Mit Bakterien gegen Viren

Foto: Lenz
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SINGAPUR: Für die Phase 4 einer großen Freilandstudie wurden in weiteren Gebieten Singapurs mit dem Wolbachia-Bakterium männliche Ägyptische Tigermücken zur Bekämpfung der Infektionskrankheit Dengue freigesetzt.

Die zwischen Februar und Oktober dieses Jahres durchgeführt Phase 3 der Studie hatte einen Rückgang der Moskitopopulation um mehr als 90 Prozent zur Folge. Das Denguevirus wird von weiblichen Moskitos der Art der Aedes aegypti übertragen. Diese verlieren durch die Paarung mit den mit Wolbachia infizierten Männchen ihre Fortpflanzungsfähigkeit. Forscher betonen jedoch, der beste Schutz gegen eine Infektion mit Dengue besteht besteht immer noch darin, Moskitos stehende Gewässer wie Pfützen als Brutstätten für ihre Larven zu nehmen. 

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Hansruedi Bütler 13/11/2019 22:11
Eigentlich kennt man diese Möglichkeit
der Inaktivierung des Denguefiebers mit Wolbachia-Bakterien schon seit geraumer Zeit. Großversuche auf isolierten Inseln waren alle vielversprechend. Hier ein Link zu einem interessanten Kurzartikel über den Bakterieneinsatz aus dem Jahr 2013: https://www.welt.de/gesundheit/article121604737/Forscher-infizieren-Moskitos-mit-Dengue-Hemmer.html Hoffentlich lässt sich der Erfolg ausweiten.