China droht USA mit Konsequenzen

Foto: Twitter/@nuestromar
Foto: Twitter/@nuestromar

PEKING (dpa) - Nach der Ankündigung weiterer Strafzölle hat die chinesische Regierung den USA mit Konsequenzen gedroht.

«Die chinesische Seite fordert die US-Seite nachdrücklich auf, die Lage nicht falsch einzuschätzen», hieß es in einer Mitteilung des Pekinger Handelsministeriums am Samstag. Washington sollte die Entschlossenheit des chinesischen Volkes nicht unterschätzen und den falschen Ansatz sofort korrigieren, «da sonst alle Konsequenzen von den USA getragen werden».

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump am Freitag angekündigt, sämtliche Strafzölle auf Importe aus China um jeweils fünf Prozentpunkte anheben zu wollen. Seine Ansage kam nur Stunden, nachdem die chinesische Regierung ihrerseits neue Strafzölle auf US-Einfuhren angekündigt hatte. Die erbitterte Auseinandersetzung der beiden größten Volkswirtschaften hat damit die nächste Eskalationsstufe erreicht.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
required fields
David Hermann 27/08/2019 10:15
@ Helmut Engel: Auch unter wohlwollendster Betrachtung des chinesischen "Wohlstands" und unter der Voraussetzung dass Ihr Chinese in keiner Grossstadt (Preisniveau wie bei uns) lebt, kommen Sie auf ein Wohlstandsgefaelle von Faktor 4 zu entwickelten Industrienationen. Tatsaechlich sind in China noch 32% der Untertanen Bauern (USA Anteil Farmer 1.3%), da kann man auch noch einigermaszen mit den ueblichen USD 200 aufm flachen Land ueber die Runden kommen. Richtig. Solange bloss jeder 10-te Chinese ein Auto besitzt (USA mehr als ein Pkw pro Nase) und somit nicht tanken muss, bleibt ein Lebenskosten-Vorteil im Schwellenland. ... Ich empfehle allen China-Theoretikern hier ein einziges Mal eine chin. Fabrik mit Wanderarbeiter-Unterkuenften zu besuchen um zu erfahren wie mal als Blue Collar so lebt im sozialistischen Arbeiterparadies. Denke dann versteht man warum sich saemtliche entwickelte Industrienationen mittels Visaschranken vor Millionen chinesischer Migrationswilliger schuetzen muessen ...
Helmut Engel 27/08/2019 04:21
Richtige Bewertung schafft Wissensvorsprung.
Die Überqualifizierten Professoren der Volkswirtschaft in diesem Forum scheinen nicht zu berücksichtigen wie sich in den unterschiedlichen Volkswirtschaften der USA und China die Kaufkraft widerspiegelt. Die Parallele ist schon bemerkenswert, dass der in den USA angesiedelte Unternehmen-angestellte einen mehrfachen Fiat Geld Betrag für seine eingetauschte Zeit erhält, was aber zu unterscheiden ist, der Chinese erhält von seinem niederen Besoldungssystem, was an ihn ausgezahlt wird eine wesentlich höhere Kaufkraft. Das Preis-Leistungs-Verhältnis zwischen den beiden Nationen ist mit dem Faktor 11 zum internationalen Vergleich anzusiedeln. Was sagt das aus, 7 zu 11 auszugehen von einer verwertbaren Statistik, bewegt sich China im Verhältnis zur Lohnwertschöpfung um den Faktor 4 im Einkommensverwertungsbereich. Ich denke, man sollte nicht jedes einkommen an eine beliebige Volkswirtschaft angleichen, auch wenn Bezüge aus eigener Sicht, der selbst Betroffenheit immer in die jeweilige Fremdwährung der Landeswährung umgerechnet werden, so kommen zwangsläufig Irritationen zum Vorschein, die mit der Realität der einzelnen Volkswirtschaften nicht parallel laufen, folge dessen auch nicht vergleichbar sind.
