag mitteilte. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler war im vergangenen Sommer vom FC Hansa Rostock zum SCP gewechselt und zuletzt an den Halleschen FC verliehen gewesen. In Halle kam er in der 3. Liga auf 14 Einsätze, in denen er zwei Tore erzielte. In Paderborn hatte Hilßner noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021.


Sachsen-Anhalt bricht Pokal-Saison ab - Magdeburg spielt im DFB-Pokal

MAGDEBURG: Der Fußball-Verband Sachsen-Anhalt (FSA) bricht die Pokal-Saison 2019/20 ab und nimmt nicht am Finaltag der Amateure am 22. August teil. In der ersten Runde um den DFB-Pokal der nächsten Saison ist damit Drittligist 1. FC Magdeburg dabei. Das gab der Verband am Donnerstag nach einem Präsidiumsbeschluss bekannt. Nach Gesprächsrunden mit den Halbfinalisten SV Eintracht Lüttchendorf, Haldensleber SC, VfB Germania Halberstadt und Magdeburg sowie dem FSA-Präsidium sahen die Teilnehmer keine sportliche Chancengleichheit, den Wettbewerb bis zum Finaltag der Amateure zu Ende zu bringen.


US-Sprinterin Stevens verpasst drei Dopingtests: 18 Monate Sperre

MONACO: US-Sprinterin Deajah Stevens ist wegen drei verpasster Dopingtests für 18 Monate gesperrt worden und darf damit nicht bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio starten. Das teilte die Unabhängige Integritätskommission (AIU) des Leichtathletik- Weltverbands World Athletics am Donnerstag via Twitter mit. Die 25-Jährige sei 2019 bei drei Kontrollen in Oregon und West Hollywood nicht angetroffen worden; dies verstoße gegen die Bestimmungen zur ständigen Meldung des Aufenthaltsorts von Top-Athleten. Die Sperre beginnt rückwirkend vom 17. Februar 2020 an - und läuft damit erst nach der bisher geplanten Olympia-Abschlussfeier im August 2021 ab.


Tennis-Duell zwischen Haas und Struff bei Turnier in Berlin

BERLIN: Zu einem reizvollen deutschen Tennis-Duell zwischen Tommy Haas und Jan-Lennard Struff kommt es beim zweiten Einladungsturnier ab diesem Freitag in Berlin. Wie die Organisatoren am Donnerstag mitteilten, stehen sich der 42 Jahre alte Haas und der 30-jährige Struff dann im Viertelfinale gegenüber. Struff ist derzeit die deutsche Nummer zwei, der frühere Weltranglistenzweite Haas ist vor drei Jahren zurückgetreten und gibt in Berlin ein Kurz-Comeback. Seine letzte Profiniederlage hatte er 2017 in Kitzbühel gegen Struff kassiert.


Williams tritt auch im kommenden Jahr mit Russell und Latifi an

BUDAPEST: Das britische Formel-1-Team Williams bleibt im kommenden Jahr bei seiner aktuellen Fahrerpaarung. Das teilte der Rennstall am Donnerstag am Rande des Großen Preises von Ungarn in Budapest mit. Der 22 Jahre alte Brite George Russell stieg zur Saison 2019 bei dem Team in die Formel 1 ein. Der 25 Jahre alte Kanadier Nicolas Latifi bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison in der Motorsport-Königsklasse.


Perez: «Soweit ich weiß, habe ich einen Vertrag» - Lob für Vettel

BUDAPEST: Sergio Perez hat in der Diskussion um sein mögliches vorzeitiges Formel-1-Aus bei Racing Point, um den Platz für Sebastian Vettel freizumachen, auf seinen Vertrag bis Ende 2022 verwiesen. Der 30 Jahre alte Mexikaner legte sich allerdings am Donnerstag bei der Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Ungarn nicht fest, ob er garantiert im kommenden Jahr auch für das Nachfolge-Team Aston Martin fahren wird. «Soweit ich weiß, habe ich einen Vertrag», betonte Perez gleich mehrfach. Die Antworten auf diese Frage werde die Zeit zeigen. «Wir sehen, was in den kommenden Wochen passiert», sagte Perez.


