Kleinere Zwischenfälle an der griechisch-türkischen Grenze

Foto: epa/Dimitris Tosidis
Foto: epa/Dimitris Tosidis

ATHEN/KASTANIES: An der griechisch-türkischen Grenze ist es erneut zu Zwischenfällen am Übergang von Kastanies/Pazarkule gekommen.

Rund 300 vor allem jugendliche Migranten haben am Donnerstagabend versucht, den Grenzzaun auf griechischer Seite niederzureißen. Die Lage habe sich aber schnell beruhigt, berichteten Reporter vor Ort und der staatliche griechische Rundfunk am Freitag.

Erneut wurde Tränengas eingesetzt. «Und zwar auf beiden Seiten», sagte ein Offizier der Polizei aus der Regionalhauptstadt Alexandroupoli der Deutschen Presse-Agentur. Türkische Polizisten schleuderten demnach Tränengasgranaten auf die griechische Seite, um den Migranten zu helfen, den Zaun zu überwinden, wies es in den Berichten hieß. Die griechischen Beamten setzten den Angaben zufolge starke Ventilatoren ein, um die Tränengas- und Rauchschwaden zurück in Richtung türkisches Territorium zu treiben. Auch sie setzten Tränengas ein.

Die Türkei hatte Ende Februar erklärt, die Grenze zur Europäischen Union seien für Migranten offen. Daraufhin machten sich Tausende Menschen auf den Weg, um aus der Türkei nach Griechenland und somit in die EU zu gelangen.

In Athen gehen Kommentatoren davon aus, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Druck an der Grenze aufrecht erhalten werde, um politische und finanzielle Unterstützung seitens der EU für seine Ziele in Syrien und auch im Inland zu bekommen.

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