Marktforscher: Samsung profitiert von US-Sanktionen gegen Huawei

Foto: epa/Daniel Irungu
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PORTLAND (dpa) - Die US-Sanktionen gegen Huawei haben dem Rivalen Samsung geholfen, seine Spitzenposition im Smartphone-Markt auszubauen.

Der südkoreanische Konzern verkaufte im vergangenen Quartal nach Berechnungen der Analysefirma Canalys knapp 77 Millionen Computer-Telefone - sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Huawei kam in dem Vierteljahr nach den Mitte Mai verhängten Sanktionen demnach noch auf ein Plus von acht Prozent mit 58,7 Millionen verkauften Geräten. Allerdings sei dieser Zuwachs vor allem vom chinesischen Heimatmarkt getragen worden, erklärte Canalys am Mittwoch. Außerhalb Chinas sei der Absatz um 17 Prozent auf 21,4 Millionen Smartphones abgesackt.

Huawei war von US-Präsident Donald Trump unter Hinweis auf Sicherheitsbedenken auf eine schwarze Liste gesetzt worden. Damit wurde dem Unternehmen der Zugang zu Technologie von US-Konzernen und dem amerikanischen Markt weitgehend versperrt. Die Aussicht, dass Huawei-Smartphones keine Updates des Android-Betriebssystems von Google mehr bekommen könnten, erschwerte auch die Verkäufe unter anderem in Europa. Die Android-Sperre wurde später bis Ende August ausgesetzt.

Canalys sieht ein großes Problem für Huawei bei dessen Verhältnis zu den Mobilfunk-Betreibern. Diese entschieden meist mit einer Vorlaufzeit von sechs Monaten, welche Geräte sie ins Angebot für ihre Kunden nehmen, argumentierte Analyst Ben Stanton. Jetzt warteten die großen Netzbetreiber zunächst einmal die weitere Entwicklung ab. «Die Marke Huawei hat außerhalb Chinas Schaden genommen, und es wird Zeit und Geld kosten, das zu reparieren.»

Apple verkaufte im vergangenen Quartal nach Berechnungen von Canalys 36 Millionen iPhones, ein Rückgang von 13 Prozent. Damit liege der US-Konzern auf dem dritten Rang in der Branche vor den chinesischen Anbietern Xiaomi (gut 32 Millionen) und Oppo (30,6 Millionen). Die meisten großen Anbieter nennen selbst keine Absatzzahlen mehr, so dass man auf die Einschätzung von Analysten angewiesen ist.

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