Sportminister: Geregelter Ligenbetrieb idealerweise ab September

BREMEN: Die Sportministerkonferenz hat sich für bundesweite Regelungen für Sportwettkämpfe in der Corona-Krise ausgesprochen. «Für die sportlichen Wettbewerbe müssen wir von der föderalen wieder auf die nationale Entscheidungsebene zurückkehren», sagte die SMK-Vorsitzende, Bremens Sportsenatorin Anja Stahmann, laut Mitteilung vom Donnerstag. Die Wiederaufnahme des Sport- und Trainingsbetriebs solle bundesweit harmonisiert werden. Ziel sei ein geregelter und Ländergrenzen übergreifender Sport- und Ligenbetrieb idealerweise ab September.


Medien: Talent Bellingham schon in Dortmund zur Unterschrift

DORTMUND: Der 17 Jahre alte englische Fußballprofi Jude Bellingham ist nach übereinstimmenden Medienberichten am Donnerstag für den Medizincheck und die Vertragsunterschrift bei Borussia Dortmund eingetroffen. Das Top-Talent sei am Morgen aus Birmingham eingeflogen, berichteten «Bild», Sky und «Ruhr Nachrichten». Über den bevorstehenden Deal des Bundesligisten mit dem Mittelfeldspieler von Birmingham City aus der zweithöchsten Spielklasse in England hatte die «Bild»-Zeitung bereits Anfang Juli berichtet. Der auch von anderen europäischen Top-Clubs umworbene talentierte Teenager soll einen Vertrag erhalten, der bis zum 30. Juni 2025 gültig ist.


«Kicker»: Havertz hat sich für Wechsel im Sommer entschieden

LEVERKUSEN: Fußball-Nationalspieler Kai Havertz hat sich einem Bericht des «Kicker» zufolge definitiv für einen Wechsel in diesem Sommer entschieden. Der 21 Jahre alte Offensivspieler wolle Bayer Leverkusen vor Start der neuen Bundesliga-Saison verlassen, berichtete das Blatt am Donnerstag ohne Nennung von Quellen. Favorit für eine Verpflichtung des Jungstars soll demnach der Premier-League- Club FC Chelsea sein, der bereits Nationalstürmer Timo Werner von RB Leipzig geholt hat. Aus verschiedenen Quellen hieße es, Havertz habe sich für den Club aus London entschieden, berichtet der «Kicker».


«Friedensgespräche» zwischen UEFA-Präsident und City-Vorstand

MANCHESTER/NYON: Nach dem Europapokal-Freispruch für Manchester City haben sich UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und Citizens-Vorstand Khaldoon Al Mubarak in einem privaten Telefonat ausgesprochen. Die Europäische Fußball-Union bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der «Daily Mail». Dies deute darauf hin, dass beide nach vorne schauen und an einer konstruktiven Beziehung arbeiten wollten, schrieb die UEFA. Die englische Zeitung berichtete von einem «Friedensgespräch». Man City hatte am Montag mit dem Einspruch gegen den Ausschluss aus dem Europapokal für zwei Saisons vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas Erfolg.


Bericht: Neue Gerüchte um Kruse-Verpflichtung bei Union Berlin

BERLIN: Ein Wechsel des früheren Nationalspielers Max Kruse zum Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin soll wahrscheinlicher werden. Wie die «Bild»-Zeitung (Donnerstag) berichtete, gibt es neue Gerüchte um einen Vertrag für den 32-Jährigen bei den Eisernen. Angeblich soll Kruse auch schon beim individuellen Training in der Hauptstadt gesehen worden sein. Auf seinem privaten Instagram-Kanal postete der Angreifer am Mittwoch aber zuletzt nur einen kurzen Clip aus dem Urlaub. Union nahm zur Personalie noch keine Stellung.


FC Porto vorzeitig portugiesischer Fußballmeister

PORTO: Der FC Porto ist zum 29. Mal portugiesischer Meister. Zum Abschluss des 32. Spieltags in der Liga NOS holte das Team um Europameister Pepe am späten Mittwochabend ein 2:0 (0:0) gegen Sporting Lissabon und kann von Verfolger Benfica Lissabon an den verbleibenden beiden Spieltagen nicht mehr eingeholt werden. Danilo Pereira traf im Estádio do Dragão nach 64 Minuten, Moussa Marega erzielte in der Nachspielzeit das 2:0 (90.+1.). Bereits ein Remis hätte Porto zum Titel gereicht.


Dänischer Fußballclub für Fan-Verstöße gegen Corona-Regeln bestraft

KOPENHAGEN: Der dänische Fußballclub Aalborg BK muss unter anderem wegen der Missachtung der Corona-Regeln durch seine Fans während des Pokalendspiels umgerechnet mehr als 5000 Euro Strafe zahlen. Das teilte der dänische Fußballverband DBU am Donnerstag mit. AaB werde mit der Geldstrafe in Höhe von 40.000 dänischen Kronen (rund 5400 Euro) belegt, weil sich eine Fangruppe während des Finales vor zwei Wochen in Esbjerg nicht hingesetzt und den Abstand von einem Meter zueinander nicht eingehalten hatte. Zudem Pyrotechnik wurde gezündet. Der Verein kann Berufung einlegen.


DEB hält an Deutschland Cup fest - Hygienekonzept als Grundlage

MÜNCHEN: Trotz der Coronavirus-Pandemie plant der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) weiter mit dem traditionellen Deutschland Cup im November. «Das ist ein eminent wichtiges Turnier für den DEB, an dem wir auch festhalten wollen», sagte DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel am Donnerstag. Wegen des Coronavirus war die im Mai in der Schweiz geplante WM ausgefallen. Grundlage für die Durchführung des Deutschland Cups auch vor Zuschauern in Krefeld (7. bis 10. November) soll das Hygienekonzept sein, dass der Verband am Donnerstag vorstellte.


Katar richtet Champions-League-Turnier für West-Asien aus

DOHA: Nach der monatelangen Corona-Zwangspause der asiatischen Champions League ist Katar zum Gastgeber für das Finalturnier der Westregion bestimmt worden. Das teilte der Asiatische Fußball-Verband AFC am Donnerstag mit. Im WM-Ausrichterland von 2022 werden demnach vom 14. September bis zum 3. Oktober 16 Clubs die Gruppenspiele und das Halbfinale bestreiten. Geplant sind 39 Partien, bis der Finalist aus der Westregion feststeht.


Weltklasse-Hürdensprinterin Cindy Roleder erwartet Nachwuchs

HALLE: Hürdensprinterin Cindy Roleder erwartet ihr erstes Kind. Die Olympia-Fünfte und WM-Silbermedaillengewinnerin von Peking 2015 kann daher nicht wie geplant am Anhalt-Meeting am 8. September in Dessau-Roßlau teilnehmen. «Der Sport bekommt einen anderen Stellenwert, jetzt sind andere Dinge wichtiger», sagte Roleder dem Online-Portal «leichtathletik.de». Die Weltklasse-Hürdensprinterin vom SV Halle hatte im Herbst 2018 ihren Lebensgefährten Hendrik geheiratet. Zum Jahreswechsel erwartet das Paar erstmals Nachwuchs.


Bericht: Formel-1-Pilot Perez sieht sich nach Alternativen um

BUDAPEST: Sergio Perez setzt sich offenbar schon mit einem vorzeitigen Ende beim künftigen Formel-1-Team Aston Martin auseinander, womit der Weg frei wäre für Sebastian Vettel. Der Sender ESPN Mexiko berichtete am Donnerstag unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen, dass sich der 30-Jährige der Verhandlungen des aktuellen Rennstalls Racing Point mit Vettel bewusst sei und sich bereits nach Alternativen umschaue. Perez hat zwar einen noch bis Ende 2022 gültigen Vertrag, allerdings mit einer Klausel, derzufolge sich das Team von dem Mexikaner gegen Zahlung einer angeblich siebenstelligen Summe trennen kann.

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