Nachrichten aus der Sportwelt

European Athletics: Leichtathletik-EM in Paris auf dem Prüfstand

PARIS: Die für Ende August in Paris geplanten Leichtathletik- Europameisterschaften stehen auf dem Prüfstand. Zwar laufen die Vorbereitungen auf die Wettkämpfe vom 25. bis 30. August planmäßig weiter, der Kontinentalverband European Athletics (EA) hat angesichts der Corona-Krise nun allerdings eine Untersuchung alternativer Szenarien für die Ausrichtung angefordert. Diese würden auch eine «mögliche Verschiebung» der EM beinhalten, teilte die EA am Mittwoch nach einer Videokonferenz ihres Exekutivkomitees mit. Das lokale Organisationskomitee wurde aufgefordert, zeitnah eine detaillierte Machbarkeitsstudie für die Veranstaltung durchzuführen.


Solidaraktion Fußball: Champions-League-Clubs spenden für Vereine

BERLIN: Mit rund 20 Millionen Euro wollen die vier deutschen Champions-League-Clubs die finanziell notleidenden Fußballvereine der 1. und 2. Liga unterstützen. Über diese einmalige Solidaraktion in Zeiten der Corona-Krise berichtete die «Bild»-Zeitung am Mittwoch. Über ein Modell für die Hilfsaktion hätten sich der FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen verständigt. Die vier Clubs wollen laut «Bild» auf 12,5 Millionen Euro verzichten, die ihnen aus dem aktuellen TV-Vertrag zustünden. Sie stocken diese Summe mit eigenen Mitteln zudem um insgesamt 7,5 Millionen Euro auf - somit stünden 20 Millionen Euro zur Verfügung.


Beachvolleyball: Major-Turnier in Hamburg fällt aus

HAMBURG: Das Major-Turnier der Beachvolleyballer in Hamburg fällt wegen der Coronavirus-Pandemie aus. Das teilte der Veranstalter am Mittwoch mit. Ursprünglich war das Turnier vom 19. bis 23. August geplant. «Nun sagen Experten vorher, dass man in den Monaten Juli und August mit dem Höhepunkt der Pandemie rechnen muss. Und das wiederum bedeutet für uns, dass zum jetzigen Zeitpunkt niemand die Verantwortung übernehmen kann, mit ruhigem Gewissen und aus voller Überzeugung an die Umsetzung der geplanten Events heranzugehen», sagte Hannes Jagerhofer, der Gründer der Major-Serie. Auch das Turnier in Wien wurde abgesagt.


Michael Ballack bereut Chelsea-Abschied: «Hätte bleiben sollen»

LONDON: Der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler und ehemalige Chelsea-Profi Michael Ballack hat in einem Interview sein Bedauern geäußert, dass er nicht länger als vier Jahre an der Stamford Bridge gespielt hat. «Ich hätte bleiben sollen», sagte der 43-jährige im Podcast des britischen Senders Sky Sports, «auch wenn es nur für ein Jahr gewesen wäre.» Der ehemalige DFB-Kapitän stand von 2006 bis 2010 beim FC Chelsea unter Vertrag. Anschließend boten ihm die Londoner wegen seines Alters - er war 33 Jahre alt - nur noch einen Einjahresvertrag an. Ballack lehnte zunächst ab. «Heute kann ich sagen, dass es wohl falsch war», räumte er nun ein.


Vogel in freiwilliger Quarantäne - Ist «für mich gefährlich»

BERLIN: Die querschnittsgelähmte Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel hat sich im Zuge der Coronavirus-Pandemie selbst in Quarantäne begeben. «Als Risikogruppe ist es für mich gefährlich. Aufgrund der Lähmung kann ich nicht husten. Ich habe kein Zwerchfell, das heißt, wenn ich eine bronchiale Erkrankung bekomme, muss ich ans Beatmungsgerät», erklärte Vogel im Interview von RTL/ntv. Die Erfurterin ist seit ihrem schlimmen Trainingsunfall 2018 in Cottbus querschnittsgelähmt. Sie gewann in ihrer Karriere zweimal Olympia-Gold und elf Mal den WM-Titel.


WM-Kandidatenturnier: Schach-Duo bei Halbzeit punktgleich vorn

JEKATERINBURG: Der Franzose Maxime Vachier-Lagrave und der Russe Jan Nepomnjaschtschi liegen bei Halbzeit des Kandidatenturniers zur Schach-WM gemeinsam in Führung. Vachier-Lagrave gewann die 7. Partie am Mittwoch im russischen Jekaterinburg gegen Nepomnjaschtschi, beide Großmeister liegen mit je 4,5 Punkten einen Zähler vor den Verfolgern. Die restlichen drei Partien der 7. Runde endeten remis. Fabiano Caruana hat weiterhin Schwierigkeiten, seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Im Duell mit dem Chinesen Wang Hao konnte der Amerikaner seinen Vorteil mit den weißen Figuren nicht nutzen und durfte am Ende sogar froh über das Unentschieden sein.


