Kunstaktion zur Luftverschmutzung

Beißender Gestank und Dieselgeruch

Eine Frau geht an den
Eine Frau geht an den "Pollution Pods" vorbei, die im Rahmen der "Clean Air Week" der Stadt aufgestellt wurden. Foto: Peter Byrne/Pa Wire/dpa

MANCHESTER (dpa) - Schlechte Luft in Städten kann ein Mensch schlecht vergleichen. Ein Künstler bringt die Geruchserlebnisse von fünf Orten zusammen.

Die typischen Gerüche und Verschmutzung der Luft in fünf Städten der Welt ahmt eine Installation eines britischen Künstlers nach. In fünf miteinander verbundene Kuppeln können die Besucher die Umwelt in Peking, Neu Delhi, London, im brasilianischen São Paulo und auf der norwegischen Insel Tautra nachempfinden.

So schlägt dem Besucher in der Neu-Delhi-Kuppel beißender Geruch entgegen, weil in der indischen Metropole viel Müll - auch Plastik - verbrannt wird. In der britischen Hauptstadt riecht es dagegen nach Diesel und auf Tautra bei Trondheim kann man frische Luft atmen.

Künstler Michael Pinsky will mit seiner Installation «Pollution Pods» (etwa: Verschmutzungsbehälter) auf die Umweltbelastung in Metropolen und deren Folgen hinweisen: für das Klima und die Gesundheit. «Die Kunst sollte die Menschen zum Nachdenken bringen», teilte Pinsky mit.

Luftverschmutzung tötet der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge weltweit sieben Millionen Menschen pro Jahr vorzeitig. Betroffen seien vor allem Menschen in ärmeren Ländern. Aber auch in Europa sterben laut WHO Menschen wegen der Luftschadstoffe vorzeitig.

Die schlechte Luft kann Atembeschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs verursachen oder verschlimmern. In Europa tragen unter anderem der Straßenverkehr und die Industrie dazu bei.

Das Kunstprojekt, das auch schon in London, Vancouver und vor dem Klimahaus in Bremerhaven präsentiert wurde, ist noch bis kommenden Sonntag kostenlos im britischen Manchester zu sehen.

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