Reisen zum Fest des Fastenbrechens verboten

Eine Reisewelle soll wegen der Ansteckungsgefahr verhindert werden. Foto: epa/Fully Handoko
Eine Reisewelle soll wegen der Ansteckungsgefahr verhindert werden. Foto: epa/Fully Handoko

JAKARTA: Die indonesische Regierung hat in der Corona-Krise nun doch Reisen zum Fest des Fastenbrechens verboten. Der islamische Fastenmonat Ramadan endet um den 23. Mai mit den Fest Eid al-Fitr. Vergangenes Jahr waren dazu etwa 15 Millionen Muslime aus der Hauptstadtregion Jakarta Richtung Heimat gefahren. Eine solche Reisewelle soll nun wegen der Ansteckungsgefahr verhindert werden.

Damit vollzog Präsident Joko Widodo eine Kehrtwende. Zuerst hatte er die Reisen gestattet, mit der Auflage, die Gläubigen müssten sich dann daheim isolieren. Am Dienstag sagte er, dass dieser Massenverkehr ganz untersagt werde. Islamgelehrte hatten zuvor erklärt, solche Reisen während einer Pandemie seien «haram», also verboten. Mit mehr als 260 Millionen Einwohnern ist der Inselstaat das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt.

In Indonesien gibt es bislang 7135 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 616 Menschen starben.

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