TheO Swisshai 26/08/2019 20:41
@David Hermann / Nachgedacht
Ja, Herr Hermann, darüber habe ich nachgedacht und das ist auch richtig, ich habe ja auch nie etwas anderes behauptet. Die billigen Arbeitskräfte sind ja genau der Grund, wieso die USA die Ware aus China importiert wird, damit die US-Firmen möglichst viel Gewinn machen. Sie schreiben ja selber, dass das Sortiment bei Walmart aus über 50% "made in China" besteht. Walmart macht also dank den Chinesen so viel Gewinn. Wieso geben Sie nun den Chinesen die Schuld dafür, die Amis sind ja nicht gezwungen bei den Chinesen zu kaufen oder zu produzieren. Sie würden nur viel weniger Gewinn machen.
David Hermann 26/08/2019 15:50
@Swisshai: (Zitat) "... die Chinesen so schlau, dass sie 5-mal mehr in die USA exportieren als umgekehrt." (Zitat Ende) Nun, haben Sie mal darueber nachgedacht dass die grosse Anzahl der Container von Ost nach West daran liegen koennten, dass chin. Arbeiter bloss weniger als ein Siebentel verdienen als in entwickelten Industrienationen? Das Billigsortiment bei Walmart besteht aus ueber 50% aus "Made in China". Oder dass die Zoelle nach China im Schnitt 5-mal hoeher sind als nach USA? Oder dass die Umweltstandards in China niemanden interessieren (ausser jene die in Peking mit Atemmasken herumlaufen)? So schlau um ein Schwellenland zu werden welches von billigen Sweatshops, als verlaengerte Werkbank (z.B. Apple) und als fleissig Kopierwerkstaette westlicher Luxusmarken existiert, ja so schlau wird man wohl erst unter glorreicher kommunistischer Fuehrung. Bruder Nummer Eins hat eben immer recht. Doch wenn man die Zahlen (Vermoegen, Einkommen) studiert sind vielleicht die Chinesen in Taiwan womoeglich doch die um ein Vielfaches schlaueren Chinesen, meinen Sie nicht?
David Hermann 26/08/2019 10:45
Urban Legend
@Swisshai: Ihr Kommentar beginnt mit "Soviel ich weiss" ... nun, Sie wissen nicht, sondern wiederholen bloss eine ueberaus populaere Urban Legend. In Wahrheit ist die zweitgroesste Volkswirtschaft der Welt (China) klar unterrepraesentiert bei der Zeichnung von US-Anleihen. Mit weniger als 7% und sinkend steht China in einer Reihe von Anlegern wie Irland oder Panama. Und was sollen die 3- oder 10-jaehrigen Papiere denn konkret fuer ein "Druckmittel" sein gegen die USA? Verkaufen (mit etwas Verlust) kann das kommunistische Schwellenland diese Anleihen natuerlich, aber Kaeufer finden sich dafuer locker. Schwellenlaender wie Russland scheitern schon mal beim Auflegen von Anleihen, doch wer sorgt sich (als Anleger) ernsthaft um die mit riesigem Abstand vermoegenste Volkswirtschaft der Welt die zudem saemtliche Industriellen Revolutionen seit 250 Jahren hervorgebracht hat? Erstaunlicherweise scheint sich niemand um die gallopierende Ueberschuldung des Schwellenlandes Chinas Sorgen zu machen ... bei Einkommen von einem 7-tel und Vermoegen von einem 15-tel eines Amis. All das schoene "Wachstum" des ZK steht auf einem gigantischen Schuldenturm. Alles schoen versteckt in Staats-Buergschaften fuer die Schulden der Zombiefirmen-Armeen. Die "Sorgen" der Amis haetten die Chinesen gerne ... wie man auch einfach an Kapitalflucht und Migrationsstrom sieht. Stimmbaender luegen oft, die Beine sind immer ehrlich.