Mangelnde Integration in Thailand

Mangelnde Integration in Thailand

Eine Zuschrift zu einer Situation, wie sie sich überall in Thailand häufig an den vielen deutschsprachigen Stammtischen ergibt und vielleicht erkennt sich ja der ein oder andere Leser selbst wieder:

Da wird wie wild auf die Politik in Berlin geschimpft und warum man so naiv sein konnte, die Grenzen 2015 für die vielen Flüchtlinge zu öffnen. Und generell müssten doch eh alle erst einmal vernünftig Deutsch lernen, wenn man in Deutschland, Österreich oder der Schweiz bleiben will. Das sei ja wohl das Mindeste!

Wenn ich sowas in meiner Gegenwart höre, fällt es mir schon schwer ruhig zu bleiben. Ich denke, dass jeder einmal für einen Moment ernsthaft in sich gehen und sich selbst fragen sollte, wie es eigentlich um die eigene Bereitschaft zur Integration in Thailand bestellt ist?

Denn wer sich den ganzen Tag fast ausschließlich mit Deutschsprachigen umgibt und bis auf eine Handvoll Phrasen kein Thai beherrscht, leistet nicht mal ansatzweise das, was er so forsch am Stammtisch und vielen sozialen Medien gebetsmühlenartig fordert. „Jeder sollte erst einmal vor seiner eigenen Haustür kehren“, lautet ein altes und treffendes Sprichwort.

Dabei ist die Sprache in der Tat ein machtvoller Türöffner und hat meine Sicht auf die Thais, deren Zusammenleben und die Kultur komplett verändert. Die Erfahrung, die thailändische Lebenswirklichkeit in ungeahnter Tiefe zu erfahren und neu zu entdecken, indem man die Landessprache einigermaßen beherrscht, wünsche ich jedem.

Natürlich ist das nicht immer leicht, aber in den letzten Jahren hat sich viel getan. Inzwischen ist es aufgrund einer neu entwickelten Lautschrift für Deutschsprachige einfacher denn je, die thailändische Sprache zu erlernen und schnell Fortschritte zu erzielen.

Natürlich braucht es etwas Mut, diesen Schritt zu machen, aber es lohnt sich.

In diesem Sinne, viel Erfolg und alles Gute!

Silko Vogt

(www.thailernen.net)


Die im Magazin veröffentlichten Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. DER FARANG behält sich darüber hinaus Sinn wahrende Kürzungen vor. Es werden nur Leserbriefe mit Namensnennung veröffentlicht!

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Michael Meier 21/01/2021 01:55
Ole und ich
haben vergessen zu erwähnen dass durch die Touristen und Expats (keine Ahnung wie viele) Arbeitsplätze
schaffen die hunderttausende Familien ernähren. Die würden sonst auch keine Steuern zahlen ? Sry Mr. Hupe , ihr Posting war quatsch³ :-))
Michael Meier 19/01/2021 04:47
@ Josef Hupe
Wir bezahlen keine Steuern ? Ach so ,,,, alles was wir kaufen ist für uns steuerfrei 555.Davon abgesehen, jeder von uns führt im Laufe seines Aufenthalts hier Millionen von Devisen ein und leistet somit für diesen Staat mehr als 99% seiner Staatsbürger !
Ole Bayern 19/01/2021 04:45
Herr Hupe ....
... na wir wollen doch hoffen , daß Sie Ihre Steuern auch zahlen , wie Umsatzsteuer , Mineralölsteuer , Verbrauchssteuer z.B. auf Bier , Maut usw. Und wenn Sie in Thailand leben und dort Waren kaufen, die in Thailand produziert werden , zahlen sie mit Ihrem Verbrauch auch mittelbar die Steuern der Unternehmen , die für das Produkt anfielen und abgeführt werden inkl. Sozialkosten der Beschäftigten die das Produkt herstellen . Also seien Sie doch nicht so demütig ... wenn Sie in Thailand leben ,leisten Sie auch Ihren Teil für das Land . VG Ole
Josef Hupe 18/01/2021 20:37
Stammtisch
Einige erfreuliche Beiträge ausgenommen, kommen, sobald das Wort Ausländer genannt wird, leider sofort viele Stammtischmeinungen zur Sprache.
Kann nicht verstehen, das viele glauben hier keine Ausländer zu sein. Dass Thailand uns erlaubt hier billig zu leben ohne Steuern zu bezahlen, vergessen meistens; auch diejenigen die sich rühmen schon perfekt Thai zu sprechen und daher jegliche Hilfe ablehnen.
Rolf W. Schwake 24/11/2020 08:38
Asylanten sind nicht gleich Asylanten
Wir waren selbst einmal froh, als Nachbarländer unsere Asylanten aufgenommen haben. Darum sollte jeder, dem dieses Recht zusteht, es bei uns selbstverständlich auch bekommen. Womit ich allerdings nicht überein stimme, ist die Flucht nach Deutschland, egal aus welchem Land und über wieviele Länder ohne Verfolgung man reiste. Unser Grundrecht auf Asyl gilt nicht für Reisende, die 4, 8 oder mehr Länder ohne Verfolgung bereisten, um dann im Land ihrer Wahl zu landen, wo aus deren Sicht Milch und Honig fließt. Diese kommen zu uns nach D, weil unser Sozialsystem so phantastisch ist und Kriminalität kaum sanktioniert wird. Übrigens: Auch diejenigen, die länger in D leben und auch arbeiten könnten, nehmen so gut wie gar nicht am Arbeitsleben teil. Ich habe in meinem Berufsleben bei der Kriminalpolizei sehr, sehr viele Ausländerinnen (immer Ehefrauen) gesehen, die teilweise Jahrzehnte in Deutschland lebten und so gut wie kein einziges Wort Deutsch sprachen. Das (!) nenne ich tatsächlich fehlende Integrationsbereitschaft: Sie kommen alle nicht als Touriosten, weil es so warm ist, sondern weil es sich mit und von unserem Staat so gut leben läßt. Nochmals: Europa und Deutschland können nicht die Welt retten. Das was wir derzeit sehen, ist der "Hauch des Ansatzes der Spitze eines Eisbergs". Die zunehmende Weltbevölkerung kommt aus dem westasiatischen/orientalischen Bereich und
aus Afrika - und wird in den kommenden Jahrzehnten verstärkt nach Europa und hier nach Deutschland streben.