NHL verschiebt Draft und weitere Termine auf unbestimmte Zeit

NEW YORK: Die NHL verschiebt wegen der Coronavirus-Pandemie wichtige Veranstaltungen auf unbestimmte Zeit. Wie die beste Eishockey-Liga der Welt am Mittwoch mitteilte, sind davon die Talentsichtung, die Talentauswahl (der sogenannte Draft) und die Vergabe der NHL Awards betroffen. Alle drei Termine waren für Juni geplant. Die Liga begründete die Entscheidung mit der Unsicherheit durch die Pandemie. Die NHL-Saison ist derzeit unterbrochen und wird frühestens Mitte Mai fortgesetzt.


DTM-Saison soll am 10. Juli auf dem Norisring starten

BERLIN: Das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) soll nun am 10. Juli auf dem Nürnberger Norisring in die Saison starten. Dies hat der DTM-Dachverband ITR am Mittwoch festgelegt, nachdem der ursprüngliche Saisonstart am 24. April wegen der Coronavirus-Pandemie verlegt werden musste. Das Saisonfinale wird vom 13. bis 15. November in Monza ausgetragen. Es sind weiterhin zehn Rennveranstaltungen vorgesehen.


Trump begrüßt Olympia-Verschiebung als «sehr weise Entscheidung»

WASHINGTON/TOKIO: US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung Japans begrüßt, die Olympischen Spiele in Tokio wegen der Corona-Pandemie zu verschieben. Trump schrieb am Mittwoch auf Twitter, er gratuliere Japans Ministerpräsident Shinzo Abe und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zu ihrer «sehr weisen Entscheidung», die Spiele im Jahr 2021 abzuhalten. «Das wird ein großer Erfolg, und ich freue mich darauf, dort zu sein!» Nun wollten die beiden Regierungschefs eng bei der späteren Austragung der Spiele in ihrer «vollständigen Form» zusammenarbeiten, hieß es weiter.


Basketball-Bundesliga setzt Spielbetrieb bis 30. April aus

KÖLN: Die Basketball-Bundesliga setzt ihren Spielbetrieb noch einmal weiter bis zum 30. April aus. Darauf verständigten sich die Liga und die 17 Clubs am Mittwoch in einer Videoschalte. Nach rund dreistündigen Beratungen entschieden sich die Verantwortlichen noch einmal gegen einen Abbruch der Saison, wie ihn die Deutsche Eishockey Liga vor kurzem beschlossen hatte. «Es bleibt das erklärte Ziel, die Saison 2019/2020 zu einem späteren Zeitpunkt geordnet zu Ende zu spielen, gegebenenfalls mit einem gekürzten respektive verdichteten Modus», hieß es in einer Liga-Mitteilung. Die Entscheidung sei mit «deutlicher Mehrheit» getroffen worden.


Erster positiver Corona-Fall bei Frankfurts Fußball-Frauen

FRANKFURT/MAIN: Der Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt meldet den ersten Coronavirus-Fall in seinen Reihen. Eine Spielerin des Tabellensechsten habe sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, teilten die Hessen am Mittwoch mit. «Die Spielerin zeigt leichte Symptome, ihr geht es den Umständen aber entsprechend gut. Mit der schnellen Verbreitung von Covid-19 war klar, dass auch der FFC früher oder später von Corona-Fällen betroffen sein würde», sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich.


Sport fordert Schutzschirm für Vereine und Verbände

FRANKFURT/MAIN: Der Deutsche Olympische Sportbund und seine 16 Landessportbünde appellieren an die Politik, die Sportvereine und -verbände in der Corona-Krise schnell mit einem Schutzschirm zu sichern. Dies geht aus Mitteilungen von verschiedenen Landesportbünden hervor, der DOSB will sich dazu in den kommenden Tagen noch ausführlicher äußern. Im deutschen Sport sind 27 Millionen Mitglieder in 90 Vereinen organisiert. «Die gemeinwohlorientierten Sportorganisationen sind eine starke Säule Deutschlands und stehen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Miteinander ein. Diese Säule darf gerade in diesen Zeiten nicht ins Wanken geraten, ohne staatliche Unterstützung wird dies jedoch nicht überall gelingen», heißt es in der Erklärung.


Fußball-Europameisterin Lotzen wechselt von Freiburg nach Köln

KÖLN: Der Frauen-Bundesligist 1. FC Köln hat die ehemalige Fußball-Europameisterin Lena Lotzen ablösefrei vom Liga-Rivalen SC Freiburg verpflichtet. Die 26 Jahre alte Offensivspielerin unterschrieb einen ab Sommer gültigen Zweijahresvertrag bis 2022, der laut FC-Mitteilung vom Mittwoch ligaunabhängig gilt. Nach Sharon Beck ist Lotzen der zweite Neuzugang zur kommenden Saison.


Bericht: Corona verschärft die Finanzlage bei Krefeld Pinguinen

KREFELD: Der finanziell angeschlagene Eishockey-Club Krefeld Pinguine steht weiter vor einer ungewissen Zukunft. Nachdem die Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wegen der Corona- Pandemie bereits am 8. März abgebrochen wurde, dürfte sich die Lage in Krefeld laut einem Bericht der «Westdeutschen Zeitung» (WZ) noch verschärfen. Geschäftsführung, Gesellschafter und mögliche Geldgeber wollen nochmals beraten, nachdem ein möglicher Investor aufgrund der Corona-Auswirkungen in der Vorwoche abgesprungen war.


U21-Coach Kuntz «erleichtert» über Olympia-Verlegung

BERLIN: Der deutsche U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz hält die Verlegung der Olympischen Spiele ins kommenden Jahr trotz der dadurch für seine Mannschaft entstehenden Unsicherheiten für richtig. «Ich war ehrlich gesagt im Zusammenhang mit Corona schon erleichtert, als IOC-Präsident Thomas Bach sagte, dass er den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation folgen wolle», sagte Kuntz dem Portal «ran.de». Der 57 Jahre alte Fußball-Trainer hätte mit einer deutschen U23-Auswahl an Olympia in Tokio im Sommer teilnehmen sollen. Die Spiele sollen wegen der Coronavirus-Pandemie nun 2021 stattfinden.

Welche Folgen die Verlegung für seine Mannschaft hat, ist laut Kuntz «aktuell noch nicht abzusehen». Ursprünglich hätte für die deutsche U21 bei einer erfolgreichen Qualifikation im Sommer 2021 eine EM auf dem Plan gestanden. Wann dieses Turnier stattfindet, ist nach der Verlegung der Fußball-EM ins kommende Jahr aber ebenfalls offen. Es «ist noch nicht klar, welche Jahrgänge bei den beiden Turnieren dann spielberechtigt sind. Da wird man die Entscheidungen des IOC und der UEFA abwarten müssen», sagte Kuntz zu den Planungen für 2021.

Die Folgen der Corona-Krise für den Fußball hält Kuntz für noch nicht absehbar. «Allerdings wird es schon große Unterschiede zwischen den Folgen für die 1. und 2., sowie dann für die 3. Liga geben», sagte der frühere Vorstandschef des 1. FC Kaiserslautern. «Deswegen muss sich aus meiner Sicht die Solidarität, die aktuell zwischen den Vereinen herrscht, unbedingt auch nach der Krise zeigen.»


IOC-Präsident kündigt schnelle Terminfindung für Olympia 2021 an

LAUSANNE: Bei der Suche nach einem neuen Termin für die auf 2021 verlegten Olympischen Spiele von Tokio will das IOC schnell in die Abstimmung mit allen 33 internationalen Sportfachverbänden gehen. Schon am Donnerstag könnte es dazu eine gemeinsame Telefonschalte geben, kündigte am Mittwoch Thomas Bach an, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). «Das ist der erste Schritt. Dann müssen wir schauen, welche Optionen wir haben», sagte der 66-Jährige. Die Sommerspiele in Tokio waren am Dienstag in einem gemeinsamen Beschluss der japanischen Gastgeber und des IOC wegen der Coronavirus-Pandemie auf das nächste Jahr verschoben worden. Sie sollen spätestens im Sommer 2021 nachgeholt werden.


IOC-Chef Bach: Olympisches Dorf in Tokio 2021 nicht sicher

LAUSANNE: Bei den auf 2021 verlegten Sommerspielen in Tokio müssen die Athleten womöglich auf ein olympisches Dorf verzichten. «Diese verschobenen Olympischen Spiele werden Opfer und Kompromisse von allen Beteiligten erfordern. Wir müssen die bestmögliche Lösung finden», sagte IOC-Chef Thomas Bach am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Ob auch im kommenden Jahr für die rund 11 000 Olympia-Starter und ihre Betreuer sowie später für rund 4400 Paralympics-Teilnehmer ein gemeinsames Athletendorf zur Verfügung stehe, sei eine «von vielen tausenden Fragen» für die Notfall-Gruppe.


Bericht: DFL hofft auf Bundesliga-Fortsetzung Mitte Mai

FRANKFURT/MAIN: Nach der Empfehlung für eine verlängerte Aussetzung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga hofft die Deutsche Fußball Liga nach Informationen der «Bild»-Zeitung auf eine Wiederaufnahme Mitte Mai. Für den 16. Mai war eigentlich der letzte Bundesliga-Spieltag in dieser Saison terminiert. Bis zum 30. Juni solle die Saison dann mit Geisterspielen zu Ende gebracht werden. Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte das Präsidium der DFL am Dienstag eine Pause bis mindestens zum 30. April empfohlen.


Erster Corona-Profi wieder gesund: 96-Spieler Hübers darf trainieren

HANNOVER: Nach zwei Wochen in häuslicher Quarantäne ist Hannovers Profi Timo Hübers offiziell wieder gesund. Der 23-Jährige war am 11. März als erster Fußball-Profi positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nun darf er das Haus seit Mittwoch wieder verlassen, nachdem er laut Verein nach erneuten Abstrichen negativ auf das Virus getestet wurde. Hübers Teamkollegen verbleiben dagegen noch in häuslicher Quarantäne. Sie hatten sich erst einen Tag später in die Isolation begeben müssen, nachdem auch 96-Profi Jannes Horn positiv auf das Coronavirus getestet worden war.


Olympia-Turnier der Handballer auf unbekannten Termin verschoben

BERLIN: Nach der Verschiebung der Olympischen Spiele ist das Qualifikationsturnier der deutschen Handballer vorerst abgesagt worden. Das für Juni in Berlin geplante Turnier werde bis auf weiteres verschoben, teilte die Internationale Handballföderation (IHF) am Mittwoch mit. Ursprünglich hätte es vom 17. bis 19. April in der Max-Schmeling-Halle stattfinden sollen, war wegen der Coronavirus-Pandemie zuletzt aber bereits in den Juni verlegt worden. Die IHF begrüßte die Entscheidung, die Spiele in Tokio zu verlegen.


EHF verschiebt Champions-League-Finale der Handballer auf August

HAMBURG: Die Europäische Handball-Föderation hat am Mittwoch einen Plan für eine mögliche Fortsetzung des internationalen Spielbetriebs vorgestellt. Bestandteil dieses Terminkalenders sind auch neue Daten für die Finalturniere in den wichtigsten Club-Wettbewerben. So rückt das Final Four der Champions League in Köln vom 30./31. Mai auf den 22./23. August, die Endrunde im EHF-Pokal in Berlin vom 23./24. Mai auf den 29./30. August.


Box-WM-Kampf zwischen Fury und Wilder verschoben

HAMBURG: Der WM-Kampf zwischen den Schwergewichtlern Tyson Fury und Deontay Wilder wird wegen der gegenwärtigen Corona-Pandemie nicht wie geplant am 18. Juli in Las Vegas stattfinden. In der derzeit geschlossenen MGM Grand Garden Arena im Spielerparadies im Bundesstaat Nevada hätte das dritte Box-Duell zwischen dem aktuellen WBC-Champion Fury und dem Amerikaner Wilder stattfinden sollen. Nach einem umstrittenen Unentschieden im ersten Duell im Jahr 2018 hatte Fury den zweiten Kampf im Februar durch einen technischen K.o. in der siebten Runde gewonnen.


Britta Heidemann: Olympia-Verlegung «beispiellose Herausforderung»

BERLIN: IOC-Athletenvertreterin Britta Heidemann erwartet durch die Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio auf 2021 viele Komplikationen. «Organisation und Umsetzung Olympischer Spiele sind unglaublich komplex. Sie zu verschieben, ist eine beispiellose Herausforderung», sagte die Fecht-Olympiasiegerin im Interview von Sport1.

Die 37-Jährige, die Mitglied der Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees ist, verwies auf diverse Hürden, die nun bei der Suche nach einem neuen Termin für die Tokio-Spiele und der Neuorganisation zu überwinden seien. «Die bestehenden Wettkampfkalender der einzelnen Verbände, Mietverträge für die Infrastruktur, die Abstimmung mit den Fernsehanstalten, die ja auch bereits ihre Jahresplanung haben oder die Koordination von Volunteers, um nur einige zu nennen. Es müssen einfach tausende neue Absprachen und Regelungen getroffen werden», sagte Heidemann.

Sie sei froh über die Entscheidung von IOC und Gastgeber Japan, die Sommerspiele wegen der Coronavirus-Pandemie ins nächste Jahr zu verschieben. Sie räumte aber ein, dass das IOC die Überlegungen zu einer Verlegung der Tokio-Spiele früher hätte öffentlich machen sollen. «Eine klare Kommunikation dieser Tatsache hätte dabei sicherlich die Aufregung aus der Diskussion der letzten Tage genommen», sagte Heidemann.


DFB-Bundestrainerin zu Corona-Krise: Chance, Werte wiederzugewinnen

FRANKFURT/MAIN: Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hofft angesichts der Corona-Pandemie auf einen langfristigen Wertewandel in der Gesellschaft. «So schwer das gerade ist, sollte man seine positive Einstellung nicht verlieren. Und sich darauf besinnen, dass die Menschheit schon sehr viele Krisen erlebt hat und aus jeder Krise gestärkt hervorgegangen ist», sagte die Cheftrainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes.

Die 52 Jahre alte Duisburgerin sieht auch «eine Riesenchance darin, gewisse Werte, die wir verloren haben, jetzt wiederzugewinnen: nämlich als Familien und Gesellschaft achtsam miteinander umzugehen, uns gegenseitig zu unterstützen, fürsorglich und empathisch zu sein». Sie hoffe, «dass wir diese Werte, wenn wir die Krise überstanden haben, auch im Alltag nicht wieder vergessen, sondern danach leben», sagte Voss-Tecklenburg, die am Mittwoch auch auf die Feier zum 80. Geburtstag ihres Vaters verzichten musste. «Der Tag war anders geplant, aber die Familienfeier ist nur verschoben, und wir alle drücken ihn ganz fest aus der Ferne», sagte die Bundestrainerin.

Sie selber habe sich bei der Hilfsorganisation Caritas informiert, wie sie Senioren unterstützen könne, erzählte Voss-Tecklenburg. «Ich glaube, gerade jetzt braucht es auch die Starken für die Schwächeren. Jeder kann versuchen, seine Aufgabe zu finden, zu helfen, zu unterstützen in diesen schweren Zeiten», sagte sie.

Insgesamt sei jedoch «spürbar, dass man nachdenklicher wird. Man hat so viele Fragezeichen im Kopf - für alle Lebensbereiche, die einen bewegen», sagte die ehemalige Nationalspielerin.


Skirennfahrerin Weirather beendet aktive Karriere

DÜSSELDORF: Skirennfahrerin Tina Weirather hat nach 15 Jahren im Weltcup ihren Rücktritt vom aktiven Wettkampfsport erklärt. «Hallo liebe Leute, ich habe Neuigkeiten. Ich hoffe, ihr seid alle gesund», sagte die 30 Jahre alte Liechtensteinerin in einer Video-Botschaft auf Instagram am Mittwoch. «Ich trete heute zurück vom Skifahren.»

In 222 Weltcup-Rennen feierte sie neun Siege und stand 41 Mal auf dem Podium. Bei der WM in St. Moritz 2017 wurde sie Zweite im Super-G. Ein Jahr später bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang holte sie in ihrer Spezialdisziplin die Bronzemedaille. Insgesamt gewann sie zweimal die kleine Kristall-Kugel im Super-G. Immer wieder wurde Weirather aber auch von schweren Verletzungen gestoppt.

«Alles hat mal ein Ende. Ich hatte eine megageile Karriere, es war das Abenteuer meines Lebens. Alles, was ich heute bin, bin ich durch das Skifahren. Und dafür bin ich sehr dankbar», sagte Weirather.


EHF verschiebt Champions-League-Finale der Handballer auf August

HAMBURG: Die Europäische Handball-Föderation hat am Mittwoch einen Plan für eine mögliche Fortsetzung des internationalen Spielbetriebs vorgestellt. Bestandteil dieses Terminkalenders sind auch neue Daten für die Finalturniere in den wichtigsten Club-Wettbewerben. So rückt das Final Four der Champions League in Köln vom 30./31. Mai auf den 22./23. August, die Endrunde im EHF-Pokal in Berlin vom 23./24. Mai auf den 29./30. August.

Wegen der gegenwärtigen Corona-Pandemie ruht der europäische Spielbetrieb zunächst bis Ende Mai. Vom 1. Juni an sollen dann wieder Europapokal-Spiele stattfinden. In der Champions League steht noch das Achtelfinale aus, im EHF-Pokal fehlen noch zwei Spieltage bis zum Abschluss der Gruppenphase.

«Wir sind uns bewusst, dass dieses Szenario von der weiteren Entwicklung rund um das Coronavirus und behördlichen Entscheidungen abhängt», sagte EHF-Präsident Michael Wiederer